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Content Optimierung: Mit diesen 7 Tipps zum perfekten Content Piece

Bei der Content Optimierung spielen technische Aspekte eher eine untergeordnete Rolle. Vielmehr geht es darum, Texte so zu schreiben und zu strukturieren, dass sie das Nutzerbedürfnis bestmöglich erfüllen.

Wenn die Inhalte einzigartig und relevant für den Nutzer sind, werden sie auch langfristig positive Nutzer Signale generieren.

Überzeugende Inhalte erstellen, so geht’s!

Mit unseren sieben Tipps für die Optimierung von Texten schaffst Du sowohl die Voraussetzung für gute Rankings, als auch für die Erstellung von qualitativ hochwertigen Inhalten für Deine Nutzer.

Du bist immer noch aufmerksam und liest weiter? Dann haben wir bereits eine wichtige Etappe erreicht. Denn nur, wenn die Überschrift und der Teaser das Interesse der Nutzer bzw. Leser wirklich wecken, werden sie auch weiterlesen.

Also lass uns gleich mit dem ersten Tipp starten!

1. Wecke mit Deinen Überschriften Interesse

Es ist keine Kunst, viele Worte über ein Thema zu verlieren. Deutlich schwerer ist es wiederum, einen ganzen Sachverhalt in nur eine Überschrift zu pressen. Nicht umsonst wird bei der klassischen Tageszeitung die Headline meist am Ende verfasst. Sie muss beim Nutzer unbedingt Interesse wecken, damit er überhaupt in den Fließtext einsteigt.

So erzeugst Du knackige Headlines, die zum Weiterlesen anregen:

Verwende Zahlen in der Überschrift

Es liegt in der menschlichen Natur, dass wir gerne wissen, wie viel Zeit etwas dauert. Mit einer konkreten Zahlenangabe können potentielle Leser schon abschätzen, wie viel Zeit der Artikel zum Lesen beanspruchen wird. Zugleich schaffst Du mit einer Zahl Struktur. Bei unserer Überschrift kannst Du sieben Tipps erwarten, nicht acht, nicht neun, genau sieben.

Große Zahlen können ebenso wie die berühmten „Schnapszahlen“ für mehr Aufmerksamkeit sorgen. So wird eine Headline mit „13 effektive SEO-Tipps“ besser funktionieren als eine Überschrift, die lediglich auf die SEO-Tipps verweist.

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Abbildung 1: Eine Webseite, die perfekt mit Überschriften in Zahlen arbeitet: buzzfeed. (Quelle: https://www.buzzfeed.com)

Binde Fragen ein und spreche Deine Leser direkt an

Fragen regen bei den Lesern die Kreativität und Gedanken über mögliche Antworten an und wecken so deren Neugierde. Eine Überschrift hingegen, die bereits die Kernaussage des Inhalts verrät, liefert kaum Klickanreiz.

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Abbildung 2: Frage und direkte Ansprache in einer Headline. (Quelle: https://www.searchengineland.com)

Verknappe so stark wie möglich

Die Kürze ist ein wichtiges Qualitätskriterium von Überschriften. Lass überflüssige Begriffe weg und formuliere auch gerne im Telegrammstil. Beispiel: "13 effektive SEO-Tipps: Jetzt zum Profi werden".

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Abbildung 3: Klassischer Zeitungsstil mit Hauptkeyword im Titel. (Quelle: www.spon.de)

Vermittle Expertenwissen

Wer seinen Kunden beibringt, wie sie die eigenen Herausforderungen selbst meistern können, profiliert sich zum einen als Experte und hat zum anderen ihr Interesse sicher. Beispiel: "In 3 Schritten lernen, wie Du Deinen eigenen Blog erstellst"

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Abbildung 4: Eine Description, die das DIY-Gefühl vermittelt.

SEO-Tipp:

Platziere das Hauptkeyword in der h1-Überschrift, denn für Suchmaschinen ist die, mit dem h1-Tag ausgezeichnete Überschrift die wichtigste Headline im Dokument. Sie gibt das zentrale Thema vor. Aus diesem Grund solltest Du das Hauptkeyword Deiner Zielseite auch in der h1-Überschrift unterbringen. Verwende die h1-Überschrift außerdem nur ein Mal auf jeder Seite.

Der h1-Tag sollte bei der Formatierung im Layout immer auch die größte Schriftgröße haben. Für Nutzer wird so ebenfalls schneller ersichtlich, worum es auf der Seite geht.

2. Vermittle relevante Themen möglichst verständlich

Redaktionelles Schreiben beginnt mit der Auswahl der Themen. Die wichtigste Frage dabei lautet: Welche Themen sind wirklich für meine Nutzer interessant und stellen gleichzeitig einen Hebel zur Suchmaschinenoptimierung dar?

Zur Identifizierung neuer Themen hast Du unterschiedliche Möglichkeiten: Entweder Du fragst direkt bei Deinen Nutzern nach, welches Thema sie interessiert oder Du priorisierst die Themen anhand ihrer monatlichen Nachfrage mithilfe des Google AdWords Keyword Planners und Google Trends.

Unabhängig von den verwendeten Tools solltest Du Dich vor dem Verfassen von Texten immer fragen:

  • Für wen schreibe ich diesen Text?

  • Was ist das Ziel meines Textes?

  • Würde ich diesen Text auch gerne lesen?

  • Kann ich die Inhalte in diesem Text zu 100 Prozent empfehlen?

Etabliere Dich mit Deinem Text als Experte in Deinem Fachgebiet und recherchiere ausführlich vor der Ausarbeitung des Textes. Erstelle informative Texte, die dem Leser einen Mehrwert bringen. Um das Vertrauen der Leser in Deinen Text zu erhöhen, solltest Du Deine Texte zudem um die folgenden Zusätze ergänzen:

  • Statistiken

  • Kennzahlen

  • Ergebnisse aus Umfragen

  • Konkrete Praxisbeispiele

Und schließlich gilt für alle Texte, die Du im Web veröffentlichst: Sei einzigartig! Denn nur Unique Content kann dafür sorgen, dass Deine Leser einen Mehrwert erhalten und Google die Qualität Deiner Inhalte mit guten Rankings belohnt.

3. Richte Deine Texte auf Deine Zielgruppe aus

Der schönste Text hilft nur wenig, wenn er nicht gefunden wird. Das gilt sowohl für die Suchmaschinenoptimierung von Texten, aber auch für die Keywordauswahl. Aus diesem Grund sollte jeder Texterstellung eine ausführliche Keywordrecherche vorausgehen. Hierzu gehören übrigens auch wichtige W-Fragen, die Nutzer an Deinen Text stellen können.

Folgende Tools können Dir bei der Keywordrecherche weiterhelfen:

  • Answerthepublic: Mit diesem kostenlosen Tool erhältst Du zu einem Suchbegriff relevante W-Fragen.

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Abbildung 5: Startseite des Fragen-Tools Answerthepublic.

  • Google Keyword Planner: Der Keyword Planner von Google AdWords ist ein Klassiker für die Keywordrecherche. Das Tool zeigt Dir neben den monatlichen Suchanfragen über Google AdWords auch weitere Vorschläge an. Voraussetzung zur Nutzung ist ein aktives AdWords-Konto.

  • ubersuggest.io: Das Tool gibt Dir kostenlos Vorschläge zu Keyword-Ideen auf der Basis eines Suchbegriffs.

Außerdem solltest Du Deine Inhalte regelmäßig aktualisieren. Dabei hilft Dir die WDF*IDF-Analyse in Ryte Content Success weiter. Sie ist ein sehr gutes algorithmisches Instrument, um Keyword-Inspirationen für neue Textinhalte zu bekommen, aber auch um die bestehenden Inhalte zu verbessern. Dafür kannst Du einfach das gewünschte Keyword vorab eingeben und die Analyse zeigt Dir anschließend, wie Du Deinen Text daraufhin verbesserst.

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Abbildung 6: WDF*IDF Analyse in Ryte Content Success.

4. Erzeuge einen besseren Lesefluss durch Überschriften und Absätze

Optimierte Texte sind in Absätze gegliedert und verfügen über Zwischenüberschriften. Da Du den h1-Tag bereits für die Hauptüberschrift verwenden sollst, bleiben für Zwischenüberschrift in absteigender Wichtigkeit die HTML-Tags h2 bis h4 übrig. Nur bei sehr langen Texten sollten noch weitere h-Tags eingefügt werden.

Suchmaschinen können Webtexte mit Hilfe von Absätzen und Überschriftentags schnell erfassen. Für menschliche Nutzer ist ein Text durch die Gliederungselement besser „snackable“. Sie können bei Bedarf schnell in den nächsten Absatz springen oder sogar einen Abschnitt auslassen.

Die Zwischenüberschriften solltest Du unbedingt zum Einbringen von Nebenkeywords oder Erweiterungen des Hauptthemas verwenden. Die Basis dafür bildet die Keywordrecherche aus dem vorherigen Tipp.

5. Verwende einfache Satzstrukturen

Wenn wir im Alltag trotz vieler Füllwörter, Satzabbrüche oder Wiederholungen im Gespräch immer noch verstanden werden, ist das eine Sache. Wenn Du allerdings redaktionelle Texte schreibst, gilt Kürze vor Länge. Einfache Satzstrukturen ohne Nebensatzketten erleichtern Deinen Nutzern das Lesen und somit das Textverständnis deutlich.

Auch Google berücksichtigt beim Crawlen und Indexieren Deiner Inhalte, ob diese in einfacher Sprache oder sehr komplexen Satzstrukturen geschrieben sind. Für die Messung stehen verschiedene Methoden wie der Flesch Reading Ease zur Verfügung.

  • Vermeide überflüssige Nebensätze.

  • Vermeide überflüssige Füllwörter.

  • Nutze feststehende Begriffe anstelle von Umschreibungen.

Eine Studie hat gezeigt, dass Menschen auf Papier deutlich schneller lesen. Da Deine Leser jedoch am Smartphone oder PC sitzen, solltest Du es ihnen so einfach wie möglich machen. Hinzu kommt, dass die mobile Nutzung des Internets auch die Nutzer flexibler macht. So können Deine Text auch bei lauten Nebengeräuschen in der U-Bahn oder am Strand konsumiert werden. Auch hier gilt: Je einfacher Dich Deine Nutzer verstehen, desto besser.

Und je besser Deine Leser durch den Text kommen, desto geringer ist die Gefahr, dass sie abspringen und nur kurz auf der Seite bleiben. Du tust also mit einfach geschriebenen Inhalten auch aktiv etwas für eine hohe Verweildauer und eine niedrige Bounce Rate!

6. Erleichtere Deinen Nutzern mit Fettungen, Bulletpoints und Zusammenfassungen das Lesen

Die Forschung zum Lesen im Internet ist schon relativ alt. Schon 1997 hat Jakob Nielsen in Tests herausgefunden, dass Internetleser eher springen anstatt ein Dokument linear zu lesen. Seine Empfehlungen zu Bullet-Point-Listen oder dem Hervorheben von Schlüsselbegriffen durch Fettungen oder Zusammenfassungen sind bis heute gültig.

Für die Suchmaschinenoptimierung haben die Tipps immer noch Relevanz. So können auch Suchmaschinen von Listen oder Hervorhebungen profitieren. Sie können Textkorpora inhaltlich besser erfassen und werden auf das Wichtige aufmerksam gemacht.

  • Verwende Listen mit Bullet-Points in Deinen Texten.

  • Hebe wichtige Begriffe durch Kursiv- oder Fettschreibung hervor.

  • Erstelle kurze Absätze als Zusammenfassungen von ganzen Abschnitten.

  • Starte Deine Texte am besten schon mit einer kurzen Zusammenfassung der zentralen Aussage.

  • Verwende pro Gedankengang am besten einen Absatz.

  • Verwende FAQs oder Fragen, die Du kurz und prägnant beantwortest.

7. Reichere Deine Inhalte mit Bildern, Grafiken oder Videos an

Ein großer Vorteil von Webseiten besteht darin, dass Du sie mit vielen verschiedenen Medien anreichern kannst. Deshalb solltest Du beim Texten Deinen Content nicht nur über Wörter und Sätze definieren, sondern Inhalte wirklich ganzheitlich betrachten.

Mit Grafiken werden Texte nicht nur ansprechender, sondern Du bereicherst die Inhalte, indem Bilder einzelne Textpassagen veranschaulichen oder erläutern. Bei E-Commerce-Webseiten sind Bilder elementare Verkaufsargumente. Deshalb dürfen Bilder bei Texten in Onlineshops auf keinen Fall fehlen.

Darüber hinaus sorgen Videos oder interaktiver Content dafür, dass Nutzer sich aktiv mit Deinen Inhalten auseinandersetzen. Aktive Nutzer sorgen wiederum für eine bessere User Experience und erhöhen die Verweildauer sowie die Chance auf eine Conversion.

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Abbildung 7: Videos können die Verweildauer Deines Artikels erhöhen.

SEO-Tipp: Für Suchmaschinen sind Bilder wichtige Signale, welche die Themenrelevanz der Zielseite stärken können. Füge deshalb zu jedem verwendeten Bild auch ein ALT-Attribut hinzu, welches die zentralen Keywords enthält sowie eine kurze Beschreibung des Bildinhaltes gibt.

Fazit

Texte fürs Web folgen eigenen Regeln, denn sie müssen Nutzer und Suchmaschinen zufriedenstellen. Doch mit diesen sieben Tipps bist Du gut gerüstet, um in Zukunft perfekte, einzigartige Texte zu verfassen, die Deine Leser begeistern. Wenn Du dann noch alle weiteren OnPage-Faktoren berücksichtigst, stehen Dir alle Chancen für gute Platzierungen in den SERPs offen.

Alle Tipps noch einmal in der Übersicht:

  • Wecke mit Deinen Überschriften Interesse

  • Vermittle relevante Themen möglichst verständlich

  • Richte Deine Texte auf Deine Zielgruppe aus

  • Erzeuge einen besseren Lesefluss durch Überschriften und Absätze

  • Verwende einfache Satzstrukturen

  • Erleichtere Deinen Nutzern mit Fettungen, Bulletpoints und Zusammenfassungen das Lesen

  • Reichere Deine Inhalte mit Bildern, Grafiken oder Videos an

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Veröffentlicht am Apr 24, 2018 von Philipp Roos