Facebook Story


Hinter den Worten „Facebook Story“ verbirgt sich zum einen die Geschichte und Entstehung des größten sozialen Netzwerks der Welt, zum anderen lässt sich darunter allgemein die Tatsache fassen, dass persönliche Schicksale und Lebensmomente über das soziale Netzwerk Facebook oftmals sehr viele Menschen erreichen. Jeder Nutzer ist potentieller Lieferant einer eigenen „Facebook Story“, die je nach Schweregrad oder Aufsehen von allgemeinem journalistischen Interesse sein kann.

Funktionen und Hintergrund[Bearbeiten]

Abhängig von den Privatsphäre Einstellungen auf Facebook können Postings in Text-, Bild- oder Videoform entweder nur von den eigenen Freunden, von den eigenen Freunden und deren Freunden oder von allen angesehen werden. Wenn nun jemand nur wenig Restriktionen für seinen Facebook-Account nutzt, ist die Chance groß, dass seine Posts schnell eine große Anzahl an Menschen erreichen, wenn die darin enthaltene Nachricht für diese relevant ist. Relevanz in diesem Sinne kann verschiedene Ebenen abdecken und reicht von reiner Neugier, Sensationslust bis hin zur Sympathie oder im extremen anderen Fall Schadenfreude oder Missgunst.

Beispiele für Facebook Stories[Bearbeiten]

  • Eine sehr spektakuläre Facebook Story erzählte eher unfreiwillig ein verurteilter Amerikaner, der sein eigenes Fahndungsbild auf seiner Facebook-Seite einstellte und damit prahlte, nicht gefasst zu werden. Seine Freiheit währte allerdings nur kurz.[1]
  • Geschichten über Babys und Geburten sind für Facebook Stories gut geeignet, da sie meist viele Menschen erreichen. Aufsehen im Netz erregte eine US-Amerikanerin, als sie ihre Hausgeburt mit Beiträgen auf Twitter und Facebook begleitete.[2]


  • Wenn man es so will, hat auch der US-Präsident Barack Obama eine eigene Facebook Story geschrieben, indem er 2008 mit seinen Aktivitäten auf Facebook für etliche Stimmen sorgte.[3]
  • Der sogenannte „Arabische Frühling“ könnte als eine eigene Facebook Story betrachtet werden. Denn erst durch die Kommunikation über soziale Netzwerke, darunter allen voran Facebook, ermöglichte es den Demonstranten in Tunesien oder Ägypten vielfach, sich zu vernetzen und zu koordinieren.

Wie eine Facebook Story für das Marketing verwendet werden kann[Bearbeiten]

Vielfach lassen sich heute tatsächliche Geschichten nicht mehr von Werbung unterscheiden. Oft arbeiten nämlich auch Werbeagenturen in Sozialen Netzwerken mit „echten“ Geschichten, die schnell viele Fans finden. Oder Unternehmen nutzen echte Geschichten, um damit für Empathie zu sorgen. Ein gutes Beispiel ist die Geschichte des Mannes mit dem rosa Tutu, „the Tutu Project“, das schnell weltweit Verbreitung u.a. auch über Facebook fand und das die Telekom für eigene Werbezwecke nutzte, um auf die laut Firmenaussagen besondere Qualität des Netzes hinzuweisen.

Ob Facebook Stories erfolgreich werden oder nicht, hängt von vielen Faktoren ab. Zum einen muss die Geschichte freiwillig von den Usern geteilt und überhaupt angenommen werden. Und zum anderen muss danach die Aufmerksamkeit wieder auf das eigentliche Produkt bzw. die Marke gelenkt werden. Für Marketingabteilungen ist dies oftmals ein schmaler Grat zwischen Erfolg und Misserfolg.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Mann teilt eigenes Fahndungsfoto auf Facebook und wird verhaftet derstandard.at Abgerufen am 13.03.2014
  2. Woman shares home birth story on twitter and facebook essentialbaby.com Abgerufen am 13.04.2014
  3. Internet Wahlkampf: die Lektionen vom Datenkönig Obama wiwo.de Abgerufen am 13.04.2014

Weblinks[Bearbeiten]