Online-Shop Optimierung


Unter dem Begriff Online-Shop Optimierung fasst man verschiedenste Maßnahmen zusammen, die der Verbesserung des Rankings und der Steigerung der Umsätze von Webshops dienen.

Grundlagen der Online-Shop Optimierung[Bearbeiten]

Die Online-Shop Optimierung setzt sich im Grunde genommen aus zwei Teilbereichen zusammen. Die Suchmaschinenoptimierung optimiert die Webseite dahingehend, dass sie in den Suchmaschinen besser rankt und somit mehr Besucher in den Online-Shop finden. Die Conversion-Optimierung hingegen ist dafür zuständig, die auf die Seite gezogenen Besucher in Kunden zu verwandeln und die Umsätze zu maximieren.

Suchmaschinenoptimierung für Online-Shops[Bearbeiten]

Ähnlich wie bei normalen Webseiten setzt sich der Bereich der Suchmaschinenoptimierung für Online-Shops aus einer Vielzahl von Einzelbereichen zusammen:

Content[Bearbeiten]

Bei Online-Shops hapert es häufig am Content, da kaum Seiten mit Inhalt vorhanden sind. Hier kann der Suchmaschinenoptimierer ansetzen. Zunächst ist die Startseite auf die wichtigsten Keywords des Online-Shops zu optimieren. Auch wenn der Startseitentext im Idealfall im direkten Sichtbereich des Users zu finden sein sollte, ist dies bei Online-Shops häufig nicht möglich. Deshalb finden sich Startseitentexte ebenso wie die Kategoriebeschreibungen oft unterhalb des eigentlichen Contents oder der Produktauflistungen. Die Kategoriebeschreibungen werden häufig stiefmütterlich behandelt oder sogar komplett vergessen. Dabei bieten gerade sie eine gute Möglichkeit, um die Keywords unterzubringen, die zur jeweiligen Kategorie passen.

Auf den einzelnen Produktseiten sollten einzigartige Produktbeschreibungen verwendet werden, die wiederum auf das Produkt bezogene Keywords umfassen. Welche Mindestlänge für diese Texte angewendet werden sollte, ist in der Branche umstritten. Grundsätzlich gilt: Man sollte sich nicht auf eine bloße Aufzählung von Funktionen und Eigenschaften eines Produktes beschränken, sondern das Produkt stattdessen ausführlich erläutern und die Vorteile für den Käufer aufzeigen, ohne dabei jedoch reinen Füllcontent zu erzeugen.

Kategorie-, Produkt- und Fotobezeichnungen[Bearbeiten]

Bei der Benennung der Kategorien und der Produkte sollten die wichtigsten Keywords, nach denen die potentiellen Kunden häufig suchen, berücksichtigt werden. Deshalb ist es wichtig, ob diese beispielsweise nach "Digitalkamera" oder "Kamera digital" suchen. Das Keyword sollte außerdem im Titel sowie im Alt-Attribut aller Produktfotos im Shop auftauchen.

Interne und externe Verlinkung[Bearbeiten]

Für die Online-Shop Optimierung ist die Verlinkung ebenso wichtig wie für Contentseiten. Das externe Linkbuilding sollte stets themenrelevant erfolgen, sodass die verlinkenden Seiten im Idealfall thematisch zum Sortiment des Shops passen sollten. Hierbei setzt man auf eine natürliche Linkstruktur, die nicht nur Startseitenlinks, sondern auch Deeplinks umfasst.

Mithilfe einer gut strukturierten internen Verlinkung weisen Shopbetreiber Google den Weg, wenn es um die Identifizierung der wichtigsten Seiten des Shops geht. Hierbei sollten weniger die "administrativen" Informationen wie die Versandkosten oder das Impressum im Vordergrund stehen, sondern beispielsweise Kaufratgeber, die Verkaufsschlager oder andere Seiten, die viel Traffic benötigen. Einfache Möglichkeiten, durch die die interne Verlinkung sinnvoll unterstützt werden kann, ist der Einsatz einer Breadcrumb-Navigation sowie von Cross-Selling-Modulen. Letztere verlinken innerhalb der Produktansicht auf andere Produkte, die dem betrachteten Artikel ähneln oder die eine Ergänzung zum Artikel darstellen.

Meta-Tags[Bearbeiten]

Die Meta-Tags sollten gerade in Onlineshops keinesfalls vernachlässigt werden, da sie eine der besten Gelegenheiten darstellen, um die Keywords unterzubringen. Im Meta Title sollte das Keyword möglichst weit vorne stehen. Auch in der Meta Description sollte es vorkommen. Zudem ist sie als Call-to-Action zu formulieren, um die Suchmaschinennutzer, die die Description lesen, zum Aufruf des Online-Shops zu bewegen.

Duplicate Content[Bearbeiten]

Viele Online-Shops haben mit Duplicate Content zu kämpfen. Dieser ist jedoch häufig an Stellen zu finden, wo er gerne übersehen wird:

  • Übernahme der Produktbeschreibungen des Herstellers der Produkt – Lösung: eigene unique Produktbeschreibungen formulieren
  • Erreichbarkeit der Domain mit und ohne www – Lösung: 301-Weiterleitungen einrichten
  • mehrere abgesehen von Nuancen (z. B. Farben) identische Artikel – Lösung: Ausschluss einzelner Produktseiten über ein Canonical-Tag

Vermeidung von Fehlerseiten[Bearbeiten]

Das Sortiment von Online-Shops unterliegt einem ständigen Wechsel. Dementsprechend kommt es immer wieder vor, dass ein Artikel unter seiner bisherigen URL nicht mehr erreichbar ist. Wird dem Nutzer beim Aufruf eine Fehlerseite angezeigt, wechselt dieser schnell zu einem anderen Shop, der das gesuchte Produkt noch führt. Um diesen Absprung des Kunden zu vermeiden, sollte eine 301-Weiterleitung eingerichtet werden. Als Zielseite eignet sich beispielsweise eine spezielle Landingpage, auf der Alternativen zum aus dem Sortiment genommenen Artikel angezeigt werden. Gibt es einen direkten Nachfolger des Produkts, kann auch eine Weiterleitung zu diesem Artikel sinnvoll sein.

Einsatz suchmaschinenfreundlicher Technologien[Bearbeiten]

Auf Frames sollte bei der Gestaltung von Online-Shops komplett verzichtet werden, da es die Suchmaschinen an einer vollständigen Indexierung des Online-Shops hindert. Dynamische URLs und Session IDs bringen das Problem mit sich, dass ein- und dieselbe Seite unter mehreren URLs erreichbar ist bzw. bereits kurz nach der Indexierung nicht mehr auffindbar ist. Für die Suchmaschine bedeutet dies Duplicate Content und gleichzeitig regelmäßig auftretende Fehlermeldungen wegen nicht mehr crawlbarer Produktseiten. Können solche URLs nicht vermieden werden, sollten wenigstens gezielt Canonical-Tags eingesetzt werden. Im Idealfall verzichten Online-Shops jedoch komplett auf Session IDs und dynamische URLs.

Conversion-Optimierung[Bearbeiten]

Um die Conversion zu optimieren, muss der Kunde bzw. genauer gesagt seine Bedürfnisse befriedigt werden. Im ersten Schritt möchte dieser sich in erster Linie informieren und erst im zweiten Schritt tatsächlich kaufen. Deshalb sollten Shopbetreiber darauf achten, dem Besucher alle Informationen zur Verfügung zu stellen, die er für seine Kaufentscheidung benötigt, beispielsweise in Form von Kaufratgebern, Testberichten oder Kundenrezensionen. Darüberhinaus gibt es eine Vielzahl weiterer Ansatzpunkte für den Bereich der Conversion-Optimierung:

  • übersichtliche Navigation
  • einfacher Bestellprozess mit wenigen Schritten
  • hohe Sicherheit für persönliche Daten
  • Darstellung der Webseite in verschiedenen Browsern
  • Analyse der Absprungraten und Ausstiegsseiten
  • Vermeidung überladener Seiten
  • Darstellung der USPs
  • Verbesserung der internen Suche
  • Integration hilfreicher Produktfilter
  • Einsatz von A/B-Splittests
  • Verbesserung des Shop-Designs
  • Bedienbarkeit von Formularen
  • Transparenz der Nutzerführung (Stichwort: Breadcrumb-Navigation)
  • ansprechende Produktpräsentation
  • schnelle Ladezeiten

Insgesamt 91 mögliche Ansatzpunkte für die Conversion-Optimierung von Onlineshops zeigt diese ursprünglich von getelastic.com veröffentlichte Infografik. Auch das folgende YouTube-Video veranschaulicht übersichtlich, wie die Conversion von Online-Shops verbessert werden kann.

Weblinks[Bearbeiten]