Netzabdeckung

Mit Netzabdeckung wird definiert, wie groß der Prozentsatz an Nutzern eines bestimmten Mobilfunknetzes aus der Gesamtbevölkerung ist. Fälschlicherweise wird die Netzabdeckung oft mit dem Versorgungsbereich gleichgesetzt. Dieser ist jedoch das gesamte Einzugsgebiet eines Mobilfunkanbieters und entspricht der geografischen Fläche, die ein Mobilfunkanbieter mit seinen Basisstationen versorgen kann.[1] Nichtsdestotrotz ist die Netzabdeckung der gängige Begriff für den Versorgungsbereich, auch wenn es einige Unterschiede gibt.

Allgemeine Informationen

Die Netzabdeckung ist ein wichtiges Kriterium für die Wahl eines Mobilfunkanbieters. Denn einerseits ist nach korrekter Definition ein Netz höher ausgelastet, wenn besonders viele Nutzer in einem bestimmten Versorgungsbereich zu finden sind. Und andererseits sollte der Anbieter das Gebiet, in dem sich der Nutzer hauptsächlich aufhält, ideal versorgen – was der geografischen Verfügbarkeit von Mobilfunkanbietern entspricht. So ist es in ländlichen Gegenden oft der Fall, dass der Versorgungsbereich nicht überall vorhanden ist.

Während in großen Städten zwar eine optimale geografische Versorgung verfügbar ist, aber hier das Netz durch besonders viele Nutzer in Anspruch genommen wird. Insbesondere bei älteren Mobilfunknetzen der ersten und zweiten, aber auch teilweise der dritten und vierten Generation kann es bei Großveranstaltungen zu Engpässen bezüglich der Datenübertragungsrate kommen.

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Funktionen

Die Netzabdeckung kann bei den meisten Mobilfunkanbietern überprüft werden. Genau genommen wird bei diesen Karten aber der Versorgungsbereich dargestellt, was hier nicht unerwähnt bleiben soll. Die Zahlen für die Netzabdeckung variieren je nach Übertragungsstandard und Mobilfunkanbieter.[2]

  • T-Mobile stellt seinen Nutzern und potenziellen Kunden eine detaillierte Karte zur Verfügung, die es erlaubt, Postleitzahlen und Orte abzufragen und bestimmte Netze wie 2G, 3G oder LTE auszuwählen.[3]
  • Vodafone verfährt nach dem gleichen Prinzip, bietet darüber hinaus noch Kurzinformationen zu den jeweiligen Netzen wie 2G, 3G oder LTE an.[4]
  • Bei O2 muss zunächst ein Mobilfunk-Telefon ausgewählt werden. Ist dieses nicht in der Liste, kann zwischen den unterschiedlichen Netzen (GSM, UMTS und LTE) gewählt werden. Auch hier kann nach bestimmten Orten oder Postleitzahlen gesucht werden. Anschließend werden die Basistationen von O2 dargestellt.[5]
  • Auch E-Plus erlaubt die Eingabe von Orten und Postleitzahlen. Danach kann zwischen verschiedenen Übertragungsstandards gewählt werden – bis 2.5G und 3G/ 3.5G sowie 4G.[6]

Bedeutung für das mobile Marketing

Wer Anwendungen, Apps oder mobile Websites vermarktet, kommt um die Themen Netzabdeckung und Versorgungsbereich nicht umhin. Denn längst nicht alle Nutzer verfügen an allen Standorten in Deutschland über ein schnelles Internet. Das bringt technische Einschränkungen mit sich, aber auch verschiedene Möglichkeiten im Hinblick auf die geografische Ausrichtung bestimmter Medien.

Einerseits sollten Anwendungen für mobile Endgeräte so geschaffen sein, dass möglichst viele Nutzer sie verwenden können. Das heißt: Schlanker Quellcode, mobile Optimierung, große Usability. Andererseits können bestimmte Marketingkanäle exakt geografisch ausgerichtet werden. Und zwar so, dass App, Anwendung oder mobile Website genau dort beworben wird, wo die Nutzer auch über entsprechende technische Ressourcen verfügen. Stichworte: Targeting und Geotargeting im Hinblick auf Übertragungsstandards (3G und 4G) und Verfügbarkeitsbereiche (große Städte). Es ist allerdings anzumerken, dass mit steigender Verbreitung von LTE diese technischen Einschränkungen nicht mehr gültig sein werden.

Einzelnachweise

  1. Funknetze / Funksysteme elektronik-kompendium.de. Abgerufen am 26.06.2014.
  2. LTE Karte und Ausbau in Deutschland lte-anbieter.info. Abgerufen am 26.06.2014.
  3. Netzausbau t-mobile.de. Abgerufen am 26.06.2014.
  4. Netzabdeckung vodafone.de. Abgerufen am 26.06.2014.
  5. Netzabdeckung o2online.de. Abgerufen am 26.06.2014.
  6. Netzabdeckung eplus.de. Abgerufen am 26.06.2014.

Weblinks

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