Snippets

Der Begriff Snippets (deutsch: Schnipsel) hat mehrere Bedeutungen in der Informationstechnologie. An dieser Stelle wird das Google Snippet oder SERP Snippet behandelt.

Als Snippet bezeichnet man die Vorschau des Inhalts einer Webseite in den Suchergebnissen. Snippets werden abhängig vom Suchbegriff generiert. Sie werden als als Teil einer Suchergebnisliste (SERP) dargestellt. Je nach Ausgestaltung durch Suchmaschinen wird aus einem einfachen Snippet ein Rich Snippet oder “featured Snippet”. Häufig verwendet Google für die Anzeige des Snippets die Meta-Description sowie den Meta-Title der Zielseite. Die Ausgestaltung des Snippets kann Auswirkungen auf die Klickrate haben.

Komponente eines Snippets

Ein Snippet wird von der Suchmaschine automatisch generiert und bezieht sich meist auf die hinterlegten Metadaten Title, Description und die gecachte URL einer Seite. Die URL wird dabei nicht zwingend vollständig angezeigt. Ist die URL zu lang, schneidet Google diese an einer bestimmten Stelle ab. Auch Title und Description sind auf eine gewisse Zeichenanzahl begrenzt. Übersteigen die Zeichen die maximale Pixelbreite, kann es passieren, dass Google diese ebenso wie die Cache-URL abschneidet oder automatisch ein Snippet aus dem vorhandenen Content generiert.

Es gibt keine Garantie dafür, dass die vorhandenen Meta-Daten von der Suchmaschine übernommen werden. Auch wenn die Länge der Snippet-Elemente den allgemeinen SEO-Empfehlungen entspricht, kann Google abhängig von der jeweiligen Suchanfrage andere Snippets präsentieren.

Aktuell werden verschiedene Arten von Snippets ausgeliefert. So kann ein Snippet in den Google Suchergebnissen neben den Standardelementen wie Title, Description und URL auch weitere Elemente wie Bewertungssterne, Preisangaben oder Eventdaten enthalten. Bei manchen Websites wird auch ein Datum in Form des Fresh Tags angezeigt.

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Fettdruck von Keywords im Snippet

Kommen bei Suchanfragen die eingetippten Schlüsselwörter im Snippet vor, werden diese durch Google fett hervorgehoben. Man spricht dabei auch von Keywords in Context (Abk.: KWIC). Der Fettdruck dient zu User Experience Zwecken. Durch hervorgehobene Begriffe kann ein User schneller identifizieren, ob seine gesuchten Begriffe auf einer Seite vorkommen. Ein Webmaster kann durch das Unterbringen wichtiger Keywords in der Description vom Fettdruck profitieren, da der Snippet mit hervorgehobenen Begriffen wahrscheinlich häufiger geklickt werden kann. Meta-Description an sich hat jedoch keinen direkten Einfluss auf das Ranking.

Rich Snippets

Neben Standard-Snippets mit drei Grundelementen Title, Description und URL gibt es eine Reihe weiterer Snippet-Arten. Diese werden als Rich Snippets bezeichnet und können Elemente wie Sterne, Links, Bilder, Videos, Preise und vieles mehr anzeigen.

Die Informationen zum Erzeugen von Rich Snippets werden durch HTML-Markup im Quellcode einer Seite hinterlegt. Dieses Markup hilft Google, bestimmte Arten von Daten zu erkennen, um diese dann sinnvoll in den Rich Snippets anzuzeigen. Mittels Schema.org können Webmaster man sehr einfach die wichtigsten HTML-Tags für die eigene Webseite ermitteln und die Daten so strukturieren.

Folgende Markups werden von Google unterstützt:

  • Bewertungen
  • Produkte
  • Organisationen
  • Rezepte
  • Veranstaltungen
  • Musik
  • Preise
  • Eventdaten

Mittels Rich Snippets Testing Tool kann getestet werden, ob eine Seite die Voraussetzungen für Rich-Snippets in den Google SERPs erfüllt. Ist eine Webseite in der Google Search Console hinterlegt, kann das Tool ebenfalls anzeigen, ob strukturierte Daten korrekt ausgezeichnet sind. Ebenfalls über die Search Console kann der sogenannte “Data Highlighter” zur manuellen Auszeichnung von strukturierten Daten über das Frontend der Webseite genutzt werden.

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Beispiel für ein Rich Snippet für die Suchanfrage "Rich Snippet": Autor und Daten zu Google+ Kreisen sind als Mikrodaten hinterlegt. Hinweis: Diese Funktion wird mittlerweile nicht mehr von Google unterstützt.. Grundsätzlich gibt es jedoch keine Garantie dafür, dass Google anhand der angebotenen strukturierten Daten überhaupt Rich Snippets generiert.

Quelle: Google.de

Featured Snippets

Google bietet seinen Nutzern seit einiger Zeit sogenannte “featured snippets” an. Dabei handelt es sich um Suchergebnisse, die oberhalb der organischen SERPs in einer eigenen Box angezeigt werden. Meist liefern Featured Snippets konkrete Antworten auf eine Suchanfrage, die eine Definition erfordert oder mit einem Satz beantwortet werden kann. Google baut diese Suchfunktion kontinuierlich aus, sodass Nutzer häufig keine Webseite mehr aufrufen müssen, um ihr Suchbedürfnis zu erfüllen. Featured Snippets sind nicht zu verwechseln mit der Google One Box oder dem Knowledge Graph, welche verschiedene Informationen zu einer Band, einem Künstler oder einem Sachverhalt kompilieren. Featured Snippets werden mit Hilfe von Algorithmen anhand des vorhandenen Contents einer Webseite zusammengestellt.

Vorteile von Rich Snippets

Die Vorteile von Rich Snippet liegen zunächst in der gesteigerten Aufmerksamkeit des Users. Durch Elemente wie Bewertungen, Bilder oder Preisangabensoll Vertrauen (engl. Trust) beim User bei Suchanfragen erzeugt werden. Diese Daten dienen als Eyecatcher und fallen schon auf den ersten Blick auf. Denn Rich Snippets unterscheiden sich deutlich von herkömmlichen Suchergebnissen. Rich Snippets können die Click-Through-Rate erhöhen, weil die visuelle Aufmerksamkeit auf dieses Suchergebnis gelenkt wird.

Weiterhin kann vermutet werden, dass Suchmaschinen bestimmte Inhalte, die mit Microdata angereichert sind, positiv bewerten. Zwar führt dies nicht zwangsläufig zu besseren Rankings in den SERPs, jedoch haben sie zumindest eine höhere Aufmerksamkeit des Users zur Folge. Das erhöht dann die CTR, was wiederum von den Suchmaschinen positiv bewertet wird.

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