Cost Per Order (CPO)

Mit CPO (Cost per Order) oder Kosten pro Bestellung werden die anfallenden Kosten eines getätigten Verkaufs, einer Bestellung oder eines Leads im E-Commerce angegeben. Der Wert CPO dient im Online Marketing der Berechnung aller Kosten, die im Laufe einer Bestellung und auch bei der Leadgenerierung anfallen. Dazu gehören etwaige Kosten für verschiedene Werbemaßnahmen, das Abschließen eines Abonnements und obligatorische Kosten für den Versand eines Produktes. Es ist eine Messgröße, um die Effektivität von Marketing-Maßnahmen zu bestimmen und wird oft eingesetzt beim Affiliate Marketing und der Internetwerbung. Andere Bezeichnungen sind Cost per Sale und Cost per Lead.

Berechnung des CPO

Der CPO wird folgendermaßen berechnet: Die Gesamtkosten für eine Aktion werden durch die Anzahl der erfolgten Reaktionen geteilt.

CPO = Kosten Aktion / Anzahl Reaktionen

Wichtig für den Einsatz des CPO im Kontext der Gewinnermittlung ist das Budget der Online-Kampagne. Der CPO dient jedoch nicht der Ermittlung des Gewinns in einem betriebswirtschaftlichen Sinn. Vielmehr wird mit ihm die Effektivität von Marketing-Kampagnen in Relation zum eingesetzten Budget bestimmt.[1] Im Zentrum steht die Frage, wie viele Reaktionen eine bestimmte Werbemaßnahme erzeugt hat.

Einsatz von CPO

Das häufigste Anwendungsgebiet ist die Internetwerbung. Wird eine Textanzeige oder ein Werbebanner geschaltet, sehen zwar viele Nutzer diese Werbung, aber nicht jede Impression zieht einen Klick (Vgl. Cost Per Click (CPC)) auf die Anzeige oder einen Kauf nach sich. Deshalb kommen der CPO und weitere Modelle aus dem Bereich Cost per Action zum Einsatz.[2] Mit ihm kann der tatsächliche Erfolg der Anzeige gemessen werden.

Der Wert für die Kosten pro Bestellung ist im Affiliate Marketing mehr als eine Messgröße. Es ist ein Abrechnungsmodell, das eine Kampagne, ein Tracking und die Auszahlungen der Vergütung innerhalb dieses Modells impliziert. In der Regel ist der CPO also verbunden mit einer Gebühr, die der Verkäufer des Produktes für die Schaltung der Anzeigen auf den Websites seiner Affiliates und Partner bezahlt. Der CPO beinhaltet häufig einen Fixbetrag oder einen prozentualen Anteil des Sales, der an den Partner ausgeschüttet wird.

Bedeutung für das Online Marketing

Der CPO oder Cost per Order ist eine Abrechnungsmethode, die auf realen Verkäufen basiert. Daraus ergibt sich für den Verkäufer von Produkten ein wesentlicher Vorteil: Er kann seine Werbemaßnahmen besser skalieren und bezahlt nur für die tatsächlich erfolgten Verkäufe. Zwar wird ein bestimmter Prozentsatz an den Affiliate abgegeben, aber dieser stellt sein Inventar zur Verfügung, um die Werbeanzeige zu den potenziellen Kunden zu bringen. Der CPO orientiert sich zudem an der erzielten Marge: Firmen, die teure Produkte absetzen, können durchaus höhere CPO Werte in Kauf nehmen, während kleinere Umsatzmargen eher mit niedrigen CPO-Werten verträglich sind. Ganz allgemein ist es das Ziel von Firmen, den CPO-Wert möglichst niedrig zu halten.

Das CPO-Modell ist anderen Konzepten überlegen, bei denen der tatsächliche Wert der Werbemaßnahme für das Unternehmen nicht berücksichtigt wird. Denn Traffic, Page Impressions und die Click-Through-Rate ziehen nicht zwangsläufig Umsätze nach sich, auch wenn sie aus Sicht des Suchmaschinenmarketings sinnvoll sind. Der CPO verringert somit das Risiko von hohen Werbeausgaben bei niedrigem Nutzwert und eignet sich vor allem für kleine und mittelständische Unternehmen, die ein geringeres Budget haben, aber effektiv werben wollen.[3]

Einzelnachweise

  1. What is Cost Per Order (CPO)? brickmarketing.com. Abgerufen am 15.07.2014
  2. Cost-per-Action (CPA) onlinemarketing.de. Abgerufen am 15.07.2014
  3. Strukturierung der Kosten – Cost per Order monetarisierung.net. Abgerufen am 15.07.2014

Weblinks

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