Footer

Als „Footer“ wird allgemein die Fußzeile eines Dokuments bezeichnet, die vom Haupttext losgelöst wird. Hier finden sich u.a. Hinweise wie Seitentitel oder zur Navigation innerhalb des Dokuments. Bei Websites ist der Footer ebenfalls ein spezieller Bereich, der vom Hauptteil und dem Header abgetrennt ist. Im Footer finden sich üblicherweise Angaben zum Copyright sowie dem Erstellungsjahr der Website. Häufig werden dort auch sogenannte Footer-Links gesetzt, deren Nutzen allerdings umstritten ist.

Hintergrund

Eine Website ist primär in drei große Bereiche eingeteilt, den Header, den Body und den Footer. Während der Head-Bereich üblicherweise mit einer auffälligen Grafik oder auch der Navigation ausgefüllt wird, enthält der Body den Content. Im Footer bleibt in der Regel wenig Platz, sodass dort nur Angaben zum Seitenersteller hinterlegt werden. Im Laufe der Jahre hat es sich auch eingebürgert, dass Webdesigner oder Marketing-Agenturen, welche die betreffende Seite erstellt haben, einen Link zu ihrer eigenen Website im Footer hinterlegen.

Und genau an dieser Stelle begann der Footer, auch für SEOs interessant zu werden. Denn da die Startseite einer Website üblicherweise die stärkste ist und den meisten Link Juice weitergibt, setzten viele Webmaster noch bis zum Ausrollen des Panda Updates viele Backlinks in den Footer, um von einer möglichst großen Linkpower der linkgebenden Seite zu profitieren. Die Folge war, dass viele genuine Linktauschprojekte mit einem hohen PR und Linkpower gesegnet waren, aber nur über dürftige Inhalte verfügten. Lange Zeit galten Footer-Links als die „Geheimwaffe“ für SEOs. Die Reaktion von Google und anderen Suchmaschinen folgte. Die übermäßige Verwendung von Footer-Links („Widely distributed links in the footers or templates of various sites“) wird in den Google Webmaster Guidelines klar als Manipulation der SERP gewertet.[1]

Mögliche Funktionen

Durch den meist begrenzten Platz im Footer-Bereich verfügt dieses Element der Website üblicherweise über wenig Funktionalität. Hinsichtlich der Usability kann der Footer normalerweise auch vernachlässigt werden, weil der User scrollen muss, um ganz unten auf die Website zu gelangen. Andererseits ist der Footer der Platz, um die Seitennavigation von Spidern zu steuern. Beim Crawlen der Website können Bots mit Hilfe von Footer-„Deeplinks“ sofort tief in die Seite einsteigen. Somit verbrauchen sie dadurch weniger Crawl-Ressourcen.

Hier sind mögliche Funktionen des Footers noch einmal aufgelistet:

  • sinnvolle Verteilung der Linkpower über interne Links
  • Angabe des Websitebesitzers
  • Angabe der Jahreszahl, um die Aktualität der Seite zu belegen
  • Hinweise zum Impressum oder AGB

Footer.jpg

Beispiel für den vielfältig genutzten Footer bei zalando.de

Quelle: Zalando.de

Nutzen für die Suchmaschinenoptimierung

Lange Zeit war der Nutzen von Footern für die Suchmaschinenoptimierung klar: Footer-Links verbesserten das Ranking. Inzwischen werden für die externe Verlinkung kaum noch Footer-Links genutzt. Ausnahmen könnten lediglich sein, wenn der Footer-Links nicht seitenweit eingesetzt, sondern nur von der Startseite z.B. als „Credit“ für die Webdesign-Agentur eingefügt wird. Zugleich sollte der Linktext dann auch nur die Brand enthalten und kein reines Keyword verlinken.

Grundsätzlich sollten Webmaster jedoch immer vorsichtig sein, wenn sie extern aus dem Footer verlinken. Für die interne Verlinkung können Footer-Links heute noch verwendet werden, um den Linkjuice der Startseite gezielt auf die Unterseiten zu verteilen. Jeder Webmaster muss sich jedoch im Klaren darüber sein, dass diese Methode zur internen Verlinkung nicht zur Usability beiträgt, sondern lediglich Optimierungsmaßnahmen für Bots sind. Wenn die Crawl-Techniken noch weiter fortgeschritten sind, ist fraglich, ob diese Art der internen Verlinkung noch weiter nötig sein wird.

Einzelnachweise

  1. Link Schemes support.google.com Abgerufen am 21.04.2014

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