App Development

App Development (deutsch: Anwendungsentwicklung) bezeichnet den Prozess der Herstellung einer Anwendung für mobile Endgeräte wie Smartphones und Tablets.

Der Prozess

Ähnlich wie die Software- und Datenbankentwicklung durchläuft auch der Prozess des App Developments mehrere Stufen, die je nach Unternehmen und geplanter Anwendung sehr unterschiedlich aussehen können. Zumeist geht man jedoch in folgenden Stufen vor:

  • Strategie und Planung:
    In dieser Phase wird die grundsätzliche Idee für die App sowie ein dazu passendes, mobiles Geschäftsmodell entwickelt.
  • Konzeption und Design:
    Während dieser Phase legen die Entwickler fest, welche Funktionen die App bieten soll und welches Design umzusetzen ist.
  • Technische Umsetzung:
    Zur technischen Umsetzung zählen einerseits Programmier- und Designarbeiten, andererseits aber auch anschließende Tests.
  • Vermarktungskonzept:
    Nach Abschluss der technischen Arbeiten ist die Vermarktung erforderlich. Die Entwickler reichen die App bei der jeweiligen Plattform (z. B. Apple AppStore, Google Play) zur Veröffentlichung ein.
  • Wartung und Weiterentwicklung:
    Nach der Veröffentlichung ist einerseits die Wartung und Erweiterung der App erforderlich. Andererseits sollte fortwährend an der Weiterentwicklung gearbeitet werden, um die Kompatibilität und kontinuierliche Funktionserweiterungen gewährleisten zu können.

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Kosten für das App Development

Reine Informations-Apps lassen sich häufig mit Baukastensystemen erstellen, für die nur eine vergleichsweise geringe monatliche Gebühr fällig wird. Eine App mit umfangreichen Funktionen (z. B. eine Shopping-App mit Warenkorb und Kunden Accounts) ruft hingegen wesentlich höhere Gebühren auf den Plan. Teilweise ist sogar von Kosten bis zu 150.000 US-Dollar die Rede.[1] Die Kosten für die App-Entwicklung sind so unterschiedlich wie der jeweils anvisierte Zweck der App.

Insbesondere sind bei der Kalkulation der Kosten folgende Positionen zu berücksichtigen:

  • Kosten für die Developer Accounts bei Apple und Google Play
  • Höhe der Provision pro getätigten Verkauf für Apple bzw. Google
  • Art der App
  • Umfang des Grafikdesigns
  • Anbindung an externe Datenquellen
  • Verfügbarkeit eines Login-Systems
  • Verfügbarkeit von Zahlungsmöglichkeiten
  • Bewertungsfunktionen
  • Userprofile
  • Umfang der Konzeptionsarbeiten (abhängig vom eigenen Planungsstand)

Vertriebswege

Es gibt mehrere Möglichkeiten, eine App zu monetarisieren. Handelt es sich um die App eines E-Commerce-Unternehmens, kann diese im Regelfall direkt zur Monetarisierung genutzt werden. Ein typisches Beispiel hierfür ist die Shopping-App eines Onlineshops, der über dieses Medium Umsätze generieren kann. Solche Apps sind in der Regel kostenfrei erhältlich und werbefrei (abgesehen von unternehmenseigener Werbung).

Dient die App nicht der Selbstvermarktung, gibt es zwei grundsätzliche Möglichkeiten der Abrechnung. Die Anwendung kann kostenfrei zum Download gestellt werden. Die Finanzierung erfolgt in diesen Fällen über eingeblendete Werbebanner. Alternativ kann die App kostenpflichtig zum Download angeboten werden. In diesem Fall gibt es häufig eine kostenlose „Lite-Version“, die dem Nutzer die grundsätzliche Nutzung der Funktionen ermöglicht. Für weitergehende Funktionen benötigt der User dann jedoch eine vollwertige Lizenz. Teilweise kombinieren die Entwickler sogar beide Varianten und schalten Werbung in kostenpflichtigen Apps. Bei den Nutzern ist dies jedoch nicht gerne gesehen. Längst nicht jedes Konzept geht auf: Für viele Entwickler ist das App Development für die eigene Vermarktung ein Minusgeschäft.[2]

Einzelnachweise

  1. App Entwicklung Kosten. App3null.com. Abgerufen am 14..04.2014.
  2. Geld verdienen mit Mobile Apps: Realität oder Mythos? ZDnet.de. Abgerufen am 14.04.2014.

Weblinks

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