WML


Das Kürzel WML steht für Wireless Markup Lanuage und bezeichnet eine Auszeichnungssprache, die speziell für die Anzeige von mobilen Websites entwickelt wurde. WML ist eine Untermenge von HTML, beinhaltet aber auch Elemente, die nur für die Anzeige auf mobilen Endgeräten hinzugefügt wurden. WML ist Teil des WAP – Wireless Application Protocol –, das den Datenaustausch zwischen Mobiltelefonen und Webservern ermöglicht und regelt. Die Auszeichnungssprache ist ein konkurrierendes Format zu XHTML Mobile Profile und wird per Dokumenttyp-Definitionen (DTD) als Teilmenge von HTML bestimmt.

Allgemeine Informationen[Bearbeiten]

WML wurde vom WAP-Forum im Jahr 1998 entwickelt und lag zunächst in der Version 1.1 vor. 2001 wurde WML 2.0 eingeführt, das aber nicht sehr weit verbreitet ist. Der Grund liegt darin, dass einige Zeit später WAP 2.0 vorgestellt wurde und dieses Protokoll XHTML mobile Profile verwendet. Die aktuelle Version von WML ist 1.3, die dennoch bei vielen mobilen Websites Anwendung findet. WML wurde speziell entwickelt, um die Anzeige von textbasierten HTML-Dokumenten zu ermöglichen und gleichzeitig die Darstellung von Grafiken und weiteren Medien zu erlauben.

Da mobile Endgeräte oft über eine weniger gute Verbindung zum Internet verfügen, übersetzt WML die Daten zunächst in einen Binärcode, der dann von dem mobilen Endgerät gelesen wird. Mobile Endgeräte haben auch oft kleinere Displays und Speicherkapazitäten, weshalb der WML-Code darauf ausgelegt ist, wenig Rechenleistung zu beanspruchen. Zwar ist WML eine Untermenge von HTML und basiert deshalb ebenfalls auf XML, aber bestimmte Funktionen sind nur auf mobilen Geräten zu finden: Beispiele dafür sind Zoomfunktionen, Button-Layouts und die Navigation bzw. die Menüs. Solche Funktionen werden mit einer schlanken Version von JavaScript umgesetzt – das sogenannte WML-Script. Es erlaubt die Integration von Script-Elementen zur Anzeige auf Mobiltelefonen, Tablets oder PDAs. Zur Anzeige von Grafiken wird ein spezielles Format verwendet: WBMP oder Wireless Application Protocol Bitmap Format definiert Rastergrafiken mit sehr geringer Farbtiefe, sodass diese auf mobilen Endgeräten dargestellt werden, ohne aber viel Rechen- und Speicherleistung in Anspruch zu nehmen.

Funktionen[Bearbeiten]

Eine WML Datei ist anders strukturiert als eine HTML-Datei und kennt Tags bzw. Elemente, die nur für die Anzeige auf mobilen Geräten entwickelt wurden. Die Grundlage für WML-Dateien bilden sogenannte Decks und Cards. Ein Deck ist über eine mobile URL erreichbar, die dann mehrere Cards beinhaltet. Die Cards bilden die Screens, die der Nutzer sich anschauen kann. Die Navigation seitens des Nutzer geschieht also nicht via URLs, wie es im Internet der Fall ist, sondern via Cards.[1] Eine exemplarische WML-Datei – das Deck – sieht folgendermaßen aus:

<?xml version="1.0"?>
<!DOCTYPE wml PUBLIC "-//WAPFORUM//DTD WML 1.1//EN"
   "http://www.wapforum.org/DTD/wml_1.1.xml" >
<wml>
  <card id="main" title="Die erste Card">
    <p mode="wrap">Ein Beispiel für einen WML Screen .</p>
  </card>
<card id="sub" title="Die zweite Card">
    <p mode="wrap">Ein Beispiel für einen weiteren WML Screen.</p>
  </card>
</wml>

Bedeutung für das SEO[Bearbeiten]

Mit der steigenden Nutzung mobiler Endgeräte wird auch die Optimierung mobiler Websites immer wichtiger. Ausgehend vom Gerät und den Anforderungen der Nutzer sind dabei ganz verschiedene Faktoren zu beachten. Dateien im WML-Format müssen entsprechend ausgezeichnet werden und sollten korrekt editierten Quellcode beinhalten. Der Code als solches kann gegen einen Validator geprüft werden.[2] Schon die Struktur solcher Dateien sollte einfach gehalten werden, um die Navigation seitens der Nutzer zu unterstützen. Auch die Auszeichnung für die verschiedenen Bots, die Suchmaschinen verwenden, um mobile Inhalte auszulesen und zu indexieren, darf nicht vernachlässigt werden.[3]

Empfehlenswert ist in vielen Fällen eine mobile Version einer Website in Form eines Responsive Designs, um den Bereich des Mobile SEO abzudecken und Nutzern die Möglichkeit zu geben, die Inhalte auch via Smartphone zu erreichen. Einerseits sind dabei viele verschiedene technische Faktoren wie Ladezeit, Encoding oder die Auszeichnung von Text und Bildern zu berücksichtigen und andererseits kann auch hier eine Optimierung auf semantische Faktoren mittels Keywords stattfinden.[4]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Wireless Markup Language. princeton.edu. Abgerufen am 19.05.2014.
  2. Validierungs-Service für HTML / XHTML / WML. validome.org. Abgerufen am 19.05.2014.
  3. Making Websites Mobile Friendly. googlewebmastercentral.blogspot.de. Abgerufen am 19.05.2014.
  4. Mobile Search Ranking Factors (Clue - One Normal SEO Factor is Missing). moz.com. Abgerufen am 19.05.2014.

Weblinks[Bearbeiten]