Reseller

Der Begriff Reseller kann auf Deutsch mit „Wiederverkäufer“ übersetzt werden. Reseller verkaufen Dienstleistungen oder Sachwerte, die sie selbst zuvor eingekauft haben. Typische Bereiche für das Reselling sind Webhosting oder die Mobilfunkbranche. Im Prinzip ist jeder Betreiber eines Online-Shops, der weder seine eigenen Produkte noch eigene Dienstleistungen anbietet, ein Reseller.

Wie funktioniert Reselling?

Im Prinzip ist Reselling eine einfache Methode, um mit wenig Aufwand zum Händler zu werden. Dabei kauft der Reseller meist feste Kontingente an Produkten oder Dienstleistungen eines Unternehmens zu günstigen Konditionen und verkauft diese in eigenem Namen bzw. auf seiner eigenen Plattform wieder. Die Höhe seiner Marge hängt dabei in der Regel vom eingekauften Kontingent oder von der Menge seiner Verkäufe ab.

Reseller können auch auf Provisionsbasis arbeiten. Dann ist die Trennschärfe zum Affiliate geringer. Beliebt bei Resellern ist auch das sogenannte „Drop-Shipping“. Hierbei muss der Wiederverkäufer keine eigene Lagerhaltung führen, sondern leitet z.B. Bestellungen in seinem Online-Shop direkt an den Hersteller weiter, der die Ware dann versendet.

Eine besondere Form des Resellers ist der sogenannte VAR, der Value Added Reseller. Er verkauft Waren nicht einfach nur weiter, sondern ergänzt diese um einen besonderen Mehrwert für den Kunden. So gibt es z.B. Reseller, die Mobiltelefone als spezielle Bundles mit einem Tablet zu einem noch attraktiveren Preis anbieten.[1]

Beliebte Bereiche für Reselling

  • Domain Reseller: Im Internet sind vor allem Domain Reseller sehr verbreitet. Sie bieten Kunden Domains zu günstigen Konditionen an, die letztlich bei großen Webhostern geführt werden.
  • Reseller für Bekleidung: im Prinzip ist jeder Online-Shop für Bekleidung, der nicht auf Drop-Shipping-Basis geführt wird, ein Reseller. Denn diese Shops verkaufen die Produkte großer Marken in ihrem eigenen Geschäft und können dabei die Preise sowie die Online-Werbung dafür oft sogar selbst bestimmen.
  • Reseller für Mobilfunktarife: Mobilfunkverträge sind im Netz ebenfalls beliebte Reselling-Produkte, da hierfür weder ein Lager noch große Investitionen nötig sind.

Reseller vs. Affiliates

Reseller und Affiliates sind oftmals nicht sehr deutlich voneinander zu unterscheiden. Während Affiliates meistens jedoch nur auf ein anderes Webangebot verweisen, müssen Reseller eine eigene Infrastruktur für den Versand, die Bestellung und die Kaufabwicklung bereitstellen. Aus diesem Grund wird der Verdienst von Affiliates über Provisionen bzw. CPC oder CPO abgerechnet, während Reseller ihr eigenes Geschäft führen.

Reselling vs. Franchising

Beim Franchising verpflichtet sich der Vertragsnehmer in einem eigenen Vertrag zu festen Regeln, was den Verkauf einer Ware oder einer Dienstleistung einer bestimmten Marke betrifft. Dabei vertritt er diese Marke in seinem eigenen Geschäft. Dahingegen sind die Regeln beim Reselling vielseitiger. So kann sich ein Reseller z.B. einerseits nur auf den Verkauf bestimmter Marken konzentrieren und andererseits sein Geschäft als eigene Marke aufbauen.

Einzelnachweise

  1. Definitions of resellers (englisch) the-reseller-network.com. Abgerufen am 28.11.2014

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