Seeding


Seeding (deutsch: Aussähen) bezeichnet das gezielte Verbreiten von Inhalten in sozialen Netzwerken über Influencer oder weitere Online-Medien. Je nach Ausprägung kann Seeding im Rahmen von Viral Marketing oder zu Content Syndication genutzt werden. Ziele von Seeding im Marketing sind Branding sowie Steigerung von Reichweite und Traffic. Im Rahmen der Suchmaschinenoptimierung kann Seeding auch für den Backlinkaufbau im Rahmen der OffPage-Optimierung genutzt werden.

Definition von Seeding[Bearbeiten]

Seeding ist eine Marketingstrategie für Internetmedien, bei denen eine virenartige Verbreitung von Inhalten erreicht werden soll. Hierfür wird Content unterschiedlicher Ausgestaltung gezielt in Medien verteilt, die der Kommunikation und dem Meinungsaustausch dienen, wie:

  • sozialen Netzwerken
  • Communities
  • Blogs
  • Internetforen
  • journalistische Medien

Als Inhalte kommen nicht nur Texte in Frage, sondern auch Bilder, Grafiken, Videos und sogar Audiodateien. Um beim Seeding erfolgreich zu sein, ist es notwendig, eine gewisse Anzahl an Nutzern zu erreichen, die die Inhalte teilen und im Netz weiterverbreiten. Die Inhalte werden also “gesät” und keimen auf. Die “Früchte” dieser “Saat” werden dann von den Unternehmen in Form von Reichweite oder mehr Umsatz geerntet.

Sobald eine gewisse „kritische Masse“ erreicht ist, setzt sich die virale Kampagne wie in einem Schneeballsystem selbst in Bewegung und der Inhalt verbreitet sich rasend schnell. Um diesen Erfolg sichern zu können, ist es wichtig, geeignete Multiplikatoren, sogenannte Influencer, zu gewinnen und sie zum Teilen und Verbreiten der Inhalte zu bewegen. Diese erreichen mit jedem Beitrag sehr viele Menschen und können sie zum Kommentieren und Teilen animieren. Wie Seeding in der Praxis funktioniert, erklärt das YouTube-Video „Vortrag über das Seeding von Infografiken“.

Arten von Seeding[Bearbeiten]

In der Praxis wird einfaches und erweitertes Seeding differenziert.

Einfaches Seeding[Bearbeiten]

Das einfache Seeding basiert darauf, dass die identifizierten Influentials die „Lawine“ ins Rollen bringen. Man setzt darauf, dass allein diese Meinungsmacher die Botschaft mithilfe ihrer eigenen Follower weit genug verbreiten, dass virales Marketing entsteht. Diese Vorgehensweise ist nur dann zu empfehlen, wenn die Wahrscheinlichkeit der Verbreitung aufgrund der Inhalte der Seeding-Kampagne hoch ist. Es gibt keine Garantien für das Erreichen einer für virale Effekte wichtigen kritischen Masse.

Erweitertes Seeding[Bearbeiten]

Beim erweiterten Seeding setzt man nicht alleine auf die natürliche Verbreitung der Botschaft, sondern platziert gezielt Informationen in Videoplattformen, Blogs, Beiträgen in Foren und sozialen Netzwerken. Ziel ist es hier, möglichst schnell die kritische Masse zu erreichen, damit die Kampagne alsbald zum Selbstläufer wird.[1]

Zielgruppen- und Medienanalyse[Bearbeiten]

Im Zentrum einer erfolgreichen Seeding-Kampagne steht die Identifizierung der richtigen Zielgruppe und Meinungsträger sowie der am besten geeigneten Medien für die Ansprache der Zielgruppe. Allerdings sollte nicht nur auf solche sehr eng gefassten Medien abgezielt werden, sondern auch auf weiter gefasste Netzwerke, um auch insgesamt den Bekanntheitsgrad steigern zu können. Um die Influencer des jeweiligen Bereiches zu finden, sollten deren Social-Media-Profile oder deren Bekanntheitsgrad anhand verschiedener Methoden ermittelt werden. Zugleich spielt es auch eine wichtige Rolle, dass die Multiplikatoren die gleiche Zielgruppe erreichen, für welche die Inhalte des Seedings konzipiert wurden. Nur so ist die Chance auf Erfolg einer Seeding-Kampagne oder “Viral Seeding” gegeben.

Bedeutung für die Suchmaschinenoptimierung[Bearbeiten]

Im Rahmen der Suchmaschinenoptimierung wird insbesondere eine spezielle Art des Seedings eingesetzt, das „Content Seeding“. Auch hier werden Inhalte auf fremden Webseiten und auch in sozialen Netzwerken veröffentlicht. Ziel ist hier allerdings nicht vordergründig die Steigerung des Bekanntheitsgrads, sondern vielmehr die Generierung von Backlinks und Traffic. Folglich soll das Ranking der betreffenden Webseite verbessert werden.[2]

Die Anwendung von Content Seeding erfolgt analog zum Seeding im Bereich des Social Media Marketings. Auch hier werden Webseiten identifiziert, die bereit sind, die Botschaft zu teilen. Der Fokus liegt hier allerdings auf der Möglichkeit, themenrelevante Backlinks zu setzen. Deshalb muss im Vorfeld des Content Seedings eine umfangreiche Analyse über sinnvolle Backlinkquellen erfolgen.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Definition einfaches und erweitertes Seeding. Viralandbuzzmarketing.de. Abgerufen am 7. Dezember 2013.
  2. Content Seeding in der Praxis - Aus dem Logbuch eines Marketing Strategen. Eisy.eu. Abgerufen am 7. Dezember 2013.

Weblinks[Bearbeiten]