Google Books


Google Books ist eine Suchmaschine des Unternehmens Google Inc., die eine Volltextsuche in Millionen Büchern in unterschiedlichsten Sprachen ermöglicht. Bereits 2004 begann das Unternehmen mit der Digitalisierung von urheberrechtsfreien und urheberrechtlich geschützten Büchern.

Digitalisierung[Bearbeiten]

Google Books digitalisiert gedruckte Bücher, indem sie einscannt werden. Anschließend werden sie mithilfe von OCR-Software für die Volltextsuche verfügbar gemacht. Teilweise werden Google durch kooperierende Verlage auch ganze PDF-Dokumente für Google Books zur Verfügung gestellt, die entweder direkt verwendet werden können oder ebenfalls mittels OCR bearbeitet werden.

Von der Digitalisierung profitiert der Nutzer häufig nur teilweise. Nicht registrierte Nutzer können nur wenige Seiten kostenlos ansehen. Wer sich in seinen Google Account einloggt, erhält eine größere Auswahl an Seiten. Alles kann aber auch der einloggte User nicht sehen. Zudem ist die Nutzung auf ein bestimmtes Tageskontingent beschränkt.[1]

Datenbestand in Google Books[Bearbeiten]

Seit dem Live-Go von Google Books im Oktober 2004 hat sich der Datenbestand kontinuierlich vergrößert. Google Inc. hat es sich zum Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2015 mindestens 15 Millionen Bücher digital zur Verfügung zu stellen.[2] Folgende Bibliotheken kooperieren für die Digitalisierung von Büchern mit Google:

  • Bibliothek der University of Michigan
  • US-Universitätsbibliotheken der Harvard University und Stanford University
  • New York Public Library
  • Bodleian Library der Osfort University
  • Bibliotheken der Universitäten von Virgina, Wisconsin-Madison, Princeton, California und Texas at Austin
  • Nationalbibliothek von Katalonien (Barcelona)
  • Bibliothek der Universidad Complutense Madrid
  • Bayerische Staatsbibliothek (München)
  • Bibliothèque Municipale de Lyon
  • Österreichische Nationalbibliothek

Google Books als App[Bearbeiten]

Für mobile Android- und Apple-Endgeräte steht Google Books in den jeweiligen App-Stores als kostenloser Download zur Verfügung. Über die Anwendung kann der Nutzer Millionen von Büchern durchstöbern, kaufen und lesen. Mehr als 3 Millionen kostenfreie Bücher sowie mehrere hunderttausend Kaufangebote stehen zur Verfügung.[3]

Rechtliche Problematik[Bearbeiten]

Nur zum Teil stammen die Publikationen in Google Books aus Kooperationen mit Bibliotheken und Verlagen. Weite Teile des Datenbestands wurden und werden auch gegen den ausdrücklichen Willen der betroffenen Verlage und Autoren und entgegen des jeweiligen, bestehenden Urheberrechtsschutzes digitalisiert. Deshalb kam es in der Vergangenheit zu heftigen Kontroversen, in deren Verlauf es mehrere Klagen gegen Google Inc. gab. Zu großer Bekanntheit hat es der Vergleichsvorschlag mit dem Titel "Google Book Settlement" geschafft, mit dem Google sich mit den Betroffenen einigen wollte. Der Vergleich sah eine finanzielle Entschädigung für betroffene Autoren und Verlage vor, deren Bücher über Google Books monetarisiert würden. Wer sich aus dem Vergleichsvorschlag nicht von sich aus austrug, war automatisch davon erfasst.[4]

Im November 2013 erging die Entscheidung eines US-Gerichts, nach dem Google Books rechtlich zulässig sei, da es der Allgemeinheit diene und alle davon profitieren würden.[5] Deutsche Autoren sind hiervon allerdings nicht betroffen: Bereits 2009 lenkte Google ein und machte hinsichtlich des in Europa geltenden Urheberrechts Zugeständnisse.[6] Der folgende Beitrag des Fernsehsenders 3sat berichtet ausführlich über die rechtliche Problematik rund um Google Books: "Google Books: Die digitalen Bücher und das Urheberrecht".

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Thema Bücher: Download noch in den Kinderschuhen. Wallstreet-Online.de. Abgerufen am 19. Dezember 2013.
  2. Richter setzt Streitparteien unter Druck. Zeit.de. Abgerufen am 19. Dezember 2013.
  3. iOs-App für Google Books. Apple iTunes. Abgerufen am 19. Dezember 2013.
  4. Google Books Settlement: Amerikanische Justiz prüft Googles Vergleich. FAZ.net. Abgerufen am 19. Dezember 2013.
  5. Google Books nach acht Jahren vor Gericht für legal erklärt. heise.de. Abgerufen am 19. Dezember 2013.
  6. Google macht Zugeständnisse. DW.de. Abgerufen am 19. Dezember 2013.

Weblinks[Bearbeiten]