Click Popularity

Die Klick-Popularität oder Click Popularity zeigt an, wie häufig eine Webseite in den Suchmaschinenergebnissen durch die User angeklickt wurde. So soll die Bereitschaft der User gemessen werden, auf eine in den SERPs aufgelistete Webseite zu klicken. Im Gegensatz zur Linkpopularität zählt hier nur das Userverhalten in den Suchmaschinenergebnissen, und nicht die Backlinks auf der betreffenden Seite. Dabei gilt das Prinzip, dass interessante Links häufiger angeklickt werden und daher ein höheres Ranking verdienen.

Dazu wird die Verweildauer auf einer Webseite bewertet, bis die User wieder auf die Suchmaschine zurückkehren. Das beruht auf der Annahme, dass höherwertigen Seiten mehr Interesse und mehr Zeit gewidmet wird.

Zur Auswertung der Klick-Popularität aktiviert ein User, der ein Suchergebnis anklickt, erst einen Zähler und wird anschließend an die Zielseite weitergeleitet. Der Zähler speichert die Auswahl in einer Datenbank ab. So wollen Suchmaschinen gleichzeitig auch einem Missbrauch, etwa dem massenhaften Anklicken durch den Webseitenbetreiber selbst, entgegenwirken – neben der gespeicherten IP-Adresse werden auch Cookies eingesetzt.

Relevanz

Da Google oder andere Suchmaschinen die genauen Kriterien ihres Ranking nicht veröffentlichen, kann auch niemand mit Gewissheit sagen, welche Rolle Faktoren wie die Klick-Popularität tatsächlich noch spielen. Aber es besteht ein gewisser Konsens, dass Konzepte wie Linkpopularität, PageRank, Domain Trust und Domain Authority eine weit größere Rolle spielen. Vielfach wird sogar vermutet, dass die Klick-Popularität sich nie durchgesetzt hat, da sie zu leicht manipulierbar ist (siehe Kritik unten). Die Suchmaschine DirectHit, die die Klick-Popularität kurz vor der Jahrtausendwende eingeführt hat, wurde 2002 wieder eingestellt.

Andererseits könnte die Klick-Popularität durchaus noch relevant sein. Beispielsweise werden Webseiten, die durch andere Faktoren ein hohes Ranking erlangen, evtl. wieder herabgesetzt, wenn sie zu selten angeklickt werden.

Maßnahmen zur Steigerung der Klick-Popularität

Um die Klick-Popularität einer Webseite zu steigern, können ihre Betreiber ohne unethische Methoden und im Einklang mit den Qualitätsrichtlinien von Google Folgendes tun:

So wird eine Webseite auf natürliche Weise interessanter und auch von Suchmaschinen bevorzugt – also auch häufiger angeklickt.

Kritik

Das System der Klick-Popularität ist ohne Frage für Manipulationen anfällig. Bezahlte Klicks durch sogenannte Klickfarmen oder rasch erstellte kleine Betrugsprogramme, die in bestimmten Abständen immer wieder Klicks ausführen, können die Ergebnisse leicht verfälschen. Auch wird bei dieser Ranking-Methode vorausgesetzt, dass ein User nach dem Klick auf eine Webseite überhaupt noch einmal wieder auf seine ursprüngliche Ergebnisliste der Suchmaschine zurückgreift. Es kommt aber natürlich häufig vor, dass eine Suche nach einem aufgerufenen Ergebnis schon abgebrochen wird. Auch die Messung der Besuchsdauer wird durch natürliche Faktoren wie Ablenkungen, Mittagspausen o. ä. verfälscht.

Neue Seiten können sich selbst bei hervorragenden Content eventuell nicht gegen bereits etablierte Seiten mit vielen vergangenen Klicks behaupten.

Außerdem wird bemängelt, dass die Klickhäufigkeit erstrangig durch die Platzierung in den Suchergebnissen beeinflusst wird, so dass sie kein unabhängiges Kriterium für die Wertigkeit einer Webseite sein kann.

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