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SEO-Trends 2018: Was bleibt, was kommt und was geht

Das neue Jahr ist noch jung, viele Arbeitnehmer befinden sich noch im Winterurlaub und verdauen die letzte Silvesterparty. Nutzen wir doch diese kleine Verschnaufpause, um einen Blick auf die SEO Trends in 2018 zu werfen.

Suchmaschinen werden immer intelligenter. Google beantwortet nun mehr Anfragen direkt auf den Ergebnisseiten und die Anzahl der sprachaktivierten Suchanfragen nimmt zu. Webseitenbetreiber sind besorgt, dass sich ihre Optimierungsstrategie dadurch drastisch ändern könnte.

Aus diesem Grund haben wir im Folgenden eine Übersicht mit allen wichtigen SEO-Trends 2018 für Dich zusammengestellt.

1. Featured Snippets, Featured Snippets Everywhere

Wer sich heute die organischen Suchtreffer anschaut, wird feststellen, dass diese sehr viel „Konkurrenz“ bekommen haben. Zum einen nehmen bei kommerziellen Suchanfragen AdWords-Anzeigen eine Menge Platz ein. Je nach Art der Suchanfrage sind auch Shopping-Ads mit Bild oder ein Viererblock mit Textanzeigen vor die organischen Suchtreffer geschaltet.

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Abbildung 1: Der sichtbare Bildschirmbereich am Desktop zur Suchanfrage „schwimmbrille“.

Deine weiteren „Mitbewerber“ um die Top-Rankings sind:

In diesem Fall kann eine Suchergebnisseite auch einmal so aussehen:

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Abbildung 2: Google SERPs zum Thema „adidas“ mit Brand Box und anderen Features.

Neben diesen Erweiterungen werden 2018 sicherlich auch die Featured Snippets eine wichtige Rolle spielen. Sie befriedigen das Nutzerbedürfnis nach einfachen Antworten auf eine Frage. Die angezeigten Ausschnitte stammen von Webseiten, die Google als passend für die Beantwortung der Nutzerfrage interpretiert.

Allerdings ist offen, wie Google mit der Vertrauenswürdigkeit der jeweils verwendeten Seiten umgeht. Denn aktuell (Stand Januar 2018) ist Google bei vielen Anfragen schon dazu übergegangen einen Knowledge Graphen für Begriffe zu erstellen. Dabei greift Google auf Daten von Wikipedia zurück.

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Abbildung 3: Featured Snippet in Kombination mit einem Knowledge Graphen aus Wikipedia-Inhalten.

Im anglophonen Raum ist Google noch weiter, wenn es um die Beantwortung von Fragen geht. Dort spielt der Suchmaschinenkonzern seine "People Also Ask-Boxes" aus, die von Nutzern direkt angeklickt werden kann.

Zum Suchbegriff „content syndication“ sieht die "People Also Ask-Box" zum Beispiel so aus:

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Abbildung 4: "People Also Ask-Box" in den SERPs zum Suchbegriff „content syndication“.

Praxis-Tipp:

2018 wird es noch schwerer, in den Top-Positionen der SERPs sichtbar zu sein. Für die Optimierung des Contents wird es daher noch wichtiger sein, welche Ziele Du damit verbindest.

Willst Du vor allem bei Wissensfragen in Featured Snippets mit Deinem Content top-platziert sein, bieten sich Frage-Antwort-Sequenzen auf der Seite an. Ebenso können Tabellen mit strukturierten Informationen für eine Listung oberhalb der organischen Snippets sorgen. Auch wenn der Wettbewerb um die Top-Positionen in den SERP schwerer werden wird, haben in Bezug auf Featured Snippets grundsätzlich auch „kleinere“ Seiten eine gute Chance auf hohe Platzierungen.

Letztlich führt der Weg zu guten Rankings auch hier über inhaltlich einzigartigen, gehaltvollen Content mit Mehrwert für den Nutzer. Du solltest Dich also 2018 vermehrt fragen, was Deine Zielgruppe bei der Websuche wissen möchte oder welchen Bedarf sie mit ihrer Suche decken möchte. Je mehr Du diesen Bedarf mit Deinem Content entsprichst, desto besser sind Deine Rankingchancen.

2. Strukturierte Daten werden wichtiger

Mit der Evolution der SERPs greift Google auf immer mehr Datenmaterial zurück. So ist Google heute auch in der Lage, eigene sinnvolle Meta-Descriptions aus vorhandenem Content zu erstellen. Darüber hinaus verwendet der Suchmaschinenriese strukturierte Daten, um Rich Snippets zu erzeugen. Da der Platz in den organischen Suchtreffern durch eine veränderte Anordnung der Werbeanzeigen geringer geworden ist, solltest Du unbedingt für auffällige Snippets sorgen.

Mit Rich Snippets lässt sich die CTR für Deine Webseite deutlich steigern. Manche Quellen sprechen von einer Steigerung von bis zu 30 Prozent. Damit Rich Snippets überhaupt angezeigt werden können, benötigt Google strukturierte Daten.

Google kann strukturierte Daten auf unterschiedliche Weise in den Snippets ausspielen, beispielsweise in Form von

  • Bewertungssterne

  • Kalorien

  • Öffnungszeiten

  • Eventdaten

Praxis-Tipp:

Zeichne Deine Inhalte bestmöglich mit Markup aus. Hier stehen Dir verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung, zum Beispiel schema.org oder JSON-LD. In diesen Guides haben wir alles Wichtige für die Snippet-Optimierung für Dich zusammengestellt:

Snippet-Guide

JSON-LD-Guide

3. User Experience mit größerem Einfluss auf Rankings

Wer heute von “Suchmaschinenoptimierung” spricht, ist eigentlich anachronistisch. Denn letztlich optimieren wir nicht für Suchmaschinen, sondern für Nutzer von Suchmaschinen und Webseiten. Aus diesem Grund spielt die User Experience eine immer größere Rolle.

Folgende Ansatzpunkte für die OnPage-Optimierung sollten deshalb auch 2018 auf Deiner To-Do-Liste stehen:

    • Ladegeschwindigkeit: Mit Ryte Website Success steht Dir ein zuverlässiges Tool zur Verfügung, um die Ladezeiten Deiner Webseiten zu prüfen. Du kannst auch das kostenlose PageSpeed-Tool von Google verwenden, um die Performance Deiner Seite zu messen. Hier haben wir einen Guide für Dich erstellt, wie Du Die Ladezeit Deiner Seite optimieren kannst.

    • Technische einwandfrei funktionierende Webseiten: Nutzer werden immer anspruchsvoller und sollten sich auch 2018 darauf verlassen können, dass Deine Seiten problemlos nutzbar sind. Die Zeit für Flash sollte zum Beispiel spätestens jetzt endgültig vorbei sein.

    • Mobile Optimierung: Inzwischen werden in den meisten Bereichen mehr als die Hälfte aller Suchanfragen mit dem Smartphone oder Tablet gestartet. Umso wichtiger wird es auch in diesem Jahr sein, diesem Nutzerbedürfnis entgegenzukommen. Falls Du Deine Webseite noch nicht mobil optimiert hast, kannst Du hier unseren Mini Mobile Guide kostenlos herunterladen.

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Abbildung 5: Ladegeschwindigkeit mit Ryte kontrollieren.

4. AMP und PWA: Page Speed Boost

Die Mobile Optimierung ist heute Standard beim Erstellen neuer Webseiten. Google zeigt mit AMP und Progressive Web Apps Wege auf, wie Du Deine Seite für Mobilgeräte noch schneller machen kannst.

AMP-Seiten sind bereits fester Bestandteil der Google-SERPs. Es ist davon auszugehen, dass das Thema „AMP“ 2018 noch mehr an Fahrt gewinnt.

Mit diesem Step by Step Guide kannst Du Dich und Deine Webseite darauf vorbereiten.

Wenn Du mehr über Progressive Web Apps wissen möchtest, haben wir hier die Unterschiede zu Nativen Apps für Dich herausgearbeitet.

5. Content bleibt König

Auch wenn Googles Algorithmen immer besser werden, benötigt sie immer noch Content in Form von Text, um die Relevanz von Webseiten zu einer Suchanfrage zu bestimmen. Bei der Analyse von textlichen Inhalten hat Google in den letzten Jahren enorm nachgebessert und setzt mit Rank Brain neuste Technologie ein, um Inhalte besser zu verstehen.

Dieser Qualitätssprung wird auch 2018 weitergehen, denn das System lernt selbständig dazu. Dein Ziel sollte es deshalb weiterhin sein, die besten Inhalte zu Deinem „Thema“ im Web anzubieten.

Praxis-Tipp:

Prüfe Deine Texte kontinuierlich und sorge dafür, dass diese einzigartig bleiben und einen Mehrwert bieten. Bei der Analyse und beim Verfassen von Texten können Dich WDF*IDF-Analysen unterstützen. Diese zeigen Dir an, welche Begriffe Dein Text enthalten sollte, damit er so relevant wie möglich in Bezug auf einen Suchterm wird.

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Abbildung 6: WDF*IDF-Kurve zum Term „seo 2018“ mit Ryte.

6. Voice Search als wichtiger Zugang zu Deinen Webinhalten

Google hat schon 2014 in einer Studie ermittelt, dass über 40 Prozent der Befragten die sprachgesteuerte Websuche nutzen. Bei Teenagern lag die Quote sogar bei über 50 Prozent. Laut Google soll inzwischen jede fünfte Suchanfrage mit Mobilgeräten über die Spracheingabe erfolgen. Durch die zunehmende Verbreitung digitaler Assistenten und Smart-Home-Devices werden Nutzer 2018 Features wie die „Voice Search“ voraussichtlich häufiger nutzen.

Praxis-Tipp:

Weil Nutzer bei der sprachgesteuerten Suche direkt mit der Suchmaschine kommunizieren, solltest Du bei der Content-Optimierung verstärkt auf Longtail-Keywords setzen. Zugleich kann es hilfreich sein, mögliche Nutzerfragen zu antizipieren, die Dein Content beantwortet.

Sinnvolle Tools sind hier:

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Abbildung 7: Das Keywordtool answerthepublic.com im Einsatz.

7. Google’s Mobile First Index kommt in 2018

Google hat in den letzten zwei Jahren gezeigt, dass der Fokus immer stärker auf Mobile liegt. Dies ist auch nicht verwunderlich, sind doch die Nutzerzahlen im mobilen Internet deutlich gestiegen und übersteigen bei der Websuche die Desktop-Nutzer. So erfolgte erst die Einführung der mobilen Optimierung als Rankingfaktor in 2016. 2017 rührte Google schließlich die Werbetrommel für Accelerated Mobile Pages und verbesserte sein Mobile Update. Für 2018 ist schließlich angekündigt, den „Mobile-First-Index“ umzusetzen. Demnach möchte Google zukünftig die Seitenversion bevorzugt im mobilen Index ausspielen, die für Mobilgeräte optimiert ist.

Solltest Du Deine Website noch nicht für Mobilgeräte optimiert haben, solltest Du dir diese Aufgabe spätestens 2018 vornehmen.

8. Links als Trustsignal bleiben wichtig, aber…

Jedes Jahr werden abwechselnd Rufe laut, dass “SEO tot ist” oder “Linkbuilding tot sei”. Doch tatsächlich werden auch 2018 Backlinks weiterhin eine wichtige Rolle spielen. So hat im letzten Jahr Gary Illyes auf Twitter veröffentlicht, dass PageRank immer noch ein wichtiges Rankingsignal für Google ist. Und Linkpower wird nun einmal über Backlinks erzielt.

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Abbildung 8: Gary Illyes zum Thema Backlinks auf Twitter. (Quelle)

Tatsächlich können aber auch sogenannte „linkless Backlinks“ 2018 eine noch größere Rolle spielen. Diese Überlegung basiert auf dem Fakt, dass Google auch Erwähnungen von Webseiten oder Marken auf anderen Webseiten berücksichtigen kann, obwohl kein direkter Link auf die Zielseite verweist.

Praxis-Tipp:

Spätestens 2018 solltest Du verstanden haben, dass Linkbuilding über dritt- und viertklassige Artikelportale oder unmotivierte Gastbeiträge nicht mehr funktionieren wird. Stattdessen solltest Du in einzigartige Inhalte investieren, die von Nutzern gerne konsumiert oder auch geteilt werden.

Die Möglichkeiten sind hier vielfältig und reichen vom Listical über den ausführlichen Guide bis hin zum Video-Tutorial.

Die einst beliebten Gastbeiträge solltest Du 2018 ebenfalls mit Vorsicht platzieren. Nicht umsonst hat Google bereits im Mai 2017 vor entsprechenden Beiträgen mit minderer Qualität gewarnt.

Eine einfache Regel, die Du auch 2018 beim Linkbuilding beachten kannst: Überlege jedes Mal, ob der Link auf Deine Seite dem Nutzer wirklich einen Mehrwert bietet.

9. Stärkerer Fokus auf der Bildersuche

Google hat 2017 seine Bildersuche deutlich aufgerüstet. Viele Webseiten hatten dadurch sogar mit Trafficverlusten zu kämpfen, denn Nutzer müssen Google für das Anschauen von Bildern nicht mehr verlassen und können sich wie in einer Bildergalerie durchklicken.

Durch die Verbesserung der Bildersuche hat Google sicherlich auf einen Trend reagiert.

Praxis-Tipp:

Dass Nutzer verstärkt nach Bildern suchen, sollte Dir den Ansporn geben, Dein Bildmaterial zu optimieren. Versuche wie bei Texten die besten Bilder Deiner Mitbewerber zu liefern. In 2018 solltest Du wie auch 2017 in Bezug auf Content holistisch denken. Der Content Deiner Webseite ist ein harmonisches Zusammenspiel aus Bild-, Text- oder Videomaterial, das auf den Mehrwert für die Nutzer ausgerichtet sein und ein Thema möglichst umfassend abdecken sollte.

10. Rank Brain: Künstliche Intelligenz und Machine Learning werden weiter ausgebaut

Mit Rankbrain hat Google 2015 einen neuen selbstlernenden Algorithmus eingeführt. Die (noch nicht ganz) Künstliche Intelligenz soll seither für den Anteil von Suchanfragen zuständig sein, die so noch nie zuvor gestellt wurden. Das sind rund 15 Prozent der täglichen Suchanfragen bei Google.

In der Zwischenzeit hat Rankbrain deutlich dazugelernt und somit wird Google immer besser in der Lage sein, auch komplexe Fragen zu beantworten. Wir dürfen uns also darauf einstellen, dass Suchmaschinen 2018 noch besser darin werden, uns und unsere Zielgruppen zu verstehen.

Dies ist eine gute Nachricht für alle, die täglich hart daran arbeiten, funktionierende und schnelle Webseiten mit großartigem Content mit Mehrwert für Nutzer zu schaffen!

Fazit: Deine Checkliste für 2018

  • Füge Markups auf Deiner Webseite ein, damit Google strukturierte Daten für Rich Snippets verwenden kann und Du Deine CTR in den SERPs erhöhst.

  • Schaffe eine technisch perfekte Seite, die unbedingt mobil optimiert ist und von Suchmaschinen problemlos gecrawlt und indexiert werden kann.

  • Versuche, Deine Webseite so schnell wie möglich zu machen.

  • Konzentriere Dich auf die Optimierung Deiner Inhalte für mobile Endgeräte.

  • Denke nicht primär an Backlinks, wenn Du Inhalte auf anderen Webseiten veröffentlichst.

  • Versuche immer, das Nutzerbedürfnis am besten aller topplatzierten Webseiten zu einem Suchbegriff oder Thema zu befriedigen.

Monitore, analysiere und optimiere Deine Website mit der Ryte Software!

Veröffentlicht am Jan 4, 2018 von Eva Wagner