Unsubscribe Rate

Die Unsubscribe Rate meint das Verhältnis von Personen, die innerhalb eines bestimmten Zeitraumes ihren Newsletter abbestellt haben. Ins Deutsche übersetzt bedeutet Unsubscribe Rate Abwanderungsrate. Ein darüber hinaus verwendeter Begriff lautet Churn Rate.

Allgemeine Informationen zum Thema

Die Unsubscribe Rate ist von Bedeutung, weil sich an ihr die Kundenzufriedenheit ablesen lässt. Sie sollte nicht höher sein als 1 bis 2 Prozent. Allerdings muss dieser Wert in Relation zum Zeitpunkt des Abbestellens gesetzt werden. Direkt nach dem Versenden des Newsletters ist die Unsubscribe Rate in der Regel etwas höher, weil jeder Newsletter die Möglichkeit enthält, diesen wieder abzubestellen. Dass jemand aus eigenem Antrieb den letzten Newsletter aufruft, um ihn abzubestellen, kommt eher selten vor. Neben der Abmeldung vom Newsletter besteht die Möglichkeit, dass die Leser diesen als SPAM einstufen. Ist das der Fall, kann das von der Unsubscribe Rate nicht erfasst werden. Eine vollständige Aussagekraft hat die Unsubscribe Rate also nicht, sie gibt aber dennoch wertvolle Hinweise aus das Leserverhalten.

Gründe für die Newsletter Abmeldung

Wer einen Newsletter abbestellt, hat dafür einen Grund, der für den Versender des Newsletters wichtig ist. Deshalb bauen viele Anbieter in den Abmeldelink die Fragestellung mit ein, wo die Gründe für das Abbestellen liegen. In deren Tendenz ähneln sich die Gründe für die Abmeldung. So kann es sein, dass die Versandfrequenz zu hoch ist. Beim Newsletter ist weniger mehr, Leser fühlen sich leicht gestört oder belästigt, wenn sie häufige Newsletter bekommen. Statt der Abmeldung greifen diese Leser auch gern zu der Option, den Newsletter als SPAM zu markieren, was die Auswertung erschwert. Oder sie melden sich nicht ab, sondern verschieben jede eingehende Mail einfach in den Papierkorb, was mit der Unsubscribe Rate ebenfalls nicht erfasst werden kann.

Ein weiterer Grund für den Abschied von Lesern sind die Inhalte des Newsletters. Bieten diese keinen erkennbaren Mehrwert oder sind schlecht formuliert, wächst die Gefahr des Abwanderns deutlich. Nicht zielführend sind darüber hinaus wechselnde Redakteure oder eine zu große Anzahl unterschiedlicher Schreiber mit verschiedenen Stilen und schwankender Qualität. Newsletter sollten zudem nicht zu lang sein. Kurze, griffige und prägnante Aussagen und Informationen passen besser zum Newsletter als lange, ausufernde Texte, die die Konzentration der Leser strapazieren.

Die gewünschte Abmelderate von 1 bis 2 Prozent kann schnell übertroffen werden, wenn die E-Mail-Adressen automatisch generiert werden. Da die Gefahr besteht, zahlreiche Personen zu erreichen, die nicht zur Zielgruppe gehören, ist die Tendenz groß, dass der Abmeldelink mehrfach angeklickt wird. Sinnvoller und auch rechtlich sicherer ist das Anmelden zum Newsletter durch das Double Opt-in-Verfahren. So ist sichergestellt, dass ein grundsätzliches Interesse am Unternehmen und dessen Informationen vorhanden ist.[1].

Maßnahmen zur Optimierung der Unsubscribe Rate

Je besser ein Newsletter auf dessen Leser zugeschnitten ist, desto weniger Abmeldungen muss man befürchten. So ist es ratsam, im Falle des internationalen Versandes einen externen Anbieter zu wählen, der sich beim Verschicken der Mails den entsprechenden Zeitzonen und Wochentagen anpasst. Newsletter freitags nach Arabien zu verschicken, ist beispielsweise wenig erfolgversprechend, da der Freitag in diesem Land dem unsrigen Sonntag gleicht. Dadurch sinkt die Wahrscheinlichkeit, dass der Newsletter geöffnet wird.

Nach wie vor wenig verwendet ist die personalisierte Form des Newsletters. Mit einer persönlichen Ansprache erhöht sich die Chance, dass die Mail geöffnet wird, um ein Vielfaches, die Unsubscribe Rate kann verbessert werden. Und auch wenn Gewinnspiele oder ähnliche Features eingesetzt werden, sollten diese personalisierte Funktionen beinhalten.

Suboptimal sind Newsletter, die keine Antwort des Empfängers erlauben. Vielmehr sollte eine eindeutige Mailadresse verwendet werden, die die Möglichkeit des Antwortens bietet. Findet der Leser im Newsletter Informationen, die Fragen hervorrufen, sollte er dies auf direktem Wege tun können und nicht erst über Umwege, die Aktivitäten seinerseits womöglich unterbinden.

Wenn HTML Templates als E-Mail versendet werden sollen, ist es ratsam, zusätzlich reine Text-Versionen mitzusenden, weil nicht immer HTML-Mails korrekt angezeigt werden.

Tipp zur Verbesserung der Unsubscribe Rate

Ob ein Newsletter erfolgreich ist, hängt von kleinen Dingen ab. So entscheiden viele Leser aufgrund der Betreffzeile, ob sie die Mail öffnen oder nicht. Diese sollte außerdem nicht zu lang sein, bis zu 10 Zeichen ist ein guter, wenn auch nicht immer erzielbarer Wert. Auch ein Social Media-Button wirkt sich positiv auf das Leserverhalten aus, und in jedem Fall sollte der Newsletter auch auf mobilen Geräten und mit unterschiedlichen Browsern problemlos zu öffnen sein[2].

Bedeutung für das Online-Marketing

Für alle, die in größerem Stil Newsletter versenden, ist die Unsubscribe Rate wichtig. Sie hilft, die Akzeptanz oder Ablehnung der Leser zu ermitteln, auch wenn bei der Suche nach den Ursachen weitere Werkzeuge genutzt werden sollten. Der regelmäßige Blick auf die Unsubscribe Rate hilft, die eigene Strategie immer wieder neu zu überprüfen und auf Optimierungsbedarf hin zu untersuchen. Wird eine bestimmte Größe des Mailversandes erreicht, ist es sinnvoll, sich einen externen Anbieter zu suchen, der sich auf Newsletter spezialisiert hat.

Einzelnachweise

  1. Glossar Churn Rate sitepackage.de Abgerufen am 03.08.2017
  2. Email Marketing - nützliche Tipps und Tools internettrends.de. Abgerufen am 03.08.2017

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