Encrypted Search


Die Encrypted Search (verschlüsselte Suche) ist eine Möglichkeit für den Nutzer, die Google Suchmaschine zu nutzen, ohne dass seine Suchanfragen getrackt werden.

Anonyme Suche[Bearbeiten]

Durch die Encrypted Search kann der Nutzer über Google anonym Suchanfragen stellen. Dies bedeutet, dass seine Suchanfragen nicht an den Auswertungsdienst Google Analytics übergeben werden. Wie die Google Encrypted Search funktioniert, klärt dieses YouTube-Video. Im Grunde genommen basiert die Encrypted Search auf einer SSL-Verschlüsselung. Weite Teile der Suche werden über eine per https:// geschützte Seite abgewickelt, sodass keine Informationen weitergegeben werden können.

Entwicklung der Encrypted Search[Bearbeiten]

Am 18. Oktober 2011 kündigte Google an, dass der Dienst das Keywordtracking Schritt für Schritt abstellen werde. Anfänglich waren von der Veränderung nur eingeloggte User betroffen, die über die amerikanische Google-Version google.com Suchanfragen stellten. Die Suchanfragen dieser Nutzer wurden fortan nicht mehr getrackt. In Google Analytics tauchten sie als (not provided) auf. Im November 2013 wurde die Regelung schließlich verschärft und auch die deutsche Version der Suchmaschine ist jetzt von der Encrypted Search "betroffen".

Kritik[Bearbeiten]

Grundsätzlich ist die Stärkung des Datenschutzes durch Google ein löblicher Vorsatz. Allerdings wird kritisiert, dass Google diese Daten den Google AdWords-Kunden, also den Werbetreibenden, weiterhin zur Verfügung stelle. Dies legt den Verdacht nahe, dass in Wirklichkeit andere Motive hinter der Ausweitung der Encrypted Search stecken. Es ist davon auszugehen, dass Google selbst mit Umsatzeinbußen rechnen müsste, würde es die Informationen auch aus AdWords entfernen, da die Werbetreibenden ihre Werbekampagnen weniger zielgerichtet schalten könnten. Google verdient an den Anzeigen jedoch nur mit, wenn die Nutzer auch wirklich auf diese klicken. Deshalb ist die zielgerichtete Kampagnenbuchung auch für Google essentiell.

Bedeutung für die Suchmaschinenoptimierung[Bearbeiten]

Die Daten, die mithilfe der Encrypted Search verschleiert werden, waren bisher ein essenzieller Bestandteil der Suchmaschinenoptimierung. Die Anzahl der an Google Analytics übergebenen Suchbegriffe, nach denen die Suchmaschinenuser gesucht haben, sinken stetig. Der Anteil der nicht getrackten Suchanfragen liegt inzwischen bei rund 70 Prozent. Im Bereich der Suchmaschinenoptimierung führt dies dazu, dass es unmöglich wird, den organischen Traffic auszuwerten. Dadurch ist es nicht mehr möglich, herauszufinden, welche organischen Keywords wie konvertieren.

In den USA werden als Alternative zu Google Analytics die Auswertungsdaten aus anderen Suchmaschinen wie Bing, Yahoo oder AOL herangezogen. Allerdings ist dieses Verfahren für Deutschland sehr riskant und wenig erfolgversprechend. Die SERPs unterscheiden sich teilweise enorm von den Google Suchergebnissen. Zudem sind diese alternativen Suchmaschinen aufgrund der geringen Verbreitung keine repräsentative Quelle, die sich einwandfrei auf Google übertragen ließe. Diese Methode kann daher deutschen Suchmaschinenoptimierern allenfalls als Orientierung dienen. Durch den Verlust der Daten gewinnen die fundamentalen Strategien der Suchmaschinenoptimierung wieder mehr an Bedeutung.[1]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Google Encrypted Search – Keyword not provided. Schmidee.com. Abgerufen am 25. Januar 2014.

Weblinks[Bearbeiten]