Organic Search

Als Organic Search (deutsch: organische Suche) bezeichnet man die Suchergebnisse einer Suchmaschine, die nicht durch gezielte Werbeschaltungen beeinflusst werden können. Die organischen Suchergebnisse werden auch Search Engine Result Pages (kurz: SERP) genannt. Alle Ergebnisse der organischen Suche werden nicht als „Anzeigen“ markiert. Zur organischen Suche zählen sowohl Search-Snippets als auch Bilder, News-Artikel, Ergebnisse aus Google Maps sowie der Knowledge Graph.

Definition

Die Organic Search umfasst all jene Suchergebnisse, die aus dem individuellen Algorithmus der Suchmaschine resultieren. Dieser wird durch den Betreiber der Suchmaschine festgelegt und kann von Anbieter zu Anbieter variieren. Deshalb stimmen die SERPs von Google, Bing oder Yahoo zum selben Suchbegriff auch nicht unbedingt überein. Es ist nicht möglich, sich eine Platzierung in den SERPs zu erkaufen. Somit steht die Organic Search im Gegensatz zur Paid Search, bei der die Position sich überwiegend danach richtet, wie viel der Werbetreibende bereit ist, dafür zu bezahlen.

Beeinflussung der Positionierung in der Organic Search

Ein Ziel der Suchmaschinenoptimierung ist, das Ranking einer Webseite in den SERPs zu beeinflussen. Diese Arbeit erfordert in der Regel viel Aufwand. Der Aufwand hängt dabei sowohl von der Zahl der Mitbewerber zu den jeweiligen Keywords als auch von der Anzahl der Suchbegriffe ab, mit der eine Webseite gute Rankings erzielen möchte. Einer Studie des englischen Blogs Moz.com zufolge muss bei der projektweisen Abrechnung mit Kosten zwischen 1.000 und 7.500 US-Dollar pro Webseite gerechnet werden. Pro Stunde berechnen SEO-Agenturen 76 bis 200 US-Dollar.[1] Dennoch lohnt sich der Aufwand in sehr vielen Fällen. Der Google Analytics Experte Avinash Kaushik ermittelte einst, dass rund 86 Prozent der Suchmaschinennutzer die organischen Suchergebnisse bevorzugen.[2] Mit einer Top-Platzierung in den SERPs können die Betreiber von Webseiten daher wesentlich mehr Traffic erzielen als über bezahlte Anzeigen.

Würde man versuchen, dieselbe Anzahl an Zugriffen über die Paid Search zu erlangen, wären die Kosten um ein Vielfaches höher als für die Optimierung der Organic Search. Die Kosten pro Klick liegen bei der Suchmaschinenoptimierung in aller Regel wesentlich niedriger als bei bezahlten Anzeigen.

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Faktoren für das Ranking in der Organic Search

Es gibt eine Vielzahl verschiedener Faktoren, die in das Ranking hineinwirken. Hierzu gehören unter anderem[3]:

All die verfügbaren Methoden für die Optimierung des Rankings in der Organic Search lassen sich grob in zwei Bereiche einteilen: die OnPage Optimierung und die OffPage Optimierung. Die OnPage Optimierung dreht sich rund um die Anpassungen, die an der eigenen Webseite vorgenommen werden können. Diese können beispielsweise den Content, die interne Linkstruktur, die Navigation oder die Ladegeschwindigkeit betreffen. Im Rahmen der OffPage Optimierung wird außerhalb der eigenen Webseite optimiert, beispielsweise über den gezielten Linkaufbau oder Aktivitäten in Social Media-Kanälen. Die bedeutendsten Rankingfaktoren verdeutlicht das folgende bei YouTube veröffentlichte Webinar zum Thema "Die wichtigsten Rankingfaktoren".

Bedeutung für die Suchmaschinenoptimierung

Die Organic Search steht im Zentrum jeglicher Bemühungen im Bereich der Suchmaschinenoptimierung. Das Erreichen höherer Rankings in den SERPs ist das erklärte Ziel der Suchmaschinenoptimierung. Dieses Ziel zu erreichen wird angesichts der großen Konkurrenz immer schwieriger. Zudem verändert Google regelmäßig die eigenen Algorithmen, sodass Suchmaschinenoptimierer stets innerhalb kürzester Zeit reagieren müssen, um einmal erreichte Rankings in der Organic Search halten zu können. Teilweise ist es sogar erforderlich, frühere SEO-Maßnahmen rückgängig zu machen, um Abstrafungen zu vermeiden. So geschehen beispielsweise beim sogenannten "Linkabbau", der insbesondere die Zeit nach dem Google Penguin Update ab April 2012 kennzeichnete[4].

Durch die verstärkte Anreicherung der organischen Suchergebnisse mit Bildern, dem Knowledge Graph sowie der Ausrichtung auf die Suchanfrage wird es für Webmaster ebenfalls schwieriger, Top-Ergebnisse in den SERPs zu erreichen. Zugleich variiert die Verteilung von bezahlten Suchanzeigen zum Beispiel bei Google sehr stark. So kann es vorkommen, dass die ersten vier Treffer schon aus Textanzeigen bestehen. Demnach rutschen selbst gut gelistete Webseiten in den Ergebnislisten noch tiefer und verlieren somit noch mehr Aufmerksamkeit der Nutzer.

Es gibt Marketing-Ansätze, die vor allem E-Commerce-Bereich eine zu starke Fixierung auf die Organic Seach kritisieren. Diese Kritik bezieht sich vor allem auf die verstärkte Konzentration auf und damit die starke Abhängigkeit von Google als führende Suchmaschine. So hat sich in manchen Fällen die Erkenntnis durchgesetzt, dass es weitere Alternativen zu Google gibt, um Produkte online zu verkaufen oder zu bewerben. So spielen zum Beispiel die Shoppingportale Amazon oder Ebay auch für Händler eine wichtige Rolle, da viele Verbraucher direkt bei diesen Portalen nach Produkten suchen und Google hierfür überhaupt nicht verwenden.

Einzelnachweise

  1. Kosten für SEO. Moz.com. Abgerufen am 13. Dezember 2013.
  2. AdWords vs. SEO. jm-seo.org. Abgerufen am 13. Dezember 2013.
  3. Die wichtigsten Ranking Faktoren 2013. t3n.de. Abgerufen am 13. Dezember 2013.
  4. Schlechte Links entfernen in 5 Minuten. Baynado.de. Abgerufen am 13. Dezember 2013.

Weblinks

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