Manuelle Maßnahmen


Manuelle Maßnahmen stellen seit August 2008 eine Funktion der Google Search Console dar. Sie dienen dazu, den Betreiber einer Website über gegen seine Seite ergangene manuelle Maßnahmen aufgrund von Verstößen gegen die Google Webmaster Richtlinien zu informieren.

Manuelle Maßnahmen in GWT[Bearbeiten]

Mit diesem Service können Webmaster prüfen, ob ihre Seite von “manuellen Maßnahmen” betroffen ist. Hierzu rufen sie die Google Webmaster Tools auf. Dort wechseln sie in den Menüpunkt „Suchanfragen“ und darunter zu den „manuellen Maßnahmen“. Sollte eine manuelle Maßnahme vorliegen, erscheint sie in diesem Bereich.

Besonders wichtig ist dieser Bereich in den Google Webmaster Tools auf dem Hintergrund, dass Google bereits seit geraumer Zeit manuelle Maßnahmen ergreift, um Webspam aus den SERPs zu entfernen. Mehr dazu erklärt Matt Cutts in diesem YouTube-Video. Wurde eine Website mit einer Penalty belegt, kann der Seitenbetreiber an dieser Stelle herausfinden, worin genau das Problem besteht. Nachdem er den vermeintlichen Fehler behoben hat, kann er mithilfe der Schaltfläche „Überprüfung beantragen“ Google darauf hinweisen. Stellt Google im Rahmen der erneuten Überprüfung fest, dass die Richtlinienverstöße beseitigt wurden, kann je nach Schwere der Abstrafung der Wiedereinsatz in frühere Rankings oder zumindest eine verbesserte Position erreicht werden.

Beispiel[Bearbeiten]

Manuelle Maßnahmen können folgendermaßen aussehen:

spam massnahme.png

Spam Maßnahme Webmaster Tools[1]

In diesem Beispiel wurden Foren- und Gästebucheinträge als Spam verifiziert. Dies führte zu manuellen Spam Maßnahmen und eventuell auch zu einer Herabstufung. Dank dieser Nachricht hat der Webmaster nun die Chance, diesen “nutzergenerierten Spam” zu beseitigen und eine erneute Prüfung über den Button “Überprüfung beantragen” zu starten. Über durchgeführte Maßnahmen erhält der Seitenbetreiber außerdem eine Nachricht in den Google Webmaster Tools.

Arten von manuellen Maßnahmen[Bearbeiten]

Google selbst beschreibt in der Google-Hilfe[2] neun verschiedene Arten von manuellen Maßnahmen exemplarisch:

  • unnatürliche Links zur Website
  • unnatürliche Links von der eigenen Website
  • gehackte Website
  • Inhalte von geringer Qualität und mit wenig oder gar keinem Mehrwert
  • reiner Spam
  • nutzergenerierter Spam
  • Cloaking bzw. irreführende Weiterleitungen
  • Verborgener Text und überflüssige Keywords
  • kostenfreie Spam-Hosts

Vorgehensweise nach manuellen Maßnahmen[Bearbeiten]

Wurde gegen eine Website eine manuelle Maßnahme verhängt, sollten Seitenbetreiber viel Zeit investieren und die bemängelten Probleme beseitigen. Besonders häufig werden Penaltys aufgrund eines unnatürlichen Linkaufbaus verhängt, beispielsweise aufgrund des übermäßigen Setzens von Keyword Links, das Nutzen von Linkwüsten und Artikelverzeichnissen und natürlich der Kauf bzw. die Miete von Links. Im ersten Schritt müssen die möglichen Ursachen identifiziert werden.

Google konkretisiert hier leider nicht, welche Links genau gemeint sind. Deshalb sollten alle gesetzten Links genau auf ihre Regelkonformität hin überprüft und gegebenenfalls entfernt werden. In diesem Zuge werden höchstwahrscheinlich auch einige Links abgebaut, die eigentlich von der Maßnahme gar nicht betroffen waren. Dieser Linkabbau sollte schriftlich dokumentiert werden, um den Google Mitarbeitern gegebenenfalls nachweisen zu können, welche Maßnahmen ergriffen wurden.

Anschließend kann die erneute Überprüfung beantragt werden. In diesem Zuge sollte erläutert werden, welche Maßnahmen man ergriffen hat, um den Regeln wieder zu entsprechen. Danach kann die Aufhebung der manuellen Spam Maßnahme beantragt werden.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Manuelle Webspam Maßnahmen in Webmaster Tools Googlewebmastercentral. Abgerufen am 31. März 2014.
  2. Manuelle Maßnahmen. Google-Support. Abgerufen am 31. März 2014.

Weblinks[Bearbeiten]