Eingehender interner Link

Ein interner, eingehender Link verweist innerhalb einer Website auf eine Unterseite. Dabei transportiert er die Linkkraft einer Seite (den sog. "Linkjuice") von einer Seite zu den Unterseiten weiter. Zugleich vererben interne Links auch PageRank (auch PageRank Flow genannt). Eine Seite erhält diese Linkkraft durch eingehende externe Links. Die stärkste Seite einer Domain mit der meisten Linkkraft ist meistens die Startseite.

Interne Verlinkung

Die interne Verteilung ist vor allem für das Ranking von Longtail-Keywords wichtig, auf die die jeweiligen Unterseiten optimiert sind. Anhand der internen Links erkennen die Suchmaschinen die Struktur einer Webseite und orientieren sich daran. Die interne Verlinkung ist vergleichbar mit dem Anlegen eines Stadtplans. Der Crawler folgt jedem Link wie einer neuen Straße und findet dabei den Gesamtplan der Seite heraus. Durch zusätzliche interne Links lassen sich quasi „Abkürzungen“ für den Bot, aber auch für Besucher erstellen.

Eine Faustregel für die interne Verlinkung: Je mehr (starke) interne Links auf eine Unterseite zeigen, umso besser wird diese für ihre Keywords ranken. Wichtig zu beachten ist jedoch, dass eine stringente interne Verlinkung allein kein Rankingkriterium für Google und andere Suchmaschinen ist. Entscheidend ist zuvor, dass die Websites mit ausreichend starken externen eingehenden Links versorgt wird.

Hierbei lassen sich grundsätzlich zwei Arten interner Links unterscheiden. Einerseits die strukturierte Navigation, die den Linkjuice hierarchisch von oben nach unten transportiert. Andererseits sollte auch eine horizontale Verlinkung zwischen thematisch passenden Beiträgen für thematisch passende, interne Links sorgen.[1]

Bei der internen Verlinkung sollte jedoch darauf geachtet werden, dass die internen Links eine gewisse Zahl nicht übersteigen. Man spricht häufig von maximal 100 internen Links pro Unterseite einer Website. Doch diese Zahl ist relativ und hängt davon ab, wie stark die linkgebende Seite einer Website mit hochwertigen und starken Backlinks versorgt wird.

Nutzen für den User

Eingehende interne Links können nicht nur die Verteilung des Linkjuice steuern, sondern dem User dabei helfen, tiefere Ebenen einer Website zu entdecken bzw. hilfreiche Zusatzinformationen durch das Klicken auf einen internen Link zu erhalten. Demnach haben Webmaster mit Hilfe von eingehenden internen Links die Möglichkeit, den Besucher auf weitere Inhalte oder in Online-Shops auf weitere Produkte zu lenken.

Bedeutung für die Suchmaschinenoptimierung

Mit Hilfe der internen Verlinkung lässt sich das Ranking von Unterseiten zu entsprechenden Keywords steuern. Dabei hängt es aber auch von der Verwendung der jeweiligen Ankertexte ab. Somit ist zu empfehlen, dass intern immer mit dem gleichen Keyword auf die gleiche Zielseite verlinkt wird, um den Linkjuice gezielt für das Pushen einer Unterseite zu verwenden.

Empfehlenswert ist die Regel „ein Keyword bzw. eine Keywordkombination pro Seite“. Doch in manchen Fällen, z.B. bei weniger umkämpften Schlüsselbegriffen, kann eine Unterseite auch zu mehreren „Hauptkeywords“ gut ranken. Mit Hilfe der Metaangaben nofollow oder noindex bzw. noindex, follow können die Suchrobots zusätzlich beim Crawlen der internen Verlinkung angehalten werden, einigen Links nicht zu folgen oder bestimmte Inhalte nicht zu indizieren.

Besitzt eine Seite keine eingehenden Links, handelt es sich um eine verwaiste Seite. Diese sollte für den internen Linkjuice und eine gute Seitenarchitektur bearbeitet werden.[2]

Einzelnachweise

  1. 6 Tipps für eine gute interne Linkstruktur onlinemarketing.de. Abgerufen am 10.12.2014
  2. Die Interne Verlinkung: Ein Wichtiger Baustein Im SEO-Konzept webmarketingblog.at. Abgerufen am 10.12.2014

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