Google Assistant

Google Assistant ist ein Sprachassistent von Google. Er ist in die Google-Home-Geräte sowie in die Google-Assistant-App integriert. Darüber hinaus ist der Sprachassistent in Autos oder auf Wearables verfügbar. Aktiviert wird der Assistent durch "Ok Google". Die Funktionen von Google Assistant reichen von der Smartphone-Steuerung über die Alltagsplanung bis hin zur Navigation und Steuerung von Musikdiensten und Smart-Home-Geräten.


Hintergrund[Bearbeiten]

Mit Google Now hatte Google bereits einen Sprachassistenten entwickelt, der seit 2012 eine Art Antwort auf die Sprachassistenten Siri von Apple sowie Cortana von Microsoft sein sollte. Der Google Assistant ist eine konsequente Weiterentwicklung von Google Now. Zum einen ist der Google Assistant nicht mehr nur auf die Verwendung auf Smartphones beschränkt und zum anderen bietet der Google Assistant umfassende Steuerungsmöglichkeiten für Dienste und kompatible Geräte. Mit Google Home hat der Alphabet-Konzern schließlich 2017 eigenständige Geräte in Form von intelligenten Lautsprechern auf den Markt gebracht, in welche der Google Assistant als zentrale, sprachgesteuerte Einheit integriert ist.

Der Google Assistant nimmt bedeutenden Anteil an der sogenannten Voice Search ein, denn mit dem digitalen Sprachassistenten von Google lässt sich auch die Websuche bedienen. Der Nutzer erhält bei Fragen direkte Antworten mit Inhalten aus dem Suchindex von Google und anderen mit Google verknüpften Quellen.


Funktionen des Google Assistant[Bearbeiten]

Der Google Assistant ermöglicht es Nutzern, viele Bereiche ihres Lebens zu verwalten und zu steuern. Voraussetzung für die Nutzung des Sprachassistenten ist ein Google-Konto. Folgende Bereiche deckt der Google Assistant ab:

  • Alltagsplanung: Der Sprachassistent von Google kann Termine speichern, an Termine erinnern oder einen Wecker stellen. Darüber hinaus lassen sich mit Google Assistant Einkaufslisten erstellen und abrufen. Es ist darüber hinaus möglich, Flüge zu buchen oder Essen zu bestellen, wenn entsprechende Dienste aktiviert und mit dem Google Assistant verknüpft sind. Zur Alltagsplanung lassen sich über den Google Assistant auch Wetterdaten abfragen.
  • Steuerung von Smartphones: Mit dem Google Assistant lassen sich viele Funktionen des Smartphones per Sprachbefehl steuern. Nutzer können die Lautstärke verändern oder zum Beispiel eine SMS einsprechen und versenden.
  • Navigation: Der Google Assistant ist eng verknüpft mit Google Maps, dem Kartendienst von Google. So kann der Sprachassistent schnelle Routen finden oder per Sprachsteuerung den Weg zum nächsten Supermarkt oder Dienstleister anzeigen.
  • Frage-Antwort-Maschine: Durch den Zugriff auf Informationen aus dem Google-Index sowie Structured Data kann der Google Assistant Fragen seiner Nutzer beantworten. Mit Hilfe von Machine Learning und Künstlicher Intelligenz ist der Google Assistant in der Lage, den Kontext einer Frage zu verstehen, um dem Nutzer die passende Antwort zu liefern. Folgefragen sind ebenfalls möglich.
  • Steuerung von Smart-Home-Geräten: Wenn der Google Assistant mit kompatiblen Geräten verknüpft wird, kann er die Steuerung von Licht, Musik oder Thermostaten übernehmen.


Verknüpfung mit Diensten und Apps[Bearbeiten]

Um den Funktionsumfang des Google Assistant zu erweitern, kann der digitale Assistent mit vielen verschiedenen Diensten verknüpft werden. Sie werden über das Google-Konto des Nutzers mit dem Google Assistant verbunden. Nach der Verknüpfung lassen sich die Funktionen oder Inhalte der Dienste per Sprachbefehl über Google-Home-Geräte, Smartphones, Fernseher oder Wearables nutzen.


Kritik[Bearbeiten]

Damit der Google Assistant mögliche Sprachbefehle nach der Aktivierung per "OK Google" sofort ausführen kann, sind die Mikrofone für die Steuerung immer aktiviert. Laut Angaben von Verbraucherschützern soll der Google Assistant deshalb mehr Informationen aufnehmen als er eigentlich sollte oder dürfte.[1]

Nachdem im April 2019 bekannt wurde, dass Mitarbeiter von Amazon Gespräche mitschreiben, die über Amazons Alexa Sprachassistentin aufgezeichnet werden, ist auch der Google Assistant erneut in die Kritik geraten.[2] Im Google Assistant gibt es jedoch eine Funktion, die es ermöglicht, die Aufzeichnung von Gesprächen zu unterbinden.[3]


Konsequenzen für SEO[Bearbeiten]

Die zunehmende Nutzung von smarten Lautsprechern und Sprachassistenten wie Google Assistant macht die Voice Search immer wichtiger. Damit Suchmaschinen Inhalte von Websites für die Voice Search verarbeiten können, sind sie verstärkt auf strukturierte Daten angewiesen. Will eine Website auch in der Voice Search relevante Ergebnisse liefern, sollten die darauf zu findenden Informationen bestmöglich als strukturierte Daten mit Markup ausgezeichnet werden.

Allerdings ist ohnehin fraglich, ob die Websuche über digitale Assistenten wie dem Google Assistant eines Tages noch die SERPs benötigt oder die Suchmaschinen alle benötigten Informationen von Websites beziehen, ohne dass sie noch auf diese verweisen müssen. Wohin die Websuche bei konkreten Nutzerfragen tendiert, zeigen bereits Featured Snippet und die "Answer Box" in der Google-Suche.


Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Ungewollt gesprächsbereit: Auch Googles Sprachassistent hört mehr, als er soll marktwaechter.de Aufgerufen am 22.08.2019
  2. Amazon-Mitarbeiter hören sich Privatgespräche mit Alexa an spiegel.de Aufgerufen am 22.08.2019
  3. Gewusst wie: So verhinderst du, dass Google deine Gespräche aufzeichnet basicthinking.de Aufgerufen am 22.08.2019


Weblinks[Bearbeiten]