Open Usability

Mit dem Begriff “Open Usability” wird ein Projekt bezeichnet, das sich seit 2004 speziell für die Umsetzung von Usability in Open Source-Software einsetzt. Entwickler von quelloffenen Anwendungen können sich an das Projekt wenden, um Unterstützung für die Bereiche Nutzerfreundlichkeit und Interaktion bei der Softwareentwicklung zu erhalten. Eine populäre Anwendung, welche durch Open Usability gefördert wird, ist z.B. die kostenfreie Bildbearbeitungssoftware GIMP.

Hintergrund

Das Projekt „OpenUsability“ ist das Ergebnis einer Idee, die während einer Entwicklerkonferenz für die quelloffene Unix-Arbeitsumgebung KDE im Jahr 2003 entstand. Dabei verglichen einige Teilnehmer die damals aktuelle Version von KDE mit Windows XP. Sie kamen offensichtlich zu dem Schluss, dass die Usability von Open-Source-Projekten und von Software allgemein verbessert werden und es dafür eine Anlaufstelle geben müsse. Das Projekt OpenUsability ist somit entstanden. Ab 2004 konnten sich Entwickler mit ihren Open-Source-Anwendungen dafür registrieren.

Oftmals gelten heute Open-Source-Projekte in der Allgemeinbevölkerung als Computerprogramme für Nerds, die spezielle Kenntnisse voraussetzen. Eventuell mag hinter der Gründung der Initiative auch das Ziel gelegen haben, Open-Source durch eine bessere Usability auch der breiten Nutzerschaft zugänglich zu machen. Projekte wie Mozillas Firefox können als Beispiel verwendet werden, dass Open-Source-Software sehr populär werden kann, vor allem auch deshalb, weil sie sich sehr leicht auch von Anfängern steuern lässt.

Beispiele

Sehr bekannte Beispiele für die Förderung durch das Projekt OpenUsability sind die quelloffene Bildbearbeitungssoftware GIMP, sowie die Arbeitsumgebung KDE für Unix. Darüber hinaus wurde auch das Projekt „OpenPrinting“ entwickelt, das die Druckqualität von Linux-Desktop-PCs verbessern soll. Die Benutzeroberfläche für diese Anwendungen wurde u.a. von Mitgliedern des OpenUsability-Projekts entwickelt.

Das Manifest des Projekts

Die Mitglieder des Projekts OpenUsability haben ein Manifest verabschiedet, dessen Basis der Wille ist, nutzerfreundliche Software zu fördern und den User nicht damit abzuschrecken. Im Wortlaut enthält das Manifest folgende Elemente:

  • an allen Softwareprojekten weltweit sollten User Experience-, Usability- und Interaction-Experten mitarbeiten
  • Projekte sollen nur durch die vorherige Planung und Interaktion mit Experten realisiert werden.
  • Veränderung soll dabei helfen, die Zusammenarbeit erfolgreich werden zu lassen.

[1]

Einzelnachweise

  1. openusability.org openusability.org Abgerufen am 22.06.2014

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