Feasibility Study


Eine Feasibility Study (deutsch: Machbarkeitsstudie, auch: Projektstudie) stellt die Vorab-Überprüfung von geplanten Projekten dar, um deren Machbarkeit auf der Grundlage bestehender Risiken einzuschätzen.

Aufbau einer Feasibility Study[Bearbeiten]

Im Rahmen einer Machbarkeitsprüfung überprüft man, ob ein Projekt oder eine Geschäftsidee überhaupt durchführbar ist. Ein wichtiger Punkt ist dabei vor allem die wirtschaftliche Machbarkeit. Es wird also geprüft, ob eine sichere Finanzierung aufgebaut werden kann, ob ausreichend Eigenmittel vorhanden sind und inwiefern Kostenrisiken das Projekt in der Zukunft ins Wanken bringen könnten. Weitere Leitfragen, die bei der Feasibility Study eine Rolle spielen, sind:

  • Gibt es rechtliche Gegebenheiten, die sich zum Problem entwickeln könnten?
  • Reicht die zur Verfügung stehende Zeitspanne für die Umsetzung aus?
  • Können rechtzeitig ausreichend Personal, Maschinen, Material und zeitliche Ressourcen zur Verfügung gestellt werden?
  • Bei technischen Projekten: Ist der Plan technisch überhaupt machbar?
  • Ist das Projekt in organisatorischer Hinsicht umsetzbar?

Oft wird eine Machbarkeitsstudie für mehrere Projekte oder geschäftliche Optionen durchgeführt. So wird das Projekt herausgefiltert, das am erfolgversprechendsten ist und deshalb verfolgt werden sollte. Häufig wird zugleich mit der Feasibility Study eine Risikoanalyse durchgeführt.

Ergebnisse der Machbarkeitsstudie[Bearbeiten]

Im Rahmen der Machbarkeitsstudie werden die verschiedenen möglichen Projekte oder Lösungswege analysiert und anhand ihrer Durchführbarkeit bewertet. Für jedes Projekt werden sowohl die Chancen als auch die Risiken festgehalten. Auf dieser Basis kann für jedes Projekt eine Empfehlung abgegeben werden. Stellt sich heraus, dass ein Projekt durchführbar ist, so kann im Anschluss mit der detaillierteren Planung begonnen werden. Wird es jedoch als nicht durchführbar eingestuft, muss es nach der Feasibility Study entweder fallengelassen oder grundsätzlich überarbeitet werden.

Nutzen der Feasibility Study[Bearbeiten]

Eine Feasibility Study wird durchgeführt, um das Projekt zu finden, das für das Unternehmen die optimale Lösung darstellt. Zugleich sollen mögliche Risiken aufgedeckt werden, um im Projektverlauf rechtzeitig darauf reagieren zu können. Zudem verhindert eine Machbarkeitsstudie, dass Fehlinvestitionen aufgrund unvorhergesehener Risiken getätigt werden.

Vor- und Nachteile einer Feasibility Study[Bearbeiten]

Eine Feasibility Study bringt eine Vielzahl von Vorteilen mit sich:

  • strukturierte Herangehensweise an neue Projekte
  • Finden von alternativen Lösungswegen
  • Verringerung der Anzahl an möglichen Projekten
  • Identifizieren von Gründen, die gegen ein Projekt sprechen
  • Erarbeitung einer Grundlage für die später zu treffende Entscheidung
  • Basis für die Entscheidung etwaiger Investoren für eine Investition in das Projekt

Häufig werden gegen die Anfertigung einer Feasibility Study Einwände wie Zeitmangel, hohe Kosten oder bereits durchgeführte Analysen ins Feld geführt. Allerdings sollte eine Machbarkeitsstudie stets aktuell und auf das jeweilige Projekt bezogen durchgeführt werden. Vor einigen Jahren angefertigte Analysen sind heute aufgrund geänderter Rahmenbedingungen oft nicht mehr korrekt.

Bedeutung für das Online Marketing[Bearbeiten]

Auch im Online Marketing werden Feasibility Studies eingesetzt, um herauszufinden, welche Projekte verfolgt werden soll. Denkt ein Unternehmer beispielsweise über den Erwerb mehrerer teurer URLs nach, kann er im Rahmen einer Machbarkeitsstudie analysieren, wie sich der Wert der URLs entwickeln könnte oder wie er diese monetarisieren könnte. Aber auch im E-Commerce spielen die Projektstudien eine Rolle, beispielsweise wenn über verschiedene mögliche Änderungen an einem bestehenden Onlineshop sowie deren Auswirkungen für den Endbenutzer und damit auf die Usability entschieden werden muss.

Weblinks[Bearbeiten]