Content Curation


Als Content Curation (deutsch: Kuratieren von Inhalten) bezeichnet man das Zusammentragen, Aufbereiten und Veröffentlichen von Inhalten, die man nicht selbst erstellt hat.

Funktionsprinzip von Content Curation[Bearbeiten]

Content Curation umfasst das Sammeln unterschiedlichster Informationen zu einem bestimmten Thema. Diese Inhalte werden systematisiert und sortiert, zu Themenkomplexen zusammengestellt und gebündelt, gefiltert, kommentiert oder auch zusammengefasst und in der eigenen Unternehmenskommunikation veröffentlicht. Im Gegensatz zum Reblogging werden dabei allerdings nicht die Inhalte selbst wiedergegeben, sondern lediglich ein kurzes Zitat oder ein eigener Kommentar, gespickt mit dem Link zum eigentlichen Ursprung des Contents.

Notwendigkeit von Content Curation[Bearbeiten]

Über viele Facebook Fanseiten oder Twitter Profile verbreiten Unternehmen in erster Linie selbst erstellten Content. Selbst wenn dieser sehr viel Mehrwert bietet und für die Leser interessant ist, wünschen diese sich mehr als nur die Sichtweise eines Unternehmens. Sie möchten einen umfassenderen Überblick über ein Thema gewinnen und interessieren sich in diesem Zuge auch für die Sichtweisen und Informationen anderer Spezialisten. Content Curation setzt an diesem Punkt an. Unternehmen beschränken sich dann nicht auf die Verbreitung eigener Inhalte, sondern stöbern zusätzlich weiterführende Inhalte auf, die für ihre Zielgruppe interessant sein könnten, und komplettieren damit ihr Portfolio.

Vorteile von Content Curation[Bearbeiten]

Unternehmen können über Content Curation ihre Fachkenntnis und ihr aktuelles Know-how beweisen. Durch die breit gefächerten Inhalte steigt der Nutzen für das Netzwerk und damit häufig auch die Weiterempfehlungsrate (z. B. in Form von Social Shares). Der Bekanntheitsgrad und die Reputation verbessern sich, ebenso wie die Auffindbarkeit des Unternehmens zu wichtigen Schlagwörtern. Eigene Links erscheinen in diesem informativen Umfeld weniger wie ein „Egotrip“, sondern stattdessen mehr wie eine zusätzliche Anreicherung der Daten. Zudem wirkt es ehrlich und selbstsicher, wenn Unternehmen auch Kritiker oder gar Konkurrenten zu Wort kommen lassen, ohne Angst zu haben, diese damit ungewollt zu unterstützen.

Die eigentlichen Urheber der geteilten Inhalte können durch Content Curation ebenfalls profitieren, denn sie erhalten dadurch mehr Aufmerksamkeit und Besucher auf ihrer Website und generieren im Idealfall sogar zusätzliche Backlinks. Zudem können auch sie ihre Reputation verbessern, da es auch eine Art von Qualitätsurteil darstellen kann, wenn namhafte Unternehmen und Experten ihre Inhalte als relevant und wichtig erachten.

ContentCuration.png

Möglichkeiten zur Verbreitung[Bearbeiten]

Um die kuratierten Inhalte zu verbreiten, ist ein Medium erforderlich. Sehr häufig greifen Unternehmen hierfür auf ein Twitter Profil oder eine Facebook Fanpage zurück. Ebenfalls gute Kanäle stellen Dienste wie Storify, RebelMouse, Paper.li oder Vizify zusammen, die bei der Auswahl und der Verteilung von Informationen helfen. Auch über einen eigenen Corporate Blog kann Content Curation betrieben werden.

Rechtliche Grenzen[Bearbeiten]

Werden Informationen aus anderen Quellen zitiert oder wiedergegeben, steht stets auch das Thema Urheberrecht im Raum. Wer sich der Technik der Content Curation bedienen möchte, muss darauf achten, keine Inhalte zu kopieren. Eine komplette Wiedergabe der Inhalte ist ebenso wenig zulässig wie sehr lange Zitate, Zitate ohne Quellenangabe oder das Hochladen der von anderen Seitenbetreibern angebotenen Dokumente auf die eigene Website. Sicher ist Content Curation, wenn lediglich Links, eigene Kommentare und maximal kurze Zitate aus der Originalquelle mit entsprechender Urheberkennzeichnung veröffentlicht werden.[1]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Textklau & Co: Wo Content Curation aufhört! Kerstin-Hoffmann.de. Abgerufen am 22. Mai 2014.

Weblinks[Bearbeiten]