Gmail Sponsored Promotions


Die Gmail Sponsored Promotions (kurz: GSP) sind eine Werbeform, die von Google bereitgestellt wird. Dabei handelt es sich um Werbung, die direkt im Posteingang des Gmail-Users angezeigt wird. Werbetreibende sollen dabei von besonderer Aufmerksamkeit der Nutzer profitieren.

Hintergrund[Bearbeiten]

Googles Gmail ist einer der beliebtesten Maildienste weltweit. Schon 2012 nutzten mehr als 400 Millionen User Gmail, um Mails zu versenden.[1] Nachdem Werbetreibende bereits sogenannte Gmail-Ads, also Werbung innerhalb des Gmail-Accounts schalten konnten, hat der Konzern aus Mountain View vermutlich Interesse daran, sein Werbegeschäft im Rahmen seines Maildienstes auszubauen. Werbekunden von Google können nun seit 2014 Gmail Sponsored Promotions nutzen, um potentiell knapp eine halbe Milliarde Nutzer mit Werbung zu erreichen.

Funktionsweise[Bearbeiten]

Gmail Sponsored Promotions unterscheiden sich von herkömmlichen Werbeanzeigen innerhalb des Gmail Interfaces dadurch, dass sie zum einen wie Mails im Posteingang gezeigt werden. Zum anderen werden die GSP nicht über das Display-Netzwerk von Google ausgeliefert, sondern über ein eigenes UI.

Alle Gmail Sponsored Promotions, die der Werbekunde anlegt, treten wie AdWords-Textanzeigen in einem Auktionsverfahren gegeneinander an. Beim Anlegen der Kampagnen kann der Werbetreibende sowohl Targeting als auch Gebote für die Anzeigen angeben. Bezahlt wird nach dem CPC-Modell.

Im Gegensatz zu herkömmlichen Anzeigen, die über Google AdWords geschaltet werden, sieht der User eine Gmail Sponsored Promotion höchstens 10 Mal pro Monat. Auf diese Weise soll diese Werbeform vermutlich weniger aufdringlich wirken.

Wer GSP nutzen möchte, muss sich von Google dazu freischalten lassen. (Stand: August 2014) Über das GSP-Dashboard lassen sich unabhängig von einem existierenden AdWords-Account dann folgende Kennzahlen ablesen:

  • Anzeigehäufigkeit der Anzeigen
  • Anzahl der Klicks auf die Anzeigen
  • Anzahl der Klicks innerhalb der Anzeigen und daraus resultierende Websitebesuche
  • Kosten pro Klick
  • Conversions, die nach einem Klick erfolgt sind
  • Anzahl der weitergeleiteten oder gespeicherten Ads
  • verbrauchtes Budget

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Anzeigenpositionen[Bearbeiten]

Gmail Sponsored Promotions werden an zwei Positionen im Gmail-Konto eines Users ausgeliefert.

Posteingang[Bearbeiten]

Jedes Gmail-Konto ist grundsätzlich in drei voreingestellte Ordner eingeteilt, „Allgemein“, „Soziale Netzwerke“ und „Werbung“. GSP sind Mails, die im Ordner „Werbung“ zu finden sind. Nutzer können diese Nachrichten wie gewöhnliche Mails öffnen und auch darauf antworten.

Rechte Seitenspalte[Bearbeiten]

Hat ein User eine Mail geöffnet, werden die Gmail Sponsored Promotions in der rechten Spalte oberhalb der üblichen Gmail-Ads angezeigt. Die Anzeige in der rechten Spalte besteht aus einem Sender mit 15 Zeichen (üblicherweise die Domain oder dessen Name), einem Betreff (Angebotstext) mit 25 Zeichen oder alternativ einem Logo des Anbieters, einem Bodytext mit 100 Zeichen sowie einer angezeigten URL mit maximal 25 Zeichen. Sobald die Anzeige angeklickt wird, öffnet sie sich über die gesamte Breite des Posteingangs. Im Vergleich zu herkömmlichen Gmail-Ads zeigt sich hier eine weitere Besonderheit der GSP, denn der Nutzer kann die Werbenachricht wie eine Mail weiterleiten. Durch Klick auf den Link in der Anzeige gelangt der User auf die Zielseite der Werbeanzeige.

Targeting[Bearbeiten]

Ähnlich wie bei Display-Kampagnen über das AdWords-System können Gmail Sponsored Promotions anhand Targeting-Kriterien ausgerichtet werden. Das Targeting kann sowohl anhand demographischer Faktoren als auch geographischer Faktoren sowie dem verwendeten Gerät erfolgen.

Darüber hinaus können Gmail Sponsored Promotions auch anhand von weiteren nutzerbezogenen Faktoren justiert werden.

  • Interessen der User: hier übernimmt das System die gleichen Interessengruppen wie im AdWords-System
  • Domains, die Mailings verschicken: in diesem Fall verwendet Google die Domains als Zielgruppen, deren Newsletter der User abonniert hat.
  • Keywords: Werbetreibende können Keywords für das Targeting hinterlegen. Google gleicht diese mit den letzten 300 Mails ab, die der User erhalten hat und liefert die dazu passenden GSP aus.
  • Käufe: Für diese Form werden die letzten Käufe der User als Targetingkriterium herangezogen.
  • Jobs: GSP können auch anhand der Berufsgruppe der angemeldeten Gmail-User ausgerichtet werden.

Nutzen für Online-Marketing[Bearbeiten]

Um hohe Streuverluste zu vermeiden, ist ein zielführendes Targeting für den Erfolg von Online-Werbemaßnahmen wichtig. Gmail Sponsored Ads versprechen Werbetreibenden zum einen durch die genaue Zielgruppenausrichtung Erfolg und zum anderen durch die prominente Platzierung innerhalb von Googles Mailprogramm. Aufgrund der enormen Nutzeranzahl bieten sich GSP vor allem dann an, wenn schnell hohe Reichweiten erzielt werden sollen. Durch die einfache Verwaltung der Ads bietet Google Werbetreibenden damit eine Werbemöglichkeit, die nur wenig technischen Aufwand bedarf.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Welcher E-Mail-Dienst die meisten Nutzer hat nzz.ch Abgerufen am 07.09.2014

Weblinks[Bearbeiten]