eBay

Der Online-Marktplatz eBay gilt als Pionier in seinem Bereich und wurde 1995 in den USA von Pierre Omidyar gegründet. Der Fokus liegt auf Verkäufern und Käufern, die sich jederzeit miteinander verbinden können. In Deutschland startete eBay im Jahr 1999 durch die Übernahme der Internet-Auktionsplattform Alando.

Ursprünglich lag der Schwerpunkt auf dem privaten Handel von gebrauchten Gegenständen. Heute jedoch ist der Online-Marktplatz nicht mehr als Auktionshaus zu betrachten. Den Großteil der Artikel macht Neuware aus, die zu festen Preisen angeboten werden. Die Kombination aus gebrauchten Artikeln sowie Neuware brachte eBay den Erfolg.

Mit dem neuen Logo der Marke eBay, das 2012 vorgestellt wurde, lässt das Unternehmen die Geschichte eBay´s mit einfließen und möchte gleichzeitig auf die dynamische Zukunft verweisen. Die Kernelemente, wie die Farbe des alten Logos, wurden beibehalten. Die sich gegenseitig berührenden Buchstaben spiegeln die eng vernetzte und wachsende Community wider.

Weltweit besitzt eBay 112 Millionen Mitglieder, die den Online-Marktplatz regelmäßig nutzen und jährlich Waren im Wert von 75 Milliarden US-Dollar kaufen und verkaufen. In Deutschland hat das Unternehmen 18 Millionen aktive Nutzer. Desweiteren befinden sich 50 Millionen Produkte zu jeder Zeit auf dem deutschen eBay-Marktplatz, die von 5,4 Millionen privaten Verkäufern, 175.000 gewerblichen Anbietern und mehr als 100 Markenherstellern bereitgestellt werden. Das Unternehmen befindet sich auch weiterhin im Aufschwung. Im Bereich des Mobile Commerce ist das Unternehmen heute führend. Die mobile Anwendung wurde bereits 100 Millionen Mal heruntergeladen und ermöglicht das Kaufen sowie das Verkaufen, überall, zu jeder Zeit.

Der Gründer Pierre Omidyar[Bearbeiten]

Der Programmierer Pierre Omidyar, Sohn eines iranischen Chirurgen, wurde in Paris geboren und ist in Maryland aufgewachsen. Im Alter von 28 Jahren hat er an einem langen Wochenende 1995 das eBay-Prinzip erfunden. Damals lebte er in San Francisco und programmierte bereits für Apple und diverse andere Unternehmen. Am ersten September Wochenende 1995 programmierte er die Basissoftware für die Auktionsseite. Am Montag, dem vierten September ging “AuctionWeb” im Internet online, was die Basis für eBay schuf. Die Plattform wurde zunächst auf der hauseigenen Webseite seiner Firma “Echo Bay Technology Group” veröffentlicht.

Sechs Monate nach dem Start-Up nahm Omidyar über die Verkaufsprovision genug ein, um seine Serverkosten begleichen zu können. Bereits nach neun Monaten verdiente er dadurch mehr als mit seinem Programmiererjob. Zu diesem Zeitpunkt gab es auf eBay etwa 800.000 Auktionen gleichzeitig. Im August 1996 gab er seinen Platz als Vorstandsvorsitzender auf. Im Jahr 1997 beendete er sein Amt als Finanzvorstand und im Februar 1998 übertrug er Meg Whitman die Geschäftsführung. Im September 1998 brachte sie eBay an die Börse und Omidyar wurde zum Milliardär. Heute managt Omidyar eine gemeinnützige Firma, die den Namen “Omidyar Network” trägt. Das Unternehmen investiert in Mikrokredite, Medizin, Open Source und Social Software.

Drei Schritte zum Erfolg[Bearbeiten]

Der Erfolg von Omidyar ist auf drei Tatsachen zurückzuführen:

1. Durch die geringen Transaktionskosten, der großen potenziellen Zielgruppe, einer guten Durchsuchbarkeit, dem unbeschränkten Angebotsplatz und der einfachen Bedienung, erweist sich das Internet als der ideale Marktplatz für gängige Produkte und für Nischenprodukte.

2. Pierre Omidyar schaffte es, den Verwaltungsaufwand auf ein handhabbares, nicht personalintensives Minimum zu reduzieren. Es handelte sich um ein Social Commerce System, das selbstständig weiterlief und Beschwerden und Bewertungen bearbeitete, während er bei der Arbeit war oder seinen Freizeitaktivitäten nachging.

3. Omidyar wählte einen günstigen Zeitpunkt und startete nicht zu früh und nicht zu spät. Zum Zeitpunkt des Start-Up´s der Auktionsplattform 1996 gab es schon genug aktive Nutzer in den Vereinigten Staaten, um die Plattform effizient zu betreiben. Umso mehr Leute sich registrierten, desto größer wurde das Angebot und die Käuferschaft, was wiederum für höhere Anziehungskraft sorgte.

Bezug zur Suchmaschinenoptimierung[Bearbeiten]

Seit Mitte 2012 werden die Suchergebnisse auf eBay standardmäßig nach dem Kriterium “Beliebteste Artikel” sortiert, und nicht mehr nach der Aktualität der Artikel. Diese Sortierung ist vor allem für Verkäufer von Bedeutung, die über einen längeren Zeitraum die gleichen Artikel zum Festpreis anbieten, wie für eBay-Online-Shop Betreiber. Die Sortierung der Ergebnisse auf eine Suchanfrage ähnelt den Eigenschaften von allgemeinen Suchmaschinen wie Google.

Durch diese Neuerung ist es daher hilfreich, angebotene Artikel auf die “eBay-Suchmaschinenkriterien” hin zu optimieren. eBay selbst gibt hierzu einige Hinweise, welche Kriterien eine Rolle in der Bewertung der “Beliebtheit” spielen, verhält sich aber in Hinsicht auf den genauen Algorithmus verschwiegen, wie auch Google.

Die angegebenen Kriterien sind:

  • die Übereinstimmung des Angebots mit der Suchanfrage des Käufers,
  • das Bewertungsprofil des Verkäufers (besonders die detaillierte Bewertungen),
  • die Attraktivität des Angebots,
  • das Nutzerverhalten des Verkäufers auf der Plattform.

Eine genauere Beschreibung der Hinweise von eBay selbst findest Du auf der folgenden Hilfeseite.

Weblinks[Bearbeiten]