Bitcoin


Bei Bitcoin handelt es sich um eine virtuelle Währung, die privat über ein Peer-to-Peer-Netzwerk überwacht wird und aus einer limitierten Geldmenge besteht. Bitcoins werden mit Hilfe von Data Mining errechnet. Die virtuelle Währung ist unabhängig von staatlicher Geldpolitik und unterliegt nicht den Regulierungen der globalen Finanzmärkte. Bitcoins können heute in vielen Online-Shops zum Bezahlen verwendet werden. An Online-Börsen werden Bitcoins in harte Währung umgetauscht.

Hintergrund[Bearbeiten]

Bitcoins existieren seit dem Jahr 2009. Um den Erfinder ranken sich allerlei Gerüchte. Zugesprochen wird die Erfindung der Bitcoins meist einem Mann namens Satoshi Nakamoto.[1] Doch es wird vielfach davon ausgegangen, dass die virtuelle Währung von einer ganzen Entwicklergruppe etabliert wurde.

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Verfahren[Bearbeiten]

Bitcoins werden nicht wie echtes Geld gedruckt, sondern in komplizierten Rechenverfahren mit Hilfe von verschlüsselten Algorithmen hergestellt. Voraussetzung für die Transaktionen von Bitcoins sind die Wallets, die elektronischen Geldbörsen. Diese wiederum bestehen aus einem sogenannten Schlüsselpaar, das wiederum verschlüsselt und von einer speziellen Software als Zeichenfolge aus Groß- und Kleinbuchstaben sowie Zahlen erstellt wird. Ein privater Schlüssel dient dazu, Transaktionen zu signieren, der öffentliche Schlüssel ist ähnlich wie eine Mail-Adresse. Dorthin können andere User Bitcoins transferieren.

Das gesamte Verfahren basiert ähnlich wie Datei-Tauschbörsen auf einem P2P-Protokoll. Somit werden Bitcoins nicht über einen zentralen Server verwaltet. Wird eine Zahlung mit Bitcoins ausgeführt, werden alle weiteren Teilnehmer darüber informiert. Auf diese Weise wird verhindert, dass Zahlungen mit einem Bitcoin doppelt vorgenommen werden.

Glossar[Bearbeiten]

Rund um die Verwendung von Bitcoins haben sich neue Bezeichnungen etabliert, die hier in Kürze vorgestellt werden:

  • Blockchain: Hierbei handelt es sich um den gespeicherten Code eines Bitcoins sowie die damit ausgeführten Transaktionen. Auf diese Weise wird sichergestellt, dass ein Bitcoin nicht doppelt verwendet wird.
  • Börsen: An diesen Handelsplätzen können Bitcoins in reale Währungen getauscht werden. Weltweit werden Bitcoins an 93 Börsen gehandelt.[2]
  • Wallet: Das ist eine virtuelle Geldbörse, die zum Austausch von Bitcoins dient.
  • Mining: Damit wird die Methode bezeichnet, wie Bitcoins errechnet werden.

Vorteile[Bearbeiten]

Bitcoins bilden eine feste Währungsmenge, die nicht ohne weiteres erhöht werden kann. Aus diesem Grund unterliegen Bitcoins keiner Inflation. Wer mit Bitcoins im Web bezahlt, kann diese Zahlungen z.B. im Gegensatz zum Bezahlen mit Kreditkarte nahezu anonym und unkontrolliert durchführen.

Darüber hinaus unterliegen Bitcoins keiner weiteren Instanz wie Regulierungsbehörden oder Banken. Somit fallen Zwischengeschäfte weg und der Geldaustausch findet direkt zwischen den an einem Zahlungsvorgang beteiligten Personen statt.

Kritik[Bearbeiten]

Die Kryptowährung steht häufig bei staatlichen Institutionen im Verdacht, für Geldwäsche oder Schwarzgeld sowie Geldtransaktionen mit unseriöser Herkunft genutzt zu werden. Denn die Zahlungen finden nahezu außerhalb von staatlicher Kontrolle statt. Somit laufen Geschäfte mit Bitcoins abseits von Finanzamt & Co. In den USA ist das FBI immer wieder auf den Spuren von Bitcoin-Transaktionen aus dem kriminellen Millieu.[3]

Nutzen für Online-Marketing[Bearbeiten]

Die Verwendung von rein digitalen Zahlmethoden ist keine neue Idee. So ist z.B. auch das Cashback-Verfahren oder die Meilen-Programme der Airlines im Prinzip auch eine virtuelle Bezahlmethode. Doch Bitcoins sind kein Produkt zur Kundenbindung, sondern es handelt sich um eine Währung, deren Kurs fällt oder steigt. Doch aufgrund der steigenden Beliebtheit und der Sicherheit beim Bezahlen, setzen immer mehr User auch auf Bitcoins.

Große Versandhändler sowie NGOs bieten ihren Kunden bereits an, mit Bitcoins zu bezahlen oder Bitcoins zu spenden. Aufgrund des starken Kursanstiegs kann es möglich sein, dass die Profite für Firmen und Organisationen weitaus höher sind als bei echter Währung, wenn sie nämlich ihrer eingenommenen Bitcoins wieder verkaufen.

Zukünftig ist denkbar, dass im E-Commerce ein Großteil der Geschäfte mit virtueller Währung abgewickelt wird. Allerdings ist noch fraglich, wie diese Einnahmen steuerrechtlich zu beurteilen sind und ob Staaten diese Währung anerkennen.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Phantomsuche um Bitcoin-Erfinder Satoshi Nakamoto manager-magazin.de Abgerufen am 20.03.2014
  2. Auflistung mit weltweiten Bitcoin-Börsen howtobuybitcoins.info Abgerufen am 20.03.2014
  3. US Secret Service rumbles into action against bitcoin facilitators wired.com Abgerufen am 20.03.2014

Weblinks[Bearbeiten]