Fred Update


Bei dem sogenannten “Fred Update” handelt es sich um eine Reihe von Algorithmusanpassungen der Suchmaschine Google, die sich auf die Qualität von Websites beziehen. Die Bezeichnung dieser Updates beruht auf einem Scherz, den sich der Google-Mitarbeiter Gary Illyes erlaubt hat. Das Fred Update hat besonders im März für Dynamik in den SERPs gesorgt.

Hintergrund[Bearbeiten]

Bereits im Jahr 2015 wurden von SEOs weltweit Rankingveränderungen in den Google-SERPs festgestellt, die sich nicht auf das Panda Update beziehen ließen, aber dennoch die Qualität von Websites berücksichtigten. Diese sogenannten „Quality Updates“ wurden auch als „Phantom-Update“ bezeichnet.[1] Erstaunlich war, dass das Phänomen aus 2015 im März 2017 wieder beobachtet wurde. Offensichtlich gab es Änderungen an Googles Algorithmen, die einen noch größeres Ausmaß als das Panda-Update hatten, die jedoch nicht von Google bestätigt oder veröffentlicht wurden.

Der Betreiber von searchengineroundtable.com, Barry Schwartz, hat schließlich Gary Illyes von Google auf Twitter nach einer Bezeichnung für die durchgeführten Updates gefragt. Gary Illyes hat schließlich geantwortet: „sure! From now on every update, unless otherwise stated, shall be called Fred”[2] Seither werden Google Quality Updates als “Fred Updates” bezeichnet. Die Algorithmusanpassungen zielen insbesondere auf Websites ab, welche die Google Webmaster Guidelines verletzen. Die Bezeichnung „Fred“ ist als eine Art Platzhalter zu verstehen.

Merkmale[Bearbeiten]

In einem Interview hat Gary Illyes von Google bestätigt, dass es sich bei “Fred” um eine ganze Reihe von Algorithmusanpassungen handelt. Sie haben grundsätzlich gemeinsam, dass sie sich gegen Websites mit minderwertiger Qualität richten.

Beobachtungen haben ergeben, dass insbesondere Seiten von Fred Updates betroffen waren, die:

  • sehr viel Werbung einblenden.
  • Content zu sehr unterschiedlichen Themen nur aus Rankinggründen produzieren.
  • Thin Content präsentieren.
  • die Nutzerfreundlichkeit deutlich einschränken.
  • Inhalte aggressiv zur Monetarisierung über Affiliate Marketing nutzen.[3]

Bedeutung für Suchmaschinenoptimierung[Bearbeiten]

Die Auswirkungen der Fred Updates waren für manche Websites teilweise größer als nach dem Roll-Out des Panda Updates. So verloren einige Seiten im Ranking teilweise bis zu 100 Positionen.[4] Für Webmaster und SEOs wird dadurch noch deutlicher, dass hochwertige Inhalte sowie die Einhaltung der Google Richtlinien für Webmaster unbedingt erforderlich sind, um nicht von der Suchmaschine abgestraft zu werden.

Indem Google die einzelnen Algorithmusänderungen nicht konkretisiert und nur allgemein auf die Qualität verweist, müssen sich Webseitenbetreiber umso mehr fragen, ob ihre Seiten nutzerfreundlich sind und dem Nutzerbedürfnis entsprechen. Demnach könnte eine Konsequenz aus den Fred Updates sein, dass das Motto „Was gut für Nutzer ist, ist gut für Google“ heute zum uneingeschränkten Credo jeder Suchmaschinenoptimierung werden sollte.

Ein erste Maßnahme, um Penalties durch Fred zu entgehen, sollte es sein, die Webmaster Guidelines von Google[5] zu lesen. Empfehlenswert sind außerdem die Quality Rater Guidelines[6]. Sie geben einen Eindruck dafür, wie Google die Qualität von Websites bewertet.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. The Phantom Returns: A Guide to Google’s Quality Updates searchenginejournal.com Abgerufen am 22.06.2018
  2. Frage von Barry Schwartz an Gary Illyes on Twitter am 9. März 2017 twitter.com Abgerufen am 22.06.2018
  3. What ist Google Fred bluecorona.com Abgerufen am 22.06.2018
  4. Google-Update Fred: Wen die Suchmaschine jetzt abstraft t3n.de Abgerufen am 22.06.2018
  5. Richtlinien für Webmaster support.google.com Abgerufen am 22.06.2018
  6. Search Quality Evaluator Guidelines static.googleusercontent.com Abgerufen am 22.06.2018

Weblinks[Bearbeiten]