WLAN

Der Begriff WLAN ist das Kurzwort für das englische „Wireless Local Area Network“ bzw. Wireless LAN und beschreibt somit ein drahtloses Netzwerk auf lokaler Ebene. Innerhalb dieses Netzwerkes kommunizieren Geräte über Funk via Netzknoten. Die typische Verwendung für WLAN besteht in der drahtlosen Internetnutzung im Heimnetzwerk oder öffentlichen Netzwerken.

Funktionsweise

Ein WLAN besteht aus unterschiedlichen Netzknoten, die miteinander über eine Netzwerkkarte kommunizieren. Dabei ist jeder Netzwerkknoten eine eigene Funkzelle. Wichtig für die Kommunikation dieser Knoten ist, dass sich beide Funkzellen überschneiden. Für die Übertragung von Dateien über das WLAN werden unterschiedliche Standards verwendet, die zugleich für unterschiedliche Reichweiten von 300 Meter bis zu fünf Kilometern reichen können. Die von einem WLAN ausgesendete Strahlung durchdringt Wände und auch geschlossene Fenster. Durch die Verknüpfung einzelner Funkzellen und deren Überschneidung (sog. Access Points) lässt sich die Reichweite eines WLAN nahezu unendlich erhöhen.

Übertragbare Datenmenge

Je nach Ausstattung können in einem WLAN Datenraten zwischen 2 und 600 Megabit/Sekunde erreicht werden. Allerdings gilt dies nur für die Theorie. Aufgrund von Störwellen durch Radiogeräte oder Sendemasten, sowie durch statische Hindernisse wie Mauern, Wände oder Türen kann sich die jeweilige Datenübertragungsrate enorm reduzieren.

Gängige Standards und Entwicklung

International am meisten verwendet wird der sogenannte WLAN 802.11-Standard. Dieser erhält seine Spezifizierung durch das Institute of Electrical and Electronics Engineers (IEEE) und stetig weiterentwickelt. Ursprünglich wurde dort eine Datenübertragungsrate von 2 Megabit/Sekunde in einem 2,4 Gigahertz-Band fixiert. Im nächsten Schritt wurde die Frequenz auf 5 Gigahertz erhöht, wodurch schließlich im WLAN 802.11a-Standard Übertragungraten von bis zu 54 Megabits/Sekunde erreicht werden können. Es folgen schließlich die Standards 802.11g und 802.11n. Letztgenannter Standard ist mittlerweile auch von der IEEE spezifiziert worden und liefert mit 600 Megabit/Sekunde eine immens höhere Datenübertragungsrate, die durch die sogenannte Multiple-Input-Multiple-Output-Technik (MIMO)erreicht wird, bei der über eine Frequenz doppelt gesendet werden kann.

Anwendungsgebiete

WLAN wird u.a. in Heimnetzwerken von Privatanwendern genutzt, um Endgeräte drahtlos mit dem Internet zu verbinden. Hierfür wird der WLAN-Sender mit einem Router verbunden, über welchen der Internetanschluss zum Provider hergestellt wird. Darüber hinaus bietet WLAN die Möglichkeit, einzelne Geräte drahtlos miteinander zur verknüpfen, z.B. Drucker mit PCs oder auch Beamer sowie TV-Geräte oder sogenannte „Streaming-Boxen“ wie Apples Airplay. In vielen öffentlichen Gebäuden oder Unternehmen wird WLAN ebenfalls zur drahtlosen Datenübertragung und für den drahtlosen Zugang ins Internet verwendet.

Sicherung

Um Daten vor unbefugten Zugriffen zu schützen, werden WLAN-Verbindungen üblicherweise verschlüsselt. Auch hierfür existieren verschiedene Verschlüsselungsmethoden wie z.B. WPA oder WEP. Um Zugriff auf das drahtlose Netz zu erhalten, müssen die Anwender den gleichen Netzwerkschlüssel verwenden. Um die Netzabdeckung weltweit zu stärken, gibt es immer wieder Initiativen, um private WLAN-Netzwerke mit der Öffentlichkeit zu teilen. Allerdings gibt es immer wieder Debatten über die Haftung für freigegebene WLAN-Verbindungen.[1]

Mobiles WLAN

Sogenanntes „Mobiles WLAN“ ist eine aktuelle Entwicklung, die es Usern ermöglicht, via Surfstick oder Smartphone über das Mobilfunknetz hergestellte Datenverbindungen mit anderen zu teilen. Das Übertragungsprinzip bleibt dabei das gleiche, mit dem Unterschied, dass das Sendegerät mobil ist und nicht an ein Stromnetz angeschlossen werden muss. Da durch das mobile WLAN, Webinhalte auch auf mobilen Endgeräten angezeigt werden können, entstand auch Mobile SEO. Die mobile Optimierung ist wichtig für die Suchmaschinenoptimierung, da sie zu einem der Rankingfaktoren Googles gehört. [2]

Google und WLAN

Der Suchmaschinenkonzern Google steht immer wieder in der Kritik, weil vermutet wird, dass das Unternehmen versucht, Verschlüsselungsdaten von WLANs über Smartphones mit Hilfe des Android-Betriebssystems auszuspähen.[3]. Googles Android soll u.a. WLAN-Schlüssel ungesichert an US-Server übertragen.

Einzelnachweise

  1. Störhaftung soll fallen – Anbieter von offeneme WLAN sollen von Haftung befreit werden t-online.de Abgerufen am 14.03.2014
  2. Statement von Google zur mobilen Optimierung im Juni 2013. Abgerufen am 15.03.2014
  3. Freut die NSA: WLAN Passwörter mit Android automatisch zu Google senden netzpolitik.org Abgerufen am 13.03.2014

Weblinks

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