Banderole Ad

Banderole Ads gehören zur Familie der Bannerwerbung. In der Regel werden Banner im Rahmen des normalen Webseite-Layouts integriert und als Header im Content-Bereich, in einer Slidebar oder dem Footer sichtbar. Banderole Ads funktionieren ein wenig anders. Sie legen sich gleich als Transparent über die gesamte Webseite und verdecken sämtlich andere Inhalte. Somit erzeugen sie die maximale Aufmerksamkeit, da sie sich im unmittelbaren Sichtfeld des Nutzers befinden.

Allgemeine Informationen zum Thema[Bearbeiten]

Meist wird die Banderole Ad sieben bis 15 Sekunden auf der Webseite eingeblendet, danach minimiert sie sich von selbst. Alternativ kann auch der Nutzer die Einblendung frühzeitig beenden, indem er auf den Schließen-Button klickt. Wenn sich die Banderole Ad von selbst geschlossen hat, lässt sie sich durch den Nutzer jederzeit wieder aktivieren, faktisch wird sie also lediglich minimiert.

Während der Nutzer scrollt, bewegt sich die Banderole Ad in die vom User benutzte Scrollrichtung mit, sie bleibt also immer im Sichtfeld, was zu einer sehr hohen Aufmerksamkeit führt. Diese Eigenschaft ist allerdings nicht ausschließlich positiv zu bewerten, denn Banderole Ads können leicht als störend empfunden werden, womit der positive Werbeeffekt gefährdet ist[1].

Abgrenzung zu anderen Ads[Bearbeiten]

Während sich die Banderole Ad über die ganze Webseite legt, ist die Layer Ad kleiner aufgebaut, das Funktionsprinzip ist jedoch ähnlich. Eine eher aggressive Art der Werbung bietet die Pushdown Ad, die die gesamte Webseite für einige Sekunden nach unten schiebt und sich somit in den Vordergrund rückt. Danach wird die Ad minimiert und kann vom Nutzer jederzeit wieder geöffnet bzw. aktiviert werden. Die Sidekick Ad schiebt die Webseite nach links und nimmt dann den Platz für sich in Anspruch, bis sie sich selbst minimiert[2].

Alle beschriebenen Formen von Ads lassen sich unter dem Namen Display Ads zusammenfassen. Display Ads werden in In-Page-Ads und In-Stream-Video-Ads gegliedert. Werden beispielsweise Banderole Ads und Layer Ads miteinander kombiniert, spricht man von Tandem Ads. In-Page-Ads setzen sich aus verschiedenen Formen, Größen und Platzierungen zusammen. In-Text-Ads verfügen über einen Hyperlink, der in den Content integriert wird. Sonderformate sind das Interstitial und das Wallpaper, die durch die Großflächigkeit ihres Aufbaus auffallen[3].

Vor- & Nachteile der Banderole Ad[Bearbeiten]

Da der Aufbau der Banderole Ad standardisiert ist, entstehen für die Umsetzung nur überschaubare Kosten. Bei der Realisierung sind keine großen Hürden zu nehmen, so dass der zur Verfügung stehende Betrag ohne zusätzlichen finanziellen Aufwand in den Banderole Ad fließen kann. Die Standardisierung ermöglicht zudem eine gute Vergleichbarkeit, da sich die Werte von Vermarkter und Platzierung leicht in Relation setzen lassen.

Die eben beschriebene Standardisierung der Banderole Ad ist Vorteil und Nachteil zugleich. Denn während auf der einen Seite die Umsetzung ohne Aufwand möglich ist, wirkt gerade die Standardisierung auf viele Nutzer abschreckend. Als Lösung bietet sich die Non-Standard-Ad an, welche jedoch mit höherem Aufwand verbunden und somit kostenintensiver ist[4]. Der wohl größte Nachteil der Banderole Ad und ihrer Verwandten ist die Aufdringlichkeit, die viele Nutzer empfinden, wenn sie dieser Werbeform begegnen. Sie werden in ihren Tätigkeiten gestört, abgelenkt und können nicht selber entscheiden, ob sie sich für das Angebot interessieren. Zwar lässt sich die Banderole Ad durch den User mittels eines Klicks einfach schließen, doch alleine das unvorbereitete Einblenden der Werbung wirkt negativ.

Akzeptanz von Banderole Ads gegenüber anderen Werbeformen[Bearbeiten]

Der Online-Werbevermarkter Tomorrow Focus Media hat innerhalb der Studienreihe „AdEffects“ im Jahr 2011 die Wirkung der damals sieben populärsten Online-Medien untersucht. Dabei kam heraus, dass nicht jede Form der Werbung die gewünschte Aufmerksamkeitsgewinnung oder Steigerung der Bekanntheit erzielte.

Im Vordergrund der Studie standen die Attribute „Markenimage“ und „Werbeerinnerung“. Die Führung übernahm die Video Ad, an die sich 22,7 Prozent der Befragten erinnerten. Der Grund lag in der Tatsache der bewegten Bilder, die – seriös und persönlich ansprechend aufbereitet – eine positive Wirkung erzielen konnten. Der höchste Recognation-Wert konnte beim Billboard erreicht werden, die Banderole Ad fiel dagegen ab. Das lag daran, dass zwar sowohl Billboard als auch Banderole Ad den gesamten Bildschirm einnehmen. Das Billboard ist jedoch im redaktionellen Teil integriert und verdeckt ihn nicht[5].

Bedeutung für das Online-Marketing[Bearbeiten]

Zwar sprechen der geringe Aufwand und die überschaubaren finanziellen Aufwendungen für den Einsatz von Banderole Ads. Die positive Wirkung dieser Werbeform sollte aber mit Skepsis betrachtet werden, da die Akzeptanz bei Nutzern häufig nicht vorhanden ist. Ratsam ist daher der vorsichtige Umgang mit Banderole Ads und die Kombination mit anderen Werbeformen. Zudem sollte man die Werbeform dezent einsetzen, also beispielsweise die Dauer der Einblendung auf ein Minimum reduzieren.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Banderole Ads onlinelupe.de. Abgerufen am 20.026.2017
  2. Banderole Ad Definition mediascale.de. Abgerufen am 20.026.2017
  3. Das Erfolgspotential interaktiver Bewegtbildwerbung im Umfeld des interaktiven Web-TV core.ac.uk.de. Abgerufen am 20.026.2017
  4. Bannerwerbung Trends marketing-boerse.de. Abgerufen am 08.02.2017
  5. Wie Online-Werbung wirkt blog.giffits.de. Abgerufen am 08.02.2017

Weblinks[Bearbeiten]