Information On Demand

Mit der Hilfe von Information On Demand (IOD) erhalten Nutzer eine Nachricht, wenn bestimmte Informationen zur Verfügung stehen. Es kann also als Selektionsverfahren für die Verarbeitung von Informationen betrachtet werden.

Allgemeine Informationen zum Thema

Die stetig zunehmende Menge an Informationen ist nicht nur ein Segen, sie kann auch zum Fluch werden. Durch das Internet, mobile Geräte und künstliche Intelligenz kommen wir in die Lage, auswählen zu müssen, welche Informationen wir brauchen können und auf welche wir verzichten wollen. Information On Demand kann als Antwort auf die Informationsgesellschaft verstanden werden, die immer schneller immer mehr Inhalte zur Verfügung stellt.

Gleichzeitig ist es für zahlreiche Berufe und Dienstleistungen wichtig, so schnell wie möglich an wichtige Informationen heranzukommen, um in angemessener Geschwindigkeit darauf reagieren zu können. Die Selektion von wichtiger und überflüssiger Information ist daher auch ein Zeitfaktor, der über Erfolg oder Misserfolg eines Vorhabens entscheidet. Je gezielter die Inhalte gefiltert werden und zur Verfügung gestellt werden können, desto besser für die Nutzer[1].

Information On Demand im Intranet und Internet

Nicht nur im nahezu grenzenlosen Internet, sondern auch im vermeintlich überschaubaren Intranet kann die Informationsvielfalt zum Problem für den Alltag werden. Häufig fallen zahlreiche Informationen an, die jedoch nicht jeden betreffen, aber dennoch an alle versendet werden. Im Falle von kurzlebigen Dokumenten, die ständig aktualisiert werden, besteht zudem die Gefahr, dass mit Informationen gearbeitet wird, die unter Umständen nicht mehr dem aktuellen Stand der Dinge entsprechen.

Wenn nach dem „Gießkannenprinzip“ Informationen weitergeleitet werden, entstehen unerwünschte Lücken und womöglich Informationsstatus. Dieses Prinzip wird als „Information just in case“ bezeichnet, also: Informationen für alle Fälle. Das Problem dabei ist die Tatsache, dass der Mitarbeiter bei jeder eingehenden Information entscheiden muss, ob sie für ihn relevant ist oder nicht, ob er sie ignorieren kann oder behalten muss, weil sie zu einem späteren Zeitpunkt wichtig werden kann. Wird dagegen das Prinzip Information On Demand angewendet, entscheidet der Mitarbeiter selbst, ob, wann und welche Inhalte er benötigt, um seine Aufgabenstellungen zu erledigen[2].

Die Problematik und der Lösungsansatz von Information On Demand lassen sich vom Intranet problemlos auf das Internet übertragen. Für das Intranet gilt insbesondere bei Unternehmen mit unterschiedlichen Standorten, dass IOD ein sinnvolles Instrument ist, um Informationen gezielt und ortsunabhängig den entsprechenden Empfängern zukommen lassen zu können. Übertragen auf das weltweite Netz lässt sich die Vielzahl der Informationen durch IOD so filtern, dass nur die gewünschten Inhalte übrigbleiben.

Information On Demand in der Kundenkommunikation

Auch im Kundenkontakt ist Information On Demand sinnvoll und hilfreich. Je größer ein Unternehmen, ein Shop, eine Dienstleistung ist, desto mehr Kommunikation mit Kunden fällt an. Hier geht es darum, zu unterscheiden, welche Information welchen Stellenwert und welche Priorität hat. So liegt es nahe, das Beschwerdemanagement so zu gestalten, die die Reaktionszeiten so kurz wie möglich gehalten werden. Online-Beratung, Produktauswahl oder Konfiguration folgen meist anderen Gewichtungen.

Doch nicht nur die Kommunikation mit Kunden wird durch Information On Demand erleichtert und optimiert. Auch interne Vorgänge – also erneut bezogen unter anderem auf das Intranet - lassen sich mit Hilfe von IOD besser gestalten. So lassen sich beispielsweise bei der Produktentwicklung oder der Optimierung unternehmensinterner Prozesse die Vorteile von IOD in den täglichen Alltag mit einbauen, weil Informationen, die nicht oder später gebraucht werden, zunächst oder dauerhaft vernachlässigt werden können[3].

Vorteile durch IOD für den Kunden

Als Konsequenz und Weiterentwicklung des Prinzips Video On Demand (VOD) verspricht Information On Demand auch für Kunden Vorteile. Während beim VOD die Möglichkeit besteht, sich frei zu entscheiden, welche Video-Angebote man wahrnehmen will, gilt das im Falle von IOD für Produkte, Produktinformationen, Beschreibungen oder Produktvideos. In den Anfangszeiten dieser Methoden beschränkte sich Information On Demand noch auf das Starten oder Anhalten von Videoclips, auf Bestellungen mittels Fernbedienung oder die Verwendung von Decodern und Set-Top-Boxen. Doch schon damals zeichnete sich ab, dass das Mehr an Informationen nach Wegen verlangt, diese zu ordnen und entsprechend der eigenen Wünsche und Bedürfnisse zu gewichten. Und auch wenn Information On Demand früher unter „Teleshopping“ lief, ein Begriff, der heute anachronistisch anmutet, hat sich am Prinzip von IOD doch nichts verändert. Lediglich die Zahl der Informationen und die Möglichkeiten, Information On Demand mittels Computer, Laptops und Smartphones zu realisieren, hat parallel zur wachsenden Information stark zugenommen[4].

Bedeutung für das Online Marketing

Information On Demand ist sowohl auf der Kunden- als auch auf der Unternehmensseite bedeutsam. Die Zahl der Informationen, die uns zur Verfügung stehen, wächst stetig an, die Geschwindigkeit, mit der Informationen verbreitet und verarbeitet werden, nimmt kontinuierlich zu. Wer auf das Filtern und Priorisieren verzichtet, verliert ab einer gewissen kritischen Größe an Informationen schlicht den Überblick. Zudem fällt die Kommunikation mit den Kunden leichter, wenn abgewogen wird, was wann bearbeitet werden muss und in welcher zeitlichen Abfolge dies geschieht. Man kann davon ausgehen, dass Information On Demand in Zukunft eine noch größere Rolle spielen wird, als das bereits heute der Fall ist.

Einzelnachweise

  1. Information On Demand (IOD) - Ressourcen iicm.edu. Abgerufen am 07.09.2017
  2. Information On Demand (IOD) hausarbeiten.de. Abgerufen am 07.09.2017
  3. Information On Demand books.google.de. Abgerufen am 07.09.2017
  4. IHandelsaktivitäten im Internet: Bestandsaufnahme und Zukunftsperspektiven books.google.de. Abgerufen am 14.07.2017

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