RSS-Reader

Ein RSS-Reader ist eine Anwendung, die RSS-Feeds lesen kann. RSS-Reader gibt es als eigenständige Software für alle gängigen Betriebssysteme, als Apps für mobile Endgeräte, als integrierte Funktion in E-Mail-Clients und Browser oder als Online-Tools. Alternative Bezeichnungen sind auch Feed-Reader oder Feed-Aggregatoren.

Was ist ein RSS-Reader?

Mit Hilfe der RSS-Technik können Webinhalte strukturiert im Web verteilt werden. Die Speicherung und Verbreitung erfolgt über sogenannte RSS-Feeds, die über eine spezielle URL abgerufen werden können. Auf Websites wird ein Feed oft durch ein spezielles Symbol markiert.

Im Feed werden die Inhalte einer Website chronologisch aufgelistet und im XML-Format abgespeichert. Zur Aufschlüsselung, dieser strukturierten Daten werden RSS-Reader verwendet. Sie können die Inhalte im Quellcode auslesen und für User in eine lesbare Form aufbereiten. Je nach Funktionsumfang bieten RSS-Reader auch eine eigene Suchfunktion für RSS-Feeds. Alternativ wird die Feed-URL in den Reader importiert und manuell ausgelesen.

Verwendungszweck

RSS-Reader werden verwendet, um automatisiert über aktuelle Neuigkeiten auf Websites informiert zu werden, ohne dass der User dabei jede einzelne Website aufrufen muss. Dabei kann der User in der Regel seine bevorzugten Websites oder Themengebiete angeben, über die er Neues erfahren möchte.

Kostenlose RSS-Reader

Auf dem Markt gibt es neben vielen kostenpflichtigen RSS-Readern auch eine große Auswahl an kostenlosen Alternativen für alle gängigen Plattformen und Endgeräte.

für Windows

  • FeedReader : Der Vorteil dieses Readers besteht darin, dass er wie ein E-Mail-Client aufgebaut ist. Nachrichten können nach Kanälen sortiert werden. Ein praktisches Vorschaufenster erleichtert die Entscheidung, ob ein Artikel lesenswert ist oder nicht. Darüber hinaus bietet dieser kostenlose Feed-Reader auch die Möglichkeit, Podcasts einzulesen.
  • Feeddemon : Dieser Reader zeichnet sich neben den zuverlässig funktionierenden Standardfunktionen dadurch aus, dass der User Keywords hinterlegen kann. Das Programm sendet dann automatisch eine Benachrichtigung, sobald Feeds verfügbar sind, die zu diesen Keywords passen.
  • RSSReader : Der schlanke RSS-Reader besticht durch seine robuste Machart. Sobald das Programm im Hintergrund läuft, benachrichtigt es den User in der Systemleiste über neue RSS-Feeds.

für Mac OS

  • Netnewswire : Das umfangreiche und kostenlose Programm ermöglicht es, Artikel in Feeds zum späteren Lesen zu bookmarken. Ebenso können Artikel mit Freunden über Facebook und andere Netzwerke geteilt werden. Zum Start schlägt Netnewswire automatisch interessante Feeds vor.
  • Gruml : Mit Gruml lassen sich Feeds leicht organisieren. Eigene Labels oder Tags können für die Feed-Sammlung hinterlegt werden. Einzelne Artikel aus den Feeds können mit wenigen Klicks über soziale Netzwerke wie Twitter oder Facebook geteilt werden.
  • Newsfire : Newsfire überzeugt zunächst durch sein ansprechendes und aufgeräumtes Design. RSS-Feeds können nach individuell benannten Gruppen sortiert werden. Ebenso ist es möglich, anhand ausgesuchter Tags individuelle Feeds zu erstellen.

für Linux

  • Liferea : Mit Liferea erhalten Linux-User einen umfangreichen und kostenlosen RSS-Reader, der individuell konfiguriert werden kann. RSS-Feeds können nach eigenen Themengebieten sortiert werden. Fortgeschrittene Nutzer können mit Skripten Arbeiten, um die Feeds auf Events einzurichten.
  • Akregator : Der Feed-Reader kann sowohl als eigenes Programm installiert oder als Teil der KDE-Desktopumgebung genutzt werden. Als Teil der Groupware sind RSS-Feeds praktischerweise im Bereich „Nachrichten“ abrufbar. Die Basisfunktionen sind ohne große Vorkenntnisse intuitiv verwendbar.
  • YARSSR : Dieser RSS-Reader für Linux zeichnet sich vor allem durch sein sehr aufgeräumte Benutzeroberfläche aus. Der simple Reader ist einfach über die GNOME-Infoleiste zu starten und öffnet die Links der RSS-Feeds im Standard-Browser.

für iPhones

  • Reeder : Die beliebte und kostenlose App für das iPhone liefert eine sehr übersichtliche Benutzeroberfläche. Ein Plus ist die Möglichkeit, mehrere Feed-Aggregatoren in die App zu integrieren. Zum einfacheren Lesen lässt sich zusätzlich die Schriftgröße verändern.
  • Feeddler : Mit Feeddler erhalten User eine sehr aufgeräumte RSS-App. Das schlichte Interface-Design sorgt für eine große Übersicht über alle abonnierten RSS-Feeds. Durch das Anlegen von eigenen Ordnern und Strukturen ist die App sehr gut individualisierbar.

für Android

  • GReader : Der GReader ist ein komfortabler RSS-Reader für Android-Geräte. Alle Artikel können in eine für mobile Endgeräte optimierten Version oder als Volltext ohne störende Elemente gelesen werden. Darüber hinaus verfügt die App über eine Alarmfunktion für neue Nachrichten sowie die Möglichkeit, Artikel sofort über soziale Netzwerke zu teilen.
  • Flipboard : Der RSS-Reader Flipboard für mobile Endgeräte mit Android-Betriebssystem überzeugt durch sein schickes Design und die hohe Usability. Die großflächigen News-Kategorien und Artikelansichten lassen sich leicht anklicken und nach eigenen Interessen ordnen.
  • Press : Press ist eine Feed-Reader-App, die sich vor allem durch ihre einfache Navigation auszeichnet. Mit wenig Aufwand können Artikel direkt an Kontakte aus dem Telefonbuch verschickt werden.

für Browser

  • Newsfox : Als praktisches Plugin für Mozillas Firefox können mit diesem RSS-Reader alle abonnierten Feeds sinnvoll verwaltet werden. Dabei lässt sich die Aktualisierungsrate individuell einstellen. Das Offline-Lesen von Artikeln ist ebenso möglich.
  • Lesezeichen in Firefox und Internet Explorer: Beide Browser bieten die Möglichkeit, RSS-Feeds zu lesen. Diese können als Lesezeichen/Favoriten abgespeichert und verwaltet werden. Fährt der Nutzer mit der Maus auf einen Feed, erhält er eine Kurzversion des Inhalts. Durch den Klick auf den Link gelangt der User direkt auf die entsprechende Website.
  • RSS-Ticker für Firefox : Ein interessante Version eines RSS-Readers ist das Firefox-Plugin „RSS-Ticker“. Damit werden aktuelle Neuigkeiten aus abonnierten RSS-Feeds in Form eines durchlaufenden Tickers in der Statusleiste des Browsers angezeigt.

für Mail-Programme

  • Outlook: Das Mail-Programm von Microsoft kann für das Abonnement und die Verwaltung von RSS-Feeds verwendet werden. Die Feeds können sowohl durch den Import der Feed-URL als auch durch Anklicken des RSS-Symbols auf einer Website in Outlook integriert werden.
  • Thunderbird: Der Mail-Client der Mozilla Foundation liest RSS-Feeds aus und gibt die Nachrichten wie eingehende E-Mails wieder. Um einzelne Feeds zu abonnieren, muss der User zunächst ein eigenes RSS-Konto in Thunderbird einrichten. Nach der Einrichtung können Aktualisierungsraten und Anzahl der Artikel eingestellt werden. Praktisch ist der Import gesammelter Feeds im OPML-Format aus Programmen wie dem Google Reader.
  • Apple Mail: RSS-Feeds können als Lesezeichen in Apples Mail-Programm eingefügt werden. Sehr komfortabel ist die Möglichkeit, die eingehenden Feeds nach eigenen Keywords zu filtern. Auf diese Weise lassen sich einzelne Artikel aus den abonnierten RSS-Feeds eigenen Themengebieten zuordnen und später lesen.

Online-Tools

  • Feedly : Nach der kostenlosen Anmeldung mit dem Facebook-, Google- oder Twitter-Account stehen dem User mit Feedly alle zentralen Funktionen eins zuverlässigen RSS-Readers zur Verfügung. Dabei verzichtet die Web-Oberfläche sowohl auf Werbung als auch auf überflüssige Features.
  • GoodNoows : Dieser Online-RSS-Reader liefert bereits gut sortierte Themengebiete. Nach der Anmeldung kann der User eigene Präferenzen hinterlegen. Interessant ist auch die Möglichkeit, neue Comics und Satiren über RSS-Feeds zu abonnieren.
  • DiggReader : Mit DiggReader stehen dem User noch mehr Möglichkeiten zur Verfügung, die der eingestellte Google Reader geboten hat. So lassen sich zum Beispiel Kurzbefehle über die Tastatur verwenden. Sehr praktisch ist die Funktion, sich populäre Themen oder Feeds vorschlagen zu lassen.

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