Apple

Apple ist eines der umsatzstärksten Unternehmen in den Bereichen Computer, mobile Geräte, Unterhaltungselektronik, digitale Medien sowie Anwendersoftware und Betriebssysteme. Im ersten Quartal 2015 gab Apple bekannt, dass die höchsten Gewinne und Umsätze in der Firmengeschichte erwirtschaftet wurden.[1]

Die Gründe für dieses Wachstum wurden in den gut laufenden Verkäufen des iPhone 6, des iMacs und den Rekordergebnissen im App Store ausfindig gemacht. Der Netto-Gewinn betrug 18 Milliarden, der Umsatz 74,6 Milliarden US-Dollar. Apple wird von Forbes an erster Stelle der wertvollsten Unternehmen weltweit gelistet.[2] Apples Hauptsitz ist in Cupertino, Kalifornien. Apple beschäftigt etwa 97.000 Mitarbeiter weltweit und ist in vielen Großstädten mit eigenen Apple Retail Stores präsent.[3]

Geschichte

Gegründet wurde das Unternehmen von Steve Jobs, Steve Wozniak und Ron Wayne im Jahr 1976 als eine sogenannte Garagenfirma. Apple zählt zu den Pionieren im Bereich Personal Computers. Das Unternehmen führte die heute übliche grafische Benutzeroberfläche ein und löste damit das Paradigma der kommandozeilen-orientierten PCs ab. Hinzu kamen die Steuerung mit einer Maus und die Navigation in Form von klickbaren Icons mit Untermenüs.

Nachdem Steve Jobs, der das Unternehmen maßgeblich geprägt hatte, seinen Posten abgab, wurde Tim Cook sein Nachfolger und damit neuer CEO bei Apple. Arthur D. Levinston wurde als Chairman (deutsch: Vorsitzender) des Boards of Directors (deutsch: Verwaltungsrat) engagiert, in dem noch weitere Berater wie Al Gore (Ex-Vizepräsident der USA) oder Robert Iger (CEO von Disney) sitzen. Seit über einem Jahrzehnt gilt Apple als der Inbegriff für designorientierte Soft- und Hardwareprodukte – insbesondere mit dem iPhone, dem iPad und den verschiedenen Macbook-Varianten.

Das Design stammt dabei von Sir Jonathan Paul Ive, der seit 1992 für Apple tätig ist. Ive ist für den Erfolg des Unternehmens mitverantwortlich. Er orientiert sich bei vielen Konzepten an dem Industriedesign von Dieter Rams, der für Braun arbeitete. Ive setzte auf einen Korpus aus geschliffenem Aluminium und die Maxime „form follows function“ - beides bestimmte die Wahrnehmung der Marke Apple in den letzten Jahren maßgeblich.

Produkte

Apples Produktpalette umfasst beinahe die gesamte Bandbreite digitaler Güter. Neben Computern, Laptops, Smartphones und Betriebssystemen zählen auch verschiedenste Software-Anwendungen sowie Smartwatches, Mp3-Player und Cloudservices dazu. In der Regel sind die Produkte untereinander in funktioneller Hinsicht verbunden. Das heißt: Ein iPhone kann mit einem iMac oder Macbook so verbunden werden, dass Termine, Emails oder Browser-Verläufe auf allen Geräten zur Verfügung stehen.

  • Apple Watch, iPad, iPhone & iOS: Die erste Produktgruppe beinhaltet mobile Geräte und das entsprechende Betriebssystem iOS, das stets vorinstalliert und auf die Hardware zugeschnitten ist.
  • Mac: Die Computer und Laptops bilden seit Unternehmensgründung das Kerngeschäft von Apple. Mit verschiedenen Varianten des iMacs und des Macbooks versucht Apple die Bedürfnisse von Privatanwendern und Profis zu bedienen.
  • Software: OS X, iLife, iWork, Logic Pro X, Final Cut Pro X und Aperture – Das Flagschiff dieser Produktlinie ist das Betriebssystem OS X, das durch die Anwenderprogramme ergänzt wird.
  • iPod & iTunes: Apple TV, iPod nano, iPod shuffle, iPod touch und iTunes als Plattform für digitale Medien bilden eine Produktlinie, die den Medienkonsum ermöglichen soll.
  • iCloud: Jeder Besitzer eines Apple Computers bekommt automatisch ein iCloud-Speicher zugewiesen. Der Service stellt verschiedene Funktionen auf allen Geräten bereit – beispielsweise einen Schlüsselbund, der die Passworteingabe auf verschiedenen Geräten obsolet macht.[4]

Apple in der Kritik

Apple ist eines der profitabelsten Unternehmen weltweit und bereits oft in die Kritik geraten. Dabei wurden die Arbeitsbedingungen in den Herstellerländern kritisiert. Apple lässt einen Großteil seiner Produkte von Zulieferern wie Foxconn fertigen. Die dortigen Arbeitsbedingungen entsprechen oft nicht den Standards in der westlichen Hemisphäre.[5]

Außerdem kritisieren Datenschützer den Umgang mit personenbezogenen Daten. Dies ist insbesondere dann der Fall, wenn die Datenschutzerklärungen nicht den geltenden Gesetzen in den Nutzerländern entsprechen.[6] Auch für den Umgang mit Steuern, die Rückdatierung von Aktienoptionen, den Umweltschutz und die Prüfung von Apps im App Store geriet das Unternehmen in Vergangenheit in die Kritik.

Bedeutung für das Online Marketing

Apple ist mit seinen Produkten aus dem digitalen Marketing nicht mehr wegzudenken. Gerade das iPhone und das iPad machen mobile Optimierungen notwendig. Wer Websites, Apps oder Content anbietet, muss sich darüber Gedanken machen, wie diese verschiedenen Medien auf den mobilen Endgeräten von Apple performen und welche technischen Feinheiten dabei zu beachten sind. So ist eine App Store Optimierung empfehlenswert, wenn die App auch auf dem iPhone erhältlich sein soll.

Bei Websites und anderen Arten von Content sind Entwickler auf ein Testing angewiesen, um die korrekte Darstellung in Apples eigenem Browser Safari zu begutachten. Derzeit entwickelt sich Apple zu einem Publisher, der sein redaktionelles Angebot erweitert und breite Palette an digitalen Medien anbietet. Apple heuerte kürzlich die BBC-Radiolegende DJ Zane Low an und suchte nach Musikjournalisten für iTunes und den Relaunch des Streaming Dienstes Beats.[7]

Einzelnachweise

  1. Apple gibt Rekordergebnisse für das erste Quartal bekannt apple.com. Abgerufen am 27.02.2015
  2. Apple forbes.com. Abgerufen am 27.02.2015
  3. Apple's Geschäftsbericht sec.gov. Abgerufen am 27.02.2015
  4. Apple's Produktpalette apple.com. Abgerufen am 27.02.2015
  5. Foxconn Investigation Report fairlabor.org. Abgerufen am 27.02.2015
  6. Datensammler Apple: Your iPhone is watching you spiegel.de. Abgerufen am 27.02.2015
  7. Apple wirbt BBC-Radiolegende ab und sucht Journalisten für Musikredaktion t3n.de. Abgerufen am 27.02.2015

Weblinks

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