Google Maps

Google Maps ist ein von Google entwickelter Kartendienst, mit welchem Nutzer im Internet oder über Apps auf dem Smartphone nach dem genauen Standort von Städten, Unternehmen, Unterkünften oder auch Sehenswürdigkeiten suchen können. Man könnte Google Maps auch als Vertical Search für Orte bezeichnen. Für die Anzeige werden sowohl Satellitendaten als auch Luftbilder verwendet. Mit der in Google Maps integrierten Google Street View können in ausgewählten Regionen auch Straßen- und Häuseransichten gezeigt werden. Navigation und Routenplanung sind ebenfalls mit Google Maps möglich.

Entwicklung

Das Produkt Google Maps wurde im Frühjahr 2005 von der Google Inc. eingeführt. Nutzer konnten damit Standorte von Unternehmen oder Häusern auf einer digitalen Landkarte suchen. Das Unternehmen optimierte die Darstellung und die Detailtiefe seiner Satellitendaten sukzessive.

Seit 2006 ist die Bundesrepublik Deutschland nahezu vollständig mit hochauflösenden Satellitenbildern über Google Maps abrufbar. Der Datenbestand wird bis heute in regelmäßigen Abständen aktualisiert.

Mit der Bereitstellung eines Routenplaners wird aus dem reinen Kartendienst Google Maps schließlich auch eine online-basierte Navigationssoftware. Im Jahr 2007 führte Google die Möglichkeit ein, dass Nutzer personalisierte Routen oder Karten abspeichern oder sich den aktuellen Standort anzeigen lassen. Seit 2008 wird der Kartendienst zusätzlich in vielen Ländern mit Echtzeit-Verkehrsdaten gespeist, die sich direkt in den Karten anzeigen lassen. Für die Navigation können User nicht nur die beste Route zu Fuß oder mit dem Auto auswählen, sondern ihren Trip mittlerweile auch je nach Verfügbarkeit für öffentliche Verkehrsmittel berechnen lassen.

Im Zuge der Umsetzung des Hummingbird Updates hat Google die Funktionalität sowie das Interface von Google Maps optimiert. Darüber hinaus wurden einige Funktionen mit Google Plus verknüpft. Bei Google Plus angemeldete Nutzer erhalten z.B. auf der Karte Hinweise zu Empfehlungen von Freunden.

Weitere Features von Google Maps:

  • Seit 2011 ist Google Indoor implementiert. Diese Funktion ermöglicht es dem User, auch innerhalb von Gebäuden zu navigieren. In den USA können Anwender über die Android-App z.B. in großen Shopping-Malls auf Google Indoor zurückgreifen. Seit 2012 ist z.B. auch das Deutsche Museum in München online begehbar.
  • Seit 2007 ist Google Transit Bestandteil von Google Maps. Es ermöglicht u.a. Betrieben aus dem öffentlichen Nahverkehr, dem Flugverkehr oder Fernverkehr Google standardisierte Daten zu Fahrplänen bereitzustellen. Die Nutzer haben dadurch die Möglichkeit, ihre Reisen noch vielseitiger über Google Maps zu planen. So bietet Google in Deutschland z.B. seit 2012 integrierte Fahrpläne der Deutschen Bahn an. Zudem können seit dem 2012 die Android Version 4.1 („Jelly Bean“) veröffentlich wurde, die aus Google Maps gewonnen Daten für Google Now genutzt werden. Dieser kann dem Nutzer auf mobilen Endgeräten schon vor der eigentlichen Suche passende Suchergebnisse anzeigen. Voraussetzung hierfür ist, dass das Smartphone oder Tablet mit dem Android- oder iOS-Betriebssystem ausgestattet ist.

Google Maps für Unternehmen

Unternehmen können ihre Einträge auf Google Maps seit 2007 über das sogenannte „Business Center“ über Google Plus Local bearbeiten. Hierfür musste der Eintrag zunächst über eine PIN verifiziert werden. Heute können die Einträge auf Google Maps auch über einen verifizierten Firmeneintrag auf Google Plus bearbeitet und verwaltet werden. Für SEA mit AdWords ist es empfehlenswert, seinen Firmeneintrag auf Google Maps bzw. Google Plus Local zu pflegen, da diese Daten auch als Anzeigenerweiterung für AdWords-Anzeigen verwendet werden können.

Um Nutzern die Anfahrtsmöglichkeiten einfacher darzustellen, können beliebige Kartenausschnitte mit dem Firmenstandort per HTML-Code in eine Website eingebunden werden. Damit lässt sich die Usability einer Firmenwebsite zusätzlich erhöhen.

Die Daten zu Unternehmen hat Google ursprünglich aus Branchenbüchern wie z.B. den „Gelben Seiten“ zusammengetragen und in seinen Kartendienst integriert.

Google Maps als Integration in die SERP

Seit Google das Venice Update 2012 durchgeführt hat, werden auch regionale Suchergebnisse aus Google Maps in den SERP angezeigt. Dadurch wollte Google die Relevanz der Suchergebnisse vor allem bei vermutetem regionalem Bezug von Suchanfragen stärken. Unternehmen können dadurch auch ohne eigene Homepage in den Suchergebnissen bei Google referenziert werden und haben die Möglichkeit, sich zu präsentieren.

Google Street View

Mit Google Street View führte Google im Jahr 2007 einen zusätzlichen Dienst für Google Maps ein, der auch in Google Earth integriert wurde. User können seither in ausgewählten Ländern und Städten eine 360°-Panoramasicht eines Straßenzuges ansehen. Das Bildmaterial hierfür hat Google mit eigens dafür entwickelten Kamerawagen zusammengetragen. In vielen Ländern stand diese Technik in der Kritik, da sie in den Augen vieler die Privatsphäre der Menschen verletze.

Google Maps und SEO

Spätestens seit der Integration von Ergebnissen aus der Datenbank von Google Maps in die SERP ist der Kartendienst auch für SEOs interessant. Denn auf diese Weise ist es möglich, dass ein regional agierendes Unternehmen sehr prominent in den Ergebnislisten platziert ist, ohne dass es mit seiner Homepage direkt für einen generischen Suchbegriff rankt.

Neben der Pflege des Datenbestands von Unternehmenseinträgen sind auch Bewertungen der Nutzer über Google Plus Local wichtige Instrumente, um sowohl das Ranking als auch die Attraktivität eines Firmeneintrags in den SERP zu stärken. Zu einer Strategie im regionalen SEO sollte es demnach auch gehören, Kunden zu Bewertungen des eigenen Unternehmens auf Google Plus zu bewegen.

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