Social Networking

Als Social Networking wird das Phänomen bezeichnet, dass Menschen online in Gruppen über soziale Netzwerke zueinander finden und ihre Interessen teilen. Die Themengebiete können dabei z.B. Jobs oder Hobbies betreffen. Über das Internet können sowohl Bilder als auch Texte, Videos oder Sounds geteilt werden. Social Networking dient auch dazu, neue Kontakte für Geschäftsideen z.B. beim Crowdsourcing oder Crowdfunding zu knüpfen. Soziale Netzwerke sind auch für Werbetreibende eine nützliche Quelle, um Konsumenten- und Nutzerverhalten innerhalb eines sozialen Umfeldes zu analysieren.

Hintergrund[Bearbeiten]

Schon seit der Antike wird diskutiert, dass der Mensch ein Gemeinschaftswesen, ein „Zoon Politikon“ ist. Als solches ist der Mensch auf die Gemeinschaft angewiesen und er verwirklicht sich in ihr. Gemeinschaften finden sich seither auf vielfältige Weise wieder: im Militär, in politischen Gruppierungen, in Vereinen, in Lobbygruppen etc. Durch die Digitalisierung der Welt hat auch die Gemeinschaft als Online-„Community“ ein numerisches Pendant erhalten. Um diese Online-Gemeinschaft mit anderen zu pflegen und zu teilen, gibt es Social Networking bzw. Social Networking Sites wie Facebook, Instagram oder Google+. Auch Jappy zählt zu den sozialen Netzwerken. Zu Social Networking Sites können auch Videoplattformen, wie beispielsweise YouTube oder Vimeo zählen.

Darüber hinaus verfügen heutige User über weitere Möglichkeiten zum Gedankenaustausch und zum Social Networking über Blogs, Portale wie Xing oder Foren, die beispielsweise über Google Groups erstellt wurden. Heute ist Social Networking eine fest etablierte Größe im Prozess der öffentlichen Meinungsbildung. Um dies zu belegen, wird in manchen Beiträgen allein schon die schiere Popularität der sozialen Netzwerke herangezogen.[1]

Kritik an Social Networking[Bearbeiten]

Eine vielfach geäußerte Kritik am Social Networking besteht darin, dass soziale Online-Kontakte bei weitem nicht so stabil wie „offline“-Kontakte seien. Es wird dann meist von Oberflächlichkeit gesprochen. Dass allein die Quantität nicht überzeugt, haben auch schon die sozialen Netzwerke selbst erkannt. So bietet z.B. Facebook seinen Usern die Möglichkeit, Freunde zu klassifizieren.[2]

Zu den weiteren Kritikpunkten zählt, dass User durch Social Networking keine Privatsphäre mehr haben, weil ihre Profile öffentlich einsehbar sind. Darüber hinaus ist oftmals nicht exakt geklärt, wie viele Rechte ein User an seinen eigenen Inhalten wie Bildern oder Videos hat bzw. ob der die Besitzrechte an seinen Inhalten an das jeweilige Soziale Netzwerk abtritt.

Vorteile von Social Networking für Unternehmen[Bearbeiten]

Social Networking kann für Unternehmen viele Vorteile bringen:

  • Möglichkeit, sehr schnell Informationen über andere User zu erhalten
  • einfaches Verbreiten von Unternehmensinformationen
  • virale Effekte bei Werbung oder Gewinnspielen[3]
  • Stärkung der Corporate Identity
  • Schaffung einer eigenen Community, die für Umfragen und Tests genutzt werden kann
  • Stärkung der Online-Reputation
  • Verwendung von Social Networks als Point of Sale (POS)
  • schlichter und effizienter Kanal, über den Kunden Kontakt mit dem Unternehmen aufnehmen können
  • flexibler Kommunikationskanal
  • vielseitige Kommunikationsmöglichkeiten (z.B. über Google Hangouts)
  • Verwendung, um Marketingaktionen zu starten (z.B. über Twitter[4]

Social Networking Service[Bearbeiten]

Social Networking Service wird meist synonym zu „Social Network“ verwendet. Dabei handelt es sich um Plattformen, die es Menschen ermöglichen, soziale Bindungen über das Internet aufzubauen. Ein Social Networking Service charakterisiert sich dadurch, dass User über ein Profil verfügen, über welches sie sich selbst präsentieren können und worüber sie sich mit anderen Usern austauschen können. Als Kontaktmöglichkeiten stehen entweder eigene Chat-Systeme oder andere Nachrichtensysteme wie E-Mail oder Kommentarfunktionen zur Verfügung. Social Networking Services zeichnen sich darüber hinaus auch dadurch aus, dass User die Möglichkeit haben, ihre Meinung über andere Kommentare, Beiträge oder Profile direkt auszudrücken, z.B. über „Plusses“ bei Google Plus oder „Likes“ bei Facebook.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Sascha Lobo über die Größe der Social Networks. Abgerufen am 2.12.2013.
  2. Artikel auf allfacebook.de zu einer neuen Facebook-Funktion. Abgerufen am 2.12.2013.
  3. 15 Beispiele für virale Werbekampagnen über Social Networks . Abgerufen am 2.12.2013.
  4. Artikel auf t3n über Live Tweets zu einem Coca Cola Werbesport. Abgerufen am 2.12.2013.

Weblinks[Bearbeiten]