Google AdSense

Google AdSense ist eine Plattform für ein Werbeprogramm, das von Google betrieben wird. Webseitenbetreiber können sich bei Google AdSense anmelden, wenn Sie Geld mit Werbeblöcken in Form von Bannern oder Links auf Ihren Webseiten verdienen wollen. Pro Klick auf ein über das Google-Programm eingeblendetes, kontextbezogenes Werbemittel erhält der sogenannte „Publisher“ eine Vergütung. Google AdSense ist daher mit einem Affiliate-Programm vergleichbar. Google AdSense kann auch als die Komplementärplattform zu Google AdWords bezeichnet werden, da der Publisher damit einen Teil des Geldes verdienen kann, das Werbekunden über Google AdWords für ihre Anzeigen zahlen.

Hintergrund und Geschichte[Bearbeiten]

Das Google Ad Sense-System wurde von Google bereits im Jahr 2003 gestartet. Zu Beginn konnten Publisher ausschließlich Textanzeigen auf ihren Webseiten einblenden. Seit 2009 ist Google AdSense auch für die Aussteuerung von Werbebannern nutzbar. Bis heute hat Google mehr als 5 Milliarden Euro an Publisher gezahlt.

Google AdSense ist mit seinen Plätzen für Display-Werbung das größte Netzwerk der Welt. Laut Googles Angaben können damit 80 Prozent der Internetnutzer erreicht werden.[1]

Funktionsweise[Bearbeiten]

Um sich für Google Ad Sense anzumelden, muss der Publisher über ein gültiges Google-Konto verfügen, eine eigene Website oder einen Blog betreiben bzw. verwalten und mindestens 18 Jahre alt sein. Damit Google die Klickvergütung auszahlen kann, benötigt ein Publisher zudem ein gültiges Bankkonto. Der Grenzbetrag für eine Auszahlung beträgt 70 EUR. Liegt die Klickprovision höher, wird die Werbevergütung monatlich auf das angegebene Konto überwiesen.

Qualitätsrichtlinien[Bearbeiten]

Um die Qualität der Publisher-Seiten und damit die Attraktivität für Werbekunden über AdWords möglichst hoch zu halten, prüft Google jede Webseite, bevor sie für das Google AdSense- Werbeprogramm aufgenommen wird. Hierbei spielen sowohl inhaltliche als auch technische Faktoren eine Rolle; insgesamt 13. So dürfen z.B. Webmaster, die Webseiten mit jugendgefährdenden, pornografischen oder gewaltverherrlichenden Inhalten betreiben oder Tabak, Alkohol sowie Waffen verkaufen, keine Werbeblöcke über Google Ad Sense auf den entsprechenden Seiten einbinden. Kriterien für den Ausschluss von AdSense sind ebenfalls Copyright-Verletzungen oder manipulierte Klicks auf Links in den vom Publisher veröffentlichten Werbeblöcken.

Die Qualitätsprüfungen finden auch nach der Aufnahme in regelmäßigen Abständen statt und erfolgen sowohl per Algorithmus als auch manuell. Erfüllt eine Seite die Qualitätsanforderungen nicht, wird sie von AdSense ausgeschlossen.

Auswahl der Werbemittel[Bearbeiten]

Bei der Wahl der Werbeblöcke hat der Publisher die Möglichkeit, diese farblich und grafisch an das Layout seiner Seite anzupassen. Zur Auswahl stehen Banner- oder Linkwerbeblöcke. Google stellt über die AdSense-Benutzeroberfläche bereits alle gängigen Bannergrößen bereit. Darüber hinaus kann der Webseitenbetreiber auch entscheiden, in welchen Bereichen seiner Seite und auf welchen Unterseiten seines Projekts Werbung von Google eingeblendet werden soll. Die Zahl der möglichen Werbeblöcke wird bei Google Ad Sense auf drei Banner sowie drei Linkblöcke auf Content-Seiten begrenzt.

Hat der Publisher sich für ein bestimmtes Bannerformat oder einen Linkblock entschieden und diese optisch an sein Seitenlayout angepasst, kann der den entsprechenden Code als Platzhalter auf seiner Webseite einbinden. Manche CMS-Systeme bieten ihren Nutzern bereits vorinstallierte Werbeplätze. Blogsysteme wie WordPress oder Blogger können die Einbindung von AdSense-Werbeblöcken ebenfalls mit Hilfe von entsprechenden Plugins erleichtern.

Um die korrekte Einblendung der Banner zu prüfen, sollten eventuell eingeschaltete Werbeblocker kurzfristig deaktiviert oder für die betreffende Seite eine Ausnahme definiert werden.

Google spezifiziert sein Angebot für Seitenbetreiber noch mit weiteren AdSense-Produkten:

  • AdMob: AdSense für Apps
  • Ad Mobile: AdSense für Webseiten, die für Mobiltelefone optimiert sind
  • Interactive Media Ads (IMA): AdSense für Spiele und Videos

Höhe der Klickpreise[Bearbeiten]

Die Höhe des Betrags, den Google für einen erfolgten Klick auf der Seite des Publishers bezahlt, ist nicht pauschal festgelegt. Denn der Klickpreis basiert bei Google auf mehreren Faktoren. Zum einen haben Popularität, Anzahl der Impressionen und Besucherverhalten der Publisher-Website Einfluss auf die Höhe der Klickvergütung, zum anderen spielt es eine Rolle, wie stark die Konkurrenz innerhalb der Google AdWords-Kunden zu einem bestimmten Suchbegriff bzw. Themengebiet ist. Je mehr Cent bzw. Euro AdWords-Kunden für den Klick auf eine Text-/Banneranzeige zu einem bestimmten Suchbegriff oder einem Placement bieten und je hochwertiger eine Publisher-Website hinsichtlich Besucherzahlen, Besucherverhalten und Content-Qualität von Google eingestuft wird, desto höher ist der Klickbetrag, den ein Publisher über die AdSense-Plattform erhält.

Google Analytics und AdSense[Bearbeiten]

Wer sich für das Werbeprogramm Google AdSense von Google entscheidet, kann die Auswertungen von Klicks auf die Werbebanner auf seiner Seite analysieren und seine Einnahmen dadurch optimieren, dass er die Platzierungen von Werbebannern oder Linkblöcken optimiert. Hierzu kann er zum einen die AdSense-Verwaltungsoberfläche nutzen oder sein Google AdSense-Konto, sofern vorhanden, für eine noch genauere Auswertung mit dem GoogleAnalytics-Konto verknüpfen.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Display-Network google.de Abgerufen am 25.01.2014

Weblinks[Bearbeiten]