RSS-Feed

Mit einem RSS-Feed können User seit 1999 aktuelle Informationen über Änderungen auf einer Website erhalten. Hierfür müssen sie den Feed abonnieren. RSS steht dabei für „Really Simple Syndication“ und umfasst viele verschiedene Formate, die einheitlich im XML-Format strukturiert und zusammengefasst werden. Das Konkurrenzformat lautet ATOM.

Einsatzmöglichkeiten

Über RSS-Feeds können vielfältige Informationen mit Hilfe von RSS-Diensten gebündelt werden. Der User hat so die Möglichkeit, stets über aktuelle Neuigkeiten der von ihm ausgewählten Seiten in Kurzform informiert zu werden. RSS-Feeds enthalten in der Regel immer nur einen kleinen Ausschnitt einer Internetseite sowie einen Link, der angeklickt werden kann, wenn ein Nutzer mehr lesen möchte. RSS-Feeds werden häufig von Blogs und News-Seiten verwendet, die eine möglichst breite Leserschaft erreichen wollen. Diese Leser werden dann über neue Inhalte informiert, ohne dass sie ständig auf den betreffenden Seiten nach neuen Inhalten suchen müssen.

RSS-Feeds können außerdem auch für das Abonnement von Podcasts genutzt werden. Darüber hinaus nutzen sogenannte „Torrent-Dienste“ RSS-Feeds, um ihren Nutzern damit den direkten Download von Dateien zu ermöglichen.

Funktionsweise

Ein User muss einen RSS-Feed abonnieren, um die Informationen über sein Mailingprogramm, den Browser oder einen „RSS-Reader“ auszulesen. Der Vorteil für Abonnenten besteht darin, dass sie vielfältige Informationen von unzähligen Websites gebündelt erhalten. Für die Anbieter von RSS-Feeds besteht der Vorteil im Versenden von Informationen, ohne sich dabei um die Bestandspflege von Adressaten kümmern zu müssen. Folglich ist es für beide Seiten eine zeitsparende Möglichkeit, um aktuelle Informationen zu senden bzw. zu empfangen.

Im Rahmen der Content Syndication werden RSS-Feeds häufig verwendet, um eine Website mit neuen Informationen zu versorgen, ohne dass von den Betreibern der Seite eigene Inhalte geschrieben werden müssen. Allerdings ist diese Praktik hinsichtlich der Suchmaschinenoptimierung auch im Zusammenhang mit Parsing-Methoden oftmals fraglich.

Bestandteile

Eine RSS-Datei enthält in der Regel folgende Bestandteile, die im Quelltext hinterlegt werden. Unter „item“ wird jeweils ein Beitrag/Artikel verstanden, der im Datenfeed übermittelt wird.

 <?xml version="1.0" encoding="utf-8"?>
 <rss version="2.0">
   <channel>
     <title>Name des RSS-Feeds</title>
     <link>vollständige URL: http://www.beispielseite.de</link>
     <description>Kurzbeschreibung des RSS-Feeds</description>
     <language>[[hreflang|Sprache]] (z. B. "de-de")</language>
     <copyright>Verfasser des Feeds</copyright>
     <pubDate>Datum und Uhrzeit der Erstellung("Wed, 24 Aug 2013 12:00:39")</pubDate>
     <image>
       <url>URL zur angezeigten Bild-Grafik</url>
       <title>Titel der Grafik</title>
       <link>verknüpfte Bild-URL</link>
     </image>
     <item>
       <title>Titel eines Eintrags/Artikels</title>
       <description>beschreibende Zusammenfassung des Eintrags</description>
       <link>Hyperlink zum Eintrag/Artikel</link>
       <author>Autor mit Mail-Adresse</author>
       <guid>ID zur Bestimmung des Artikels</guid>
       <pubDate>Veröffentlichungsdatum</pubDate>
     </item>
     <item>
     s.o.
     </item>
   </channel>
 </rss>

RSS-Feeds und SEO

Aufgrund der einfachen Handhabung und der einfachen Linkgenerierung wurden RSS-Feeds in der SEO-Szene lange Zeit für den Linkaufbau genutzt. Hierfür wurde der RSS-Feed einer Seite in sogenannten RSS-Verzeichnissen hinterlegt. Jeder einzelne Beitrag innerhalb eines Feeds konnte somit für einen Backlink sorgen. Aber ähnlich wie Einträge in Webverzeichnisse wurden Einträge in RSS-Verzeichnisse von Suchmaschinen bald als Spam-Maßnahme interpretiert, vor allem, wenn die Einträge in massivem Ausmaß geschahen. Als Mittel zum Linkaufbau sind RSS-Feeds demnach nicht mehr geeignet.

Von vielen Websites wurden und werden RSS-Feeds verwendet, um der eigenen Domain mehr Aktualität zu verleihen. Allerdings sorgen diese Portale dann auch wiederum für mehr ausgehende Links von der eigenen Seite, was wiederum nachteilig hinsichtlich der Bewertung durch Suchmaschinen werden könnte. Darüber hinaus können die in den Feeds enthaltenen Kurzbeschreibungen für Duplicate Content sorgen, der von Google & Co. sehr negativ bewertet werden kann. Wenn zusätzlich Inhalte geparsed werden, liegt ein Datenmissbrauch nahe und es droht Spam-Gefahr, wenn eine Website darüber hinaus keine eigenen Inhalte bereitstellt. Zum Aufrüsten der eigenen Website sind RSS-Feeds demnach eher nicht geeignet.

Grundsätzlich können RSS-Feeds eine gute Möglichkeit sein, um auf ein Webprojekt oder einen Blog aufmerksam zu machen. Allerdings hat ein Webmaster nach der Veröffentlichung der RSS-Feeds keinen Einfluss mehr darauf, welche Websites seine Feeds einbinden. Neben Bad Neighbourhood ist auch hier die Gefahr, dass die eigene Seite aufgrund von doppelt oder mehrfach im Netz veröffentlichten Inhalten abgewertet wird.

Wer einen RSS-Feed einer anderen Website auf seinem eigenen Projekt sinnvoll und mit Maßen einsetzt, kann seinen Besuchern einen Mehrwert bieten. Allerdings sollte der Nutzen ganz klar ermittelt werden.

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