Eingehender externer Link


Eingehende externe Links (auch: Backlinks) verweisen von externen Webseiten auf eine Seite. Ein Beispiel für einen eingehenden externen Link ist eine redaktionelle Erwähnung einer Seite (z.B. empfiehlt ein Nachrichtenmagazin eine Webseite und gibt diese als Quelle an). Links aus Webverzeichnissen, Blogs und Foren werden ebenfalls als eingehende externe Links betrachtet. Referrals von geposteten Content-Links auf Social Networks wie Facebook oder Twitter zählen ebenfalls dazu. Eingehende externe Links sind für Google und andere Suchmaschinen ebenso ein Rankingfaktor wie eingehende interne Links.[1] Der Aufbau eines externen Backlinkprofils zählt als OffPage Optimierung in der Disziplin der Suchmaschinenoptimierung.

Hintergrund[Bearbeiten]

Als die ersten Suchmaschinen für das Internet entwickelt wurden, suchte man lange nach einer Möglichkeit, um die Qualität einer Website zu messen. Als mögliche Quelle zur Qualitätsmessung wurden schnell Backlinks bzw. eingehende externe Links identifiziert. Denn ein solcher Hyperlink ist im Grunde nichts anderes als eine direkte Empfehlung einer Website, eine andere Website zu besuchen, um dort noch weitere Informationen oder ein Kaufangebot zu erhalten.

Wurde zu Beginn dabei vorwiegend auf die Quantität an eingehenden Links gesetzt, arbeiten Suchmaschinen heute viel differenzierter und analysieren vorwiegend die Qualität der Backlinks. Man geht davon aus, dass folgende Faktoren die Qualität eines eingehenden externen Links beeinflussen:[2]

  • Vertrauenswürdigkeit der Verweiswebsite
  • Ankertext
  • Typ der Link gebenden Websites: Social Media, Infoseite, Nachrichtenseite etc.
  • Trust der linkgebenden Seite
  • Anzahl der ausgehenden Links auf der Link gebenden Seite
  • PageRank der Link gebenden Seite
  • die Linkstruktur der verweisenden Website
  • Class-C-Netz der anderen Website
  • IP-Adresse der anderen Website

Linkaufbau[Bearbeiten]

Lange Zeit war Linkaufbau für SEOs eine sehr einfache Aufgabe, denn es kam in erster Linie auf die Quantität der aufgebauten Backlinks an. Heute, nach mehreren einschneidenden Google-Updates, ist diese Aufgabe komplexer geworden, da die Suchalgorithmen schnell erkennen, ob eine Website ein unnatürliches Linkprofil aufweist.[3]

Allgemein kann davon ausgegangen werden, dass ein natürliches Linkwachstum eher unauffällig ist. Doch eine häufiger bevorzugte Vorgehensweise ist die, dass guter Content zwangsläufig zu freiwilliger Verlinkung führt. Der massive Linkaufbau über Webverzeichnisse oder Bookmarkdienste gehört heute eher in den Bereich Black Hat SEO bzw. Spam und wird von seriösen SEO-Agenturen nicht mehr praktiziert.

Bedeutung für die Suchmaschinenoptimierung[Bearbeiten]

Für die Suchmaschinenoptimierung spielen eingehende externe Links eine wichtige Rolle. Der Google Algorithmus basiert u.a. auf der Bewertung der Hyperlinks und deren Gewichtung. Am besten stuft Google dabei externe eingehende Links ein, die nicht mit einem nofollow-Attribut versehen sind. Ein Backlink ohne dieses HTML-Markup teilt dem Crawler mit, dass es sich um einen organischen Link handelt und weist ihn an, diesem Link zu folgen.

2019 hat Google weitere Linkattribute eingeführt, die die Suchmaschine bei der Bewertung eingehender externer Links berücksichtigen wird:[4]

  • rel=“sponsored“
  • und rel=“ugc“.

Einhergehend mit der Einführung der neuen Markups, gab Google gleichzeitig bekannt, dass Link-Attribute lediglich als Hinweis, nicht mehr als Regel interpretiert würden. Ob Google einem verweisenden Link also folgt und in welchem Maße er ihn als qualitativ so hochwertig einstuft, dass er Vorteile für die Backlinkarchitektur einer Website hat, können Seitenbetreiber nicht mehr durch Markups beeinflussen.[5]

Diese KPIs sind wichtige Indikatoren für ein gutes Ranking einer Webseite. Dabei spielt nicht nur die Quantität, sondern vor allem die Qualität eine große Rolle. Google ist weiterhin bemüht, seinen Algorithmus zu verbessern und qualitativ hochwertige eingehende Links von den schlechten zu unterscheiden. So kommt es heute vorwiegend auf Natürlichkeit, Qualität und Trust der Backlinks an. Mit einem entsprechenden Link Checker lassen sich gute und schlechte eingehende externe Links identifizieren.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Interne Verlinkungen – ein unterschätzter Rankingfaktor CCDM. Abgerufen am 16. September 2021
  2. Backlinks prüfen und analysieren: Darauf musst Du bei der Wahl von Links achten, die deiner Website die nötige Ranking-Power verleihen Martin Gonev. Abgerufen am 16. September 2021
  3. Natürliches und nicht natürliches Linkprofil xeit. Abgerufen am 16. September 2021
  4. Google führt neue Link-Attribute ein: Sponsored & UGC Sistrix. Abgerufen am 16. September 2021
  5. Evolving "nofollow" – new ways to identify the nature of links Google Search Central. Abgerufen am 16. September 2021

Weblinks[Bearbeiten]