Serverauslastung


Die Serverauslastung ist ein Prozentwert, der darüber Aufschluss gibt, in welchem Maße die Server-Infrastruktur in Anspruch genommen wird, wenn Klienten eine Webseite oder einen anderen Dienst, der über den Server läuft, aufrufen. Die Serverauslastung ist abhängig von verschiedenen Faktoren: Übertragungsbandbreite, Anzahl der Anfragen, Größe und Art des zu ladenden Contents und der Serverarchitektur.

Allgemeine Informationen[Bearbeiten]

Ein Server überträgt Dokumente und Dateien an einen Client. Zum Beispiel einen Webbrowser. Treten Fehler beim Laden von Dokumenten vom Server zum Browser auf, wird die Webseite nur teilweise oder gar nicht geladen. Wird ein Server durch besonders viele HTTP-Anfragen überlastet, kann dies dazu führen, dass die Website nur sehr langsam lädt oder eine Fehlermeldung ausgibt. Im schlimmsten Fall muss der Server neugestartet oder technisch überholt werden. Bei verkaufsorientierten Webseiten wie Onlineshops sind eine hohe Serverauslastung und vor allem Server-Ausfälle unbedingt zu vermeiden.

Praxisbezug[Bearbeiten]

Spezielle Tools können das Verhalten eines Servers überwachen. Dabei wird z.B. die Menge der übertragenen Datenpakete oder die durchschnittliche Ladezeit eines Datenpakets gezeigt. Ist die Ladezeit zu hoch, kann es zu Darstellungsproblemen von Dokumenten beim Client (z.B. im Webbrowser) kommen. Bei Serverausfällen können Webseiten längere Zeit nicht erreichbar sein. Daher ist es empfehlenswert, einen Webserver permanent zu beobachten, damit die optimale Ladegeschwindigkeit und die Erreichbarkeit einer Webseite gewährleistet ist.

Neben der Überwachung gilt es auch, die Infrastruktur eines Servers möglichst auf die Anforderungen abzustimmen. Werden viele Seitenaufrufe erwartet, muss der Server diese beantworten können. Gerade bei bestimmten Ereignissen und News sind einige Webseiten besonders stark gefragt. Wird beispielsweise ein neues Spiel vorgestellt, kommt es oft vor, dass die Server des Online-Spiels die vielen Anfragen der Spieler nicht beantworten können. Auch Multimedia-Inhalte erfordern eine Serverarchitektur, die auf diese Datenpakete zugeschnitten ist.

Um die Serverarchitektur auf die Anforderungen abzustimmen, können verschiedene Mittel gewählt werden. Ein CDN stellt zum Beispiel sicher, dass nicht ein einziger Server belastet wird, sondern Server in der Nähe des Anfragenden, die ggf. mit weiteren Server geschaltet sind. Auch virtuelle Server und Dedicated Server können eine Lösung darstellen.

Bedeutung für die Suchmaschinenoptimierung[Bearbeiten]

Insbesondere für Suchmaschinen ist es relevant, dass problemlose Dokumentenübertragung und angemessene Geschwindigkeit unter anderem von der Serverauslastung abhängen. Site Speed gilt als wichtiger Ranking Faktor für Google und kann das Ranking einer Seite beeinflussen.

Google empfiehlt, den Page Speed regelmäßig zu überprüfen, einfache Dateiformate zu verwenden und ggf. ein CDN zu nutzen, wenn dies erforderlich scheint. Auch das Hinterlegen einer Kopie der Website bei einem Drittanbieter kann eine Alternative darstellen, wenn besonders viele Anfragen den Server belasten.[1]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. So bereitet ihr eure Website auf einen Besucheransturm vor. googlewebmastercentral-de.blogspot.de. Abgerufen am 22. Januar 2014.

Weblinks[Bearbeiten]