JScript

JScript ist eine skriptbasierte Programmiersprache von Microsoft, die jedoch (fast) den vollen Funktionsumfang eines objektorientierten Programmierparadigmas bietet. JScript wird vor allem als Codebestandteil bzw. als Ergänzung von dynamischen HTML-Dokumenten verwendet , um das Nutzererlebnis auf Websites positiv zu beeinflussen.

JScript ist eine eigene, proprietäre Entwicklung von Microsoft, um sich von Netscape und der Lizenzverwendung von JavaScript zu lösen. JScript basiert zwar prinzipiell auf JavaScript, bietet aber mehr Funktionen und kann nur vom Internet Explorer interpretiert werden.

Bei anderen Browsern sind unter Umständen Plug-ins notwendig. Der Streit zwischen Netscape und Microsoft wurde mit der Einführung eines Sprachstandards durch das W3-Konsortium beendet. Das Ergebnis war ECMA-Script, ein Standard, der die Implementierung beider Sprachen auf allen Browsern erlaubt. Sowohl JScript als auch JavaScript können mittlerweile als Implementierungen von ECMA-Script betrachtet werden. Eine Weiterentwicklung von JScript ist JScript.NET, das um die Funktionalitäten der NET-Plattform von Microsoft ergänzt wurde.

Funktionen / Praxisbezug

Typische Anwendungsgebiete von JScript sind dynamische HTML-Dokumente, die clientseitig erzeugt werden, wenn eine Website aufgerufen wird. JScript läuft nebenbei im Browser und nicht auf dem Server. Legt ein Nutzer beispielsweise in einem Onlineshop Produkte in den Warenkorb, wird dies nicht selten mit JScript umgesetzt, damit die Website vom Server nicht nochmal geladen werden muss. Auch Formulare, Suchfelder, Dialogfenster oder Werbebanner können mit JScript programmiert werden. Ebenso kann das Herunterladen von Bildern und Text oder der Zugriff auf den Quellcode einer Website verhindert werden.

JScript verfährt dabei nach dem Sandbox-Prinzip: Der Code wird gewissermaßen in einem Käfig ausgeführt und ist unabhängig vom Betriebssystem des Nutzers und vom Server, auf dem die HTML-Dokumente liegen. Doch auch wenn Skripte im Browser deaktiviert sind, werden HTML-Dokumente angezeigt. Der Grund dafür liegt vor allem in der Sicherheit. Denn über Skriptanwendungen soll das Betriebssystem nicht erreichbar sein. Gleichzeitig werden durch das Sandbox-Prinzip die Anfragen an den Server reduziert, was die Performance des Servers positiv beeinflusst.

Fehler im Skript sollten vermieden werden, damit keine Bugs entstehen, welche negative Auswirkungen auf die Suchmaschinenoptimierung haben könnten.

Bedeutung für SEO

Die Betreiber von Suchmaschinen empfehlen, dass Skripte nur wenig auf Webseiten eingebunden werden.[1] Denn die Crawler können den Programmcode nicht interpretieren. Insbesondere sind vier Fälle zu unterscheiden:

  • Wenn eine Website nur via JScript erreichbar ist, kann sie auch nicht indexiert werden.
  • Geschieht eine Weiterleitung mithilfe eines Skriptes, wird die Suchmaschine den sogenannten Link Juice nicht weiterleiten. Hier ist ein Redirect (301) ohne die Einbindung von JScript zu wählen, damit die Reputation der Website weitergeleitet wird.
  • Wenn ein Text über ein Skript ausgegeben wird, ist er für die Suchmaschine nicht lesbar. Besser ist es, den Text direkt als HTML-Dokument auszugeben oder andere Formate zu verwenden, die von den Suchmaschinen unterstützt werden, z.B. PDF-Dateien.
  • Navigationsmenüs, die mit Skripten programmiert werden, sind unbedingt zu vermeiden. Auch hier kann die Suchmaschine nicht durch das Menü navigieren, um die Inhalte der Menüpunkte auszulesen.

Einzelnachweise

  1. Webmaster Guidelines. Webmaster Tools. Abgerufen am 07. November 2013.

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