Mobile Banking

Mobile Banking beschreibt die Nutzung von Finanzdienstleistungen mit mobilen Endgeräten. Mithilfe von Handys, PDAs oder Tablet-PCs und entsprechenden Apps können Konten sowie Depots verwaltet, Überweisungen und Daueraufträge erteilt oder Wertpapiere gehandelt werden. Auch das Bezahlen von Waren und Dienstleistungen ist möglich – hier werden allerdings Begriffe wie Mobile Payment, E-Payment oder Micropayment verwendet. Da insbesondere für den Handel mit Wertpapieren Informationen aus dem Finanzsektor notwendig sind, umfasst das Mobile Banking darüber hinaus auch spezielle Informationsdienste, die das Portfolio der Banken abrunden.

Allgemeine Informationen

Mobile Banking wird als zusätzlicher Vertriebskanal der Banken verstanden. Diese bieten Mobile Banking an, um Kunden, die mobile Endgeräte nutzen, die Möglichkeit zu bieten, orts- und zeitunabhängig auf Konten und Depots zuzugreifen. Mobile Banking gilt als innovativer Vertriebskanal, der ganz spezielle Kundengruppen ansprechen soll und zwar solche, die ohnehin mobile Endgeräte für Kommunikations- oder Nachrichtendienste verwenden.

Wer Wert auf Mobilität, Flexibilität und Komfort legt, begreift Mobile Banking als Chance und nicht als Sicherheitsproblem – so die Annahme. Die Banken versprechen sich von dem Angebot nicht nur einen Imagegewinn, sondern auch ein Instrument zur Kundenbindung. Stichwort:Customer Relationship Management. Allerdings halten sich viele Nutzer noch zurück, denn die Zahl der Kunden, die Online-Banking und Mobile Banking nutzen, ist derzeit noch gering.[1] Hinzu kommt, dass Nutzer von Mobile Banking oft nur kleine Beträge mit dem mobilen Endgerät bezahlen – meist liegen diese zwischen wenigen Cents und fünf Euro. In diesem Zusammenhang wird auch vom Micropayment gesprochen.

Funktionen

Der Funktionsumfang beim Mobile Banking variiert stark: Je nachdem welches Kreditinstitut in Anspruch genommen wird, sind die komplette Kontoverwaltung oder nur spezielle Dienste verfügbar. Grundsätzlich kann aber zwischen Apps zur Kontoführung, Apps zum Bezahlen und solchen, die auch für den Wertpapierhandel geeignet sind, unterschieden werden.[2]

1. Mobile Kontoführung:

  • Überweisungen durchführen,
  • Daueraufträge tätigen
  • Geldkarten sperren lassen
  • Kontodaten verwalten

2. Mobile Depotverwaltung:

  • Kaufen und Verkaufen von Wertpapieren und Investments

3. Informationsdienste für Finanzsektor

  • Börseninfos, Kursabfragen
  • Abfragen von Zins- und Devisenkursen
  • Threshold Alerts (Kursschwankungen oder Ähnliches erfahren)

Praxisbezug

Zum Einsatz beim Mobile Banking kommen neben Apps verschiedene Technologien, die von der Zugangsart des mobilen Endgerätes abhängig sind. So kommt das HTTPS-Protokoll zum Einsatz, wenn ein mobiles Endgerät sich mit einem Bankserver über das Internet verbindet. Geschieht die Übertragung in einem Wlan-Netz, werden Technologien wie Wireless Transport Layer Security (WTLS) oder Secure Socket Layer (SSL) verwendet. In der Regel bekommt der Kunde zusätzlich eine TAN-Nummer bzw. eine mTAN, um den Bezahlvorgang abschließen zu können. Offizielle Apps und Technologien der großen Bankhäuser bieten meist ein Höchstmaß an möglicher Sicherheit, auch wenn absolute Sicherheit nicht gegeben ist bei derartigen Finanztransaktionen.[3]

Bedeutung für das SEO

Mobile Banking ist für Bankkunden eine komfortable Möglichkeit, Bezahlvorgänge abzuwickeln. Somit ist Mobile Banking ein Bestandteil einer Strategie, die auf ein Höchstmaß an mobiler Usability ausgerichtet ist. Shopbetreiber, Onlineshops oder Plattformen, die Ebooks anbieten, können Mobile-Banking als Teil des User Interfaces bzw. der Informationsarchitektur begreifen. Und zwar in der Art, dass Nutzer von einer zusätzlichen Zahlungsmöglichkeit profitieren. Wer mehrere Zahlungsarten anbietet und die Zahlvorgänge einfach und komfortabel gestaltet, wird mit dieser Strategie viele Nutzer ansprechen. Beim Mobile Banking vor allem solche, die die Zeit- und Ortsunabhängigkeit besonders zu schätzen wissen. Nicht zuletzt wirkt sich dies positiv auf die Konversionsraten aus.

Einzelnachweise

  1. Deutsche trauen Mobile-Banking nicht. faz.net. Abgerufen am 05. Mai 2014.
  2. Mobile Banking in Deutschland . mobile-prospects.com. Abgerufen am 05. Mai 2014.
  3. M-Banking. itwissen.info. Abgerufen am 05. Mai 2014.

Weblinks

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