Google Merchant Center

Das Google Merchant Center (Google Händlerzentrum) ist ein Bereich, in dem Onlinehändler ihr Unternehmen anmelden und ihre Produktdaten hochladen können. Diese Daten stehen Werbekunden später in Google Shopping oder in anderen Google-Diensten zur Verfügung.

Entwicklung des Google Merchant Centers[Bearbeiten]

Der Dienst, auf den das heutige Google Merchant Center zurückgeht, hieß ursprünglich Froogle. Schon damals konnten die Nutzer über diesen Dienst Produktangebote im Internet finden. Seit 2007 ist der Dienst unter der Bezeichnung „Google Produktsuche“ bekannt. Schon wenige Jahre später erfolgte erneut eine Umbenennung, dieses Mal in „Google Shopping“. Für den Händler, der in Google Shopping gelistet werden wollte, wurde Google Base geschaffen.

Das Google Merchant Center ging aus Google Base hervor und konzentriert sich auf die automatisierte Aufnahme von Artikeln in den Produktkatalog mithilfe von Daten-Feeds. Das verbleibende Google Base hingegen dient der Listung von Artikeln, die nicht als Massenware verkauft werden. Seit Februar 2013 können Händler sich zwar kostenfrei für das Google Merchant Center anmelden, müssen aber für die Listung ihrer Angebote in Form von Shopping Ads über das Google AdWords-Programm bezahlen. Dieses YouTube-Video zeigt, mit welchen Änderungen sich Händler zu diesem Zeitpunkt auseinandersetzen durften: „Google Shopping Online-Seminar 1: Übersicht der Änderungen“.

GoogleMerchantCenter.png

Nutzung von Google Merchant Center[Bearbeiten]

Um das Google Merchant Center zu nutzen muss sich der Händler zunächst in seinem Google Account anmelden und sich anschließend für das Google Merchant Center registrieren. Anschließend kann er einen Daten-Feed erstellen und hochladen, mit dessen Hilfe selbst tausende Artikel automatisiert in Google Shopping eingestellt werden können. Das Google Merchant Center stellt hierfür eine API bereit, mit deren Hilfe der Daten-Feed aufgebaut werden kann. Damit Produkte zum Beispiel in Deutschland in Google Shopping oder gelistet oder als Shopping Ads angezeigt werden können, müssen mindestens die folgenden Attribute im Feed vorkommen:

  • [id]: einzigartige Artikelnummer (unveränderlich)
  • [title]: bis zu 70 Zeichen langer Produkttitel
  • [link]: Link zum Produkt
  • [price]: fester, unveränderlicher Preis für das Produkt
  • [description]: bis zu 10.000 Zeichen lange Beschreibung
  • [condition]: Zustand des Produkts (z. B. neu oder gebraucht)
  • [availability]: Verfügbarkeit des Artikels (z. B. sofort lieferbar)
  • [google_product_category]: Kategorie in Google
  • [product_type]: Artikelkategorie (nur Pflicht bei Bekleidung)
  • [brand] Marke, [gtin] GTIN, [mpn] MPN: zwei dieser drei Attribute muss das Datenfeed enthalten
  • [item_group_id]: die Produktgruppe
  • [image link]: der Link zu einem Produktbild


Die Pflichtattribute müssen im Produktfeed belegt werden, ansonsten besteht die Möglichkeit, dass Google den Feed nicht annimmt. Daneben gibt es noch weitere Attribute, die in der Produkt-Feed-Spezifikation des Google Merchant Centers eingesehen werden können. Üblicherweise gilt: je mehr Attribute, desto besser für die Listung in Google Shopping.

Wichtig ist, dass Werbetreibende ihre Datenfeeds sowie die Angaben im Merchant Center regelmäßig pflegen. Außerdem sollten sie auf die länderspezifischen Regeln achten. Fehler im Datenfeed oder Abweichungen bei geschäftlichen Adressen können sonst zur Sperrung des Kontos und somit zu Umsatzeinbußen führen.

Bedeutung für die Suchmaschinenoptimierung[Bearbeiten]

Nicht nur für die organische Google-Suche können Webseiten optimiert werden – auch die Suchergebnisse in Google Shopping oder die Klickpreise für Shopping Ads können durch eine gezielte Suchmaschinenoptimierung positiv beeinflusst werden. Hierfür gibt es eine Vielzahl möglicher Ansatzpunkte, beispielsweise:

  • Unterbringung der gewünschten Keywords im Produkttitel und in der Beschreibung (sind sie mit der Suche des Nutzers identisch, werden sie in Google Shopping fett markiert angezeigt)
  • Übermittlung großer Daten-Feeds mit vielen Artikeln
  • tägliche Aktualisierung des Daten-Feeds
  • Pflege möglichst vieler Attribute
  • Upload von Bewertungen im Netz

Auf die Rankings der organischen Suchtreffer haben die Produkte, die im Google Merchant Center eingepflegt werden, keinen Einfluss.

Weblinks[Bearbeiten]