Post-Click-Tracking


Der Begriff Post-Click-Tracking (PCT) bezeichnet eine Tracking-Methode, bei der gemessen und ausgewertet wird, welchem Klickpfad der Besucher einer Website nach dem Klick auf ein Werbebanner oder ein anderes Werbemittel folgt.

Inhalt von Post-Click-Tracking[Bearbeiten]

Post-Click-Tracking ermittelt, was der Besucher tut, nachdem er auf eine bestimmte Werbeanzeige oder ein Banner geklickt hat. Im Falle eines Onlineshops geht es häufig um die Frage, ob ein Kauf generiert wird und welche Umsätze getätigt werden. Ist das Ziel einer Werbekampagne, neue Newsletterabonnenten zu gewinnen, kann man über Post-Click-Tracking herausfinden, wie viele der über die Anzeige weitergeleiteten Besucher sich schließlich in die Mailingliste eingetragen haben. Über Post-Click-Tracking wird ein kompletter Klickpfad erstellt. Jede Aktion und jeder Klick, die der Besucher auf der Zielseite vornimmt, werden erfasst und ihm zugeordnet. So lässt sich der Weg, den ein Besucher meist nimmt, detailliert auswerten.

Sessionbasiertes Tracking und Cookie-Tracking[Bearbeiten]

Es lassen sich zwei grundsätzliche Arten von Post-Click-Tracking unterscheiden. Beim sessionbasierten Tracking beziehen sich die erhobenen Daten stets nur auf die aktuelle Sitzung des Users. Schließt dieser seinen Browser oder ist eine Zeitlang inaktiv, werden die Daten nicht mehr weiter erfasst bzw. zugeordnet. Tätigt der Besucher beispielsweise erst einen Tag später eine Bestellung, taucht diese in der Auswertung nicht auf.

Im Gegensatz dazu steht das Cookie-Tracking. Hierbei können anhand eines Cookies, einer Datei auf dem Rechner des Nutzers, mehrere Wochen lang detaillierte Informationen über Aktivitäten auf der betrachteten Website erfasst werden. Klickt ein Besucher also auf ein Werbebanner, informiert sich auf der Zielseite über ein Produkt und kauft es aber erst eine Woche später, so wird der Kauf immer noch dem jeweiligen Besucher zugeordnet. In der Praxis werden meist permanente Cookies mit einer Laufzeit von bis zu 30 Tagen erfasst. Man spricht daher auch von einer „Delayed Conversion“ (deutsch: zeitversetzte Konversion).

Ziele von Post-Click-Tracking[Bearbeiten]

Post-Click-Tracking ist eine Maßnahme, die im Idealfall Werbekampagnen unterschiedlichster Art von Anfang an begleitet. Ziel ist es herauszufinden, ob die Zielgruppe optimal angesprochen wird und ob diese auf die Art und Machart der Werbung anspricht. Der Auswertende erfährt, welche Informationen in einer Kampagne ihn dem Ziel der Konversionssteigerung näher bringen. Durch die Auswertungsmöglichkeiten des Post-Click-Trackings können mehrere Kampagnen parallel laufen. Durch die direkte Vergleichbarkeit der Erfolge und Reaktionen der Besucher kann einfach herausgefunden werden, welche Art der Werbung die besten Ergebnisse erbringt.

Die Informationen, die aus dem Post-Click-Tracking gewonnen werden, können dabei helfen, das Suchmaschinen-Marketing und Werbekampagnen zu optimieren. Noch während die Kampagnen laufen, können sie immerzu an das erfasste Verhalten der User angepasst werden, bis schließlich das optimale Ergebnis aus den Marketingmaßnahmen herausgeholt werden kann.

Ursachenforschung mit Post-Click-Tracking[Bearbeiten]

Läuft eine Werbeanzeige nicht so gut wie geplant, können mithilfe von Post-Click-Tracking die Ursachen dafür aufgedeckt werden. Anhand der Media-Daten zu den Benutzern kann ausgewertet werden, ob überhaupt die richtige Zielgruppe angesprochen wird. Stellt sich heraus, dass ein Großteil der Klicks auf ein Werbebanner für einen neuen Männerrasierer von weiblichen Nutzern stammt, weil es in einem Frauenforum geschaltet war, ist die Erklärung für eine schlechte Konversion gefunden.

Weitere Einsatzbereiche für Post-Click-Tracking[Bearbeiten]

Post-Click-Tracking wird in erster Linie für die Auswertung und Optimierung von Werbekampagnen im Internet eingesetzt. Allerdings bieten sich verschiedene weitere Einsatzbereiche an:

  • Ermittlung der Provisionen für Affiliates
  • Auswertung des Umsatzpotentials von Newsletterabonnenten
  • Auswertung über Umsätze bestimmter demografischer oder geografischer Gruppen (z. B. nach Alter, Geschlecht oder Herkunft aufgegliedert)
  • Tracking von Offline-Werbekampagnen, z. B. in Zeitschriften oder im TV (Nutzung von QR-Codes zur Erfassung)

Weblinks[Bearbeiten]