Ad Impression

Die Bezeichnung Ad Impression (engl. Ad = Kurzform für Advertisment) oder Ad View bezeichnet die Anzahl von Werbeeinblendungen auf einer Webseite. Bei einem Seitenaufruf können mehrere Ad Impressions erfolgen. Somit sind Ad Impressions nicht mit Page Impressions, sie können aber gemeinsam in gleicher Zahl auftreten. Gezählt werden Ad Impressions von einem Ad Server.

Allgemeine Informationen zum Thema

Wenn Werbemittel online eingesetzt werden, ist es für Werbekunden nicht nur wichtig, wie viel Traffic die Zielseite des Publishers hat, sondern auch, wie häufig die jeweilige Werbung für Nutzer sichtbar ist. So kann es vorkommen, dass eine Seite zwar viele Besucher aufweist, ein Werbemittel jedoch kaum angezeigt wird. Mit Hilfe von Ad Impressions können Marketer ermitteln, wie häufig eine Werbung sichtbar gewesen ist. Zugleich bieten die gemessenen Ad Impressions die Möglichkeit, Bannerwerbung oder andere Display-Werbung abzurechnen.

Abrechnungsmethoden

Online-Werbung mit Bannern oder Bildern wird in der Regel über den TKP oder CPM abgerechnet. Dabei bezahlen die Werbetreibenden eine festgelegte Summe für 1.000 Werbeeinblendungen auf einem ausgewählten Medium.

Möglich ist jedoch auch eine Abrechnung ohne Volumenbegrenzung allein auf der Basis von Conversions, die durch Klicks auf das angezeigte Werbemittel erzielt wurden.

Ad Impressions vs. Page Impressions

Ad Impressions sind nicht mit Page Impressions gleichzusetzen. Wenn immer nur das gleiche Werbemttel auf einer Webseite angezeigt wird, können zwar die Seitenaufrufe mit den Aufrufen des Werbeblocks gleichgesetzt werden. Wechseln die Werbeeinblendungen jedoch, können durch eine Page Impression gleich mehrere Ad Impressions entstehen. Möglich ist jedoch auch, dass eine Seite aufgerufen wird und keine Ad Impression erfolgt. Das ist zum Beispiel dann der Fall, wenn die Werbeplätze im Auktionsverfahren verteilt werden und ein Anzeigenkunde sein Gebot zu niedrig gehalten hat, um auf einem begehrten Anzeigenplatz zu erscheinen.

Kritik

Die Abrechnung über Ad Impressions kann durch Klickbetrug oder andere betrügerische Maßnahmen manipuliert werden. Wenn zum Beispiel Werbeplätze gezielt häufig angeklickt werden, steigen damit die Ad Impressions und zugleich die Einnahmen für die jeweiligen Anbieter.

Erst 2017 ist die Financial Times gegen Domain Spoofing vorgegangen.[1] Im konkreten Fall ging es darum, dass Betrüger sich mit gefakten Web-Adressen, die der Financial Times ähnlich waren, in den automatischen Bieterprozess eingeklinkt hatten, der mit Programmatic Advertising erfolgt. So wurden scheinbar Ad Impressions auf vermeintlichen Financial-Times-Webseiten erzielt, die es überhaupt nicht gab.

Bedeutung für das Online Marketing

Mit Hilfe von Ad Impressions können Werbemaßnahme im Internet nachvollzogen und relativ fair abgerechnet werden. In der Regel dient die Zahl der Ad Impressions zur Einschätzung, wie hoch die Reichweite von Werbekampagnen gewesen ist. Tatsächlich handelt es sich dabei um die Bruttoreichweite, da niemand weiß, ob der Nutzer die Anzeige tatsächlich wahrgenommen hat. Erst durch einen Klick auf das Werbemedium interagiert der Nutzer damit und zeigt zumindest in einem weiteren Schritt Interesse daran.

Einzelnachweise

  1. Domain Spoofing - Financial Times geht gegen massiven Klickbetrug bei Video-Programmatic-Anzeigen vor meedia.de Abgerufen am 02.11.2017

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