Google Toolbar

Die Google Toolbar ist ein Produkt der Google. Es handelt sich dabei um eine eigene Symbolleiste, die in einen Webbrowser integriert werden kann. Darüber stehen dem Nutzer zusätzliche Funktionen zur Verfügung.

Ursprung und Hintergrund

Toolbars waren vielfach nützliche Helfer, um die Funktionalität eines Browsers zu erweitern. Mit der Google Toolbar konnten User die Suchfunktionen mit Mozilla Firefox oder dem Internet Explorer von Microsoft erstmals sinnvoll erweitern. Zu den Highlights zählte bei ihrer Veröffentlichung im Dezember 2000, dass das Browser-Plug-In Suchphrasen oder –Keywords in den Ergebnissen farblich markieren konnte. Heute ist die Google Toolbar für die aktuellen Versionen des Firefox-Browsers nur noch mit einer speziellen Erweiterung nutzbar. Für den Internet Explorer wird die Toolbar weiterhin angeboten.

Als Hintergrundgedanke für die Einführung der Toolbar kann angenommen werden, dass die Toolbar dazu geführt hat, dass sich die Google-Suche weltweit noch stärker durchgesetzt hat. Denn durch das Browser-Plug-In wurde Google per Default als Suchmaschine der Wahl festgelegt, noch lange bevor Browser mit eigenen Suchfeldern arbeiteten, für welche Verträge mit Suchmaschinenprovidern geschlossen werden mussten. Auch heute ist die Google Toolbar z.B. für den Internet Explorer von Windows wie eine Art trojanisches Pferd, dass Windows-User dazu angehalten werden, nicht die konzerneigene Suchmaschine Bing, sondern Google zu verwenden. Es ist davon auszugehen, dass neuere Versionen des Internet Explorers keine Toolbars mehr zulassen werden.

Funktionen

Die Google Toolbar zeichnet sich durch folgende Optimierungen für die Websuche aus:

  • farbliche Hervorhebung der Suchanfrage in den SERP
  • statisches Suchfeld, um Suchanfragen direkt über Google zu starten
  • Möglichkeit, weitere Suchdienste von Google im Browserfenster zu verwenden, z.B. Google Bilder
  • integrierter Pop-up Blocker
  • Suchfunktion für die aktuell geöffnete Webseite
  • eingebaute Übersetzung einzelner Wörter
  • zusätzliche Informationen über eine Website wie Cache Verweise auf ähnliche Seiten
  • integrierte Rechtschreibprüfung bzw. –korrektur
  • Anlegen von Nutzungsstatistiken über die Google Toolbar und das aktivierte Webprotokoll für angemeldete User
  • Anzeige des PageRank einer Website: damit war die Toolbar lange Zeit die einzige Möglichkeit, um den PageRank einer Website herauszufinden
  • Webprotokoll: Benutzer mit Google-Konto können die Toolbar benutzen, um alle besuchten Seiten in ihr Webprotokoll aufzunehmen. Die Toolbar sendet dann die URLs der aufgerufenen Seiten an Google, wo sie in einem Verlauf gespeichert werden. Über den Internetdienst können dann die bisher besuchten Seiten durchsucht und Statistiken zum Internetverhalten eingesehen werden.

Sonderfall SideWiki

Ursprünglich als SearchWiki gestartet, handelte es sich bei SideWiki um eine Spezialfunktion der Google Toolbar, mit der User öffentlich ein Statement zu einer Website abgeben konnten. Andere User der Toolbar konnten diese Kommentare einsehen. Wohl aufgrund zahlreicher (rechtlicher) Probleme wurde das SideWiki 2011 eingestellt. Denn ein Webmaster konnte sich z.B. nicht gegen diffamierende oder geschäftsschädigende Kommentare wehren. Darüber hinaus ließen sich über SideWiki abgegebene Kommentare nicht mehr ändern.

Die Google Toolbar und SEO

Lange Zeit war die Google Toolbar für SEOs das Tool der Wahl, um den PageRank einer Website zu ermitteln. Selbiger war auch lange Zeit eine gängige Methode, um den „Wert“ einer Website zu bestimmen und z.B. Linktausch fair abzuwickeln. Heute ist der PageRank nur noch ein Wert unter vielen, der zur Bewertung einer Website herangezogen werden kann. So haben Kennzahlen wie die der Domainpopularität oder der Linkpopularität die Bedeutung des PageRank sukzessive gemindert. Wer dennoch Wert auf die Ermittlung des PageRank legt, kann diesen heutzutage auch mit anderen Tools ermitteln lassen.

Unabhängig von der PageRank-Funktion kann die Google Toolbar dennoch für SEO-Zwecke genutzt werden, um wichtige Indikatoren einer Website zu untersuchen. Hierzu zählen z.B. die Cache-Ansichten oder die farbliche Hervorhebung der Suchbegriffe. Allerdings wird die Toolbar auch hier von weitaus umfangreicheren Plug-Ins für Firefox, Chrome oder andere Browser an Funktionalität übertroffen. Viele der in die Toolbar integrierten Funktionen können heute sogar von Browsern übernommen werden, ohne dass hierfür extra ein Plug-In heruntergeladen werden muss.

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