Blacklist


Auf einer Blacklist (schwarze Liste) werden verschiedene Dinge aufgelistet, die gegen Regeln verstoßen oder aus anderen Gründen benachteiligt werden sollen. Im SEO ist die Blacklist von Suchmaschinen interessant. Auf ihr sind Webseiten vermerkt, die z.B. gegen Jugendschutz verstoßen. Einträge auf einer Blacklist können auch dazu dienen, gezielt Informationen zurück zu halten. Länder wie zum Beispiel China sperren bestimmte Internetseiten, um das eigene Regime zu schützen. Mit dieser Blacklist wird unter anderem Meinungsfreiheit eingeschränkt.

Blacklist bei Webseiten[Bearbeiten]

Die Suchmaschine Google besitzt eine eigene Blacklist mit Webseiten bzw. IP Adressen. Wer auf dieser Liste erscheint, hat aus Google-Sicht schwerwiegendes Spamming betrieben oder gegen bestehende Rechte verstoßen. Entsprechende Seiten werden aus dem Datenbestand der Suchmaschine gelöscht und sind somit nicht mehr über die Suchfunktion auffindbar. Es gibt auch länderspezifische Filter, die auf alle gesammelten Daten über Webseiten angewendet werden. So können je nach Landesrecht Seiten auf die Blacklist gesetzt werden, die mit ihren Inhalten gegen spezielle Rechte verstoßen - z.B. Jugendschutzgesetz.

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Eintragung in die Blacklist[Bearbeiten]

Google handelt proaktiv, wenn es um den Schutz der User geht. Das bedeutet, dass Webseiten vorsorglich aus dem Index entfernt werden und keine Meldung von Seiten der User notwendig ist. Das Web wird automatisch nach verdächtigen Aktivitäten gescannt. Findet Google z.B. Malware auf einer Seite, so wird der Besucher gewarnt, mit Meldungen wie “This site may harm your computer”. In einigen Fällen benachrichtigt Google den Betreiber über die Google Search Console und gibt Auskunft über die Codestellen, die vom System entdeckt wurden. Hat der Betreiber keinen entsprechenden Account, so versucht Google ihn per E-Mail zu erreichen, z.B. über admin@seitenname oder webmaster@seitenname.

Irrtümliche Blacklist-Einträge[Bearbeiten]

Ob die eigene Domain auf der Blacklist von Google steht kann über verschiedene Webseiten getestet werden.[1] Steht man fälschlicherweise darauf, kann man einen Reinclusion Request stellen, also eine Anfrage an Google zur Wideraufnahme in den Index. Dafür muss aber der entsprechende Content entfernt werden, aufgrund dessen die Sperre eingetreten ist.

Kritik der Google Blacklist[Bearbeiten]

Trotz der sicherlich guten Absicht von Google die Internetnutzer zu schützen, gibt es dennoch einen Aspekt den man kritisch betrachten kann: Die Frage ist, ob und warum Google selbst entscheiden kann, welche Seiten gesperrt werden. Google kann die Filter selber einstellen und theoretisch auch Konkurrenten und beliebige andere Seiten auf die Blacklist setzen. Diese werden dann nicht mehr über die größte Suchmaschine auffindbar, was einen enormen Schaden zur Folge hat. Somit hat Google eine gewisse Macht und es stellt sich die Frage, ob diese nicht früher oder später missbraucht wird. Solange eine Seite keinen potentiellen Schaden für den Nutzer darstellt, muss sie auch frei verfügbar sein.[2]

Weitere Blacklists[Bearbeiten]

Im Content des Internets gibt es noch andere Blacklists, zum Beispiel:

  • Eine E-Mail Blacklist ist eine gängige Methode, um E-Mail Spam zu reduzieren. Steht eine Mail-Server IP-Adresse auf dieser Liste, dann muss damit gerechnet werden, dass (einige) Mails nicht ankommen, die von der Adresse verschickt wurden. Es gibt Webseiten, auf denen ein Überprüfen der eigenen Server-Adresse möglich ist.[3]
  • Die Sperrung von Webseiten zum Schutz des Regimes wird zum Beispiel in China praktiziert. Es werden nicht nur Seiten mit freizügigen Inhalten blockiert, sondern unter anderem auch regimekritische Seiten. Damit wird die Rede- und Meinungsfreiheit eingeschränkt. Einige Berichte reden davon, dass es sich fast schon um eine Whitelist handelt, also eine Liste, auf der nur die zulässigen Webseiten stehen.[4] Der Zweck des Internets, jedem frei zugängliche Informationen zu bieten, wäre damit nicht mehr gegeben.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Google Blacklist Checker dennisnafisi.com. Abgerufen am 19. Mai 2014
  2. When did Google become the Internet Police? pcmag.com. Abgerufen am 19. Mai 2014
  3. Blacklist Check mxtoolbox.com. Abgerufen am 19. Mai 2014
  4. China closes down the internet forbes.com. Abgerufen am 19. Mai 2014

Weblinks[Bearbeiten]