Cloaking

Cloaking (englisches Verb: to cloak; deutsch: verhüllen, maskieren, tarnen) ist ein Begriff aus der Suchmaschinenoptimierung und steht für eine HTML-Technik, die dem Suchmaschinen-bot andere Inhalte präsentiert als dem Webseitenbenutzer.

Allgemeine Informationen

Surft ein Nutzer im Netz und ruft er eine bestimmte Website auf, bekommt er unter der eingegebenen URL bestimmte Dateien dargestellt. Oft geschieht das Aufrufen einer Seite aber auch über eine Suchmaschine, die den Inhalt der Webseite aus einem Index ausgibt. Dieser Index wird gebildet, indem der Googlebot, auch Crawler genannt, die Dateien ausliest, verschlagwortet und im Index ablegt. Klickt nun ein Nutzer auf eine Seite in den Suchergebnissen, möchte er die gleichen Inhalte angezeigt bekommen, die auch unter dem direktem Aufruf der Seite abrufbar sind. Beim Cloaking ist das aber nicht der Fall.

Die Nutzer sehen zwar unter Umständen den gleichen Content, aber die Suchmaschinen bzw. die Crawler nicht. Diese Art von Cloaking wird User-Agent-Cloaking genannt, während Cloaking aber auch abhängig von der IP-Adresse sein kann. Cloaking verletzt in jedem Fall die Qualitätsrichtlinien Googles und auch anderer Suchmaschinenbetreiber wie Yahoo oder Bing.

Der Einsatz dieser Technik ist auf einer Webseite verboten, da damit dem Nutzer Inhalte vorgetäuscht werden. Dies kann von Usern als benutzerunfreundlich bzw. als Täuschungsversuch empfunden werden, wenn die Dateien unter einer URL andere sind als in den Suchergebnissen – so Google. Cloaking ist thematisch verwandt mit den sogenannten Doorway-Pages, wobei diese als Weiterleitungen fungieren, auch wenn sie zunächst andere Inhalte anzeigen.

Einsatz von Cloaking

Die Meinungen zum Einsatz der Cloaking-Techniken sind umstritten. Während Google die Technik als benutzerunfreundlich empfindet und den Einsatz von Cloaking als Bestrafungsgrund (Penalty) für eine Webseite sieht, gibt es auch Cloaking-Befürworter, die behaupten, dass Cloaking notwendig sei, um die Meta-Daten einer Seite zu schützen.[1]

Zudem muss Cloaking klar von der legitimen Darstellung von bestimmten Dateien getrennt werden: Häufig wird die Darstellung von mobilen Webseiten mit Cloaking verwechselt. Beim Crawling einer mobilen Webseite wird ein Mobile User Agent (Googlebot mobile) eingesetzt. Wird dieser erkannt, kann eine kompakte Webseiten-Version vom Server für eine optimale Darstellung auf einem mobilen Gerät wie dem IPhone oder Android geladen werden. Die mobile Darstellung zählt nicht dazu, da es sich um einen Mobile User Agent handelt, der die Webseite besucht, und nicht um den Googlebot.

Google begrüßt den Einsatz mobiler Darstellungen, da die kompakte Anzeige benutzerfreundlicher als die normale Webseiten-Version ist, und sieht hierbei somit keine Gefahr des Cloaking-Einsatzes. Auch eventuelle Redirects, die aufgrund von Geodaten geschehen, werden nicht als Cloaking angesehen. In diesem Fall wird dem Nutzer Content gezeigt, der in spezieller Weise für den Nutzer interessant ist und aufgrund seines Standortes dargestellt wird.

Im Einzellfall muss man also unterscheiden, ob dem Nutzer bestimmte Daten gezeigt werden, weil sie für ihn besonders relevant sind oder ob es sich um einen gewollten Täuschungsversuch handelt.[2]

Bedeutung für die Suchmaschinenoptimierung

Cloaking gilt in der Suchmaschinenoptimierung als Maßnahme, die das Ranking von Websites verbessern soll. Allerdings wertet Google diese Maßnahme als manuellen Eingriff in das Ranking. Unter Umständen wird eine Website, die Cloaking verwendet, ganz aus dem Index entfernt und ist über die Suchmaschinen dann nicht mehr aufrufbar. Cloaking zählt zu den Techniken des Black-Hat-SEOs. Für SEOs ist es deshalb empfehlenswert, sich an die Google Webmaster Richtlinien zu halten und dem Webseitenbenutzern und dem Googlebot die gleichen Inhalte zu präsentieren.

Einzelnachweise

  1. Cloaking. webopedia.com. Abgerufen am 22. April 2014.
  2. What is Cloaking & Is All Cloaking Evil?. searchenginejournal.com. Abgerufen am 22. April 2014.

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