Tag Management


Tag Management (deutsch: Tag-Verwaltung) ist eine Möglichkeit im Online Marketing, Tags mithilfe spezieller Container automatisiert auszutauschen, ohne bei jeder Änderung in die Programmierung einer Website eingreifen zu müssen.

Bedeutung von Tags

Als Tags bezeichnet man kurze Code-Schnipsel, die dem Tracking der Aktivitäten von Besuchern auf einer Website dienen. Meist werden sie von Drittanbietern zur Verfügung gestellt, beispielsweise von Werbekunden oder auch für das Affiliate Marketing. Es werden verschiedene Arten von Tags unterschieden.

Counter Tags

Mit der Hilfe von Counter Tags (deutsch: Zählpixel) lässt sich ganz simpel nachvollziehen, wie viele Seitenaufrufe einer Website von demselben User stammen.

Conversion Tags

Diese Art von Tags ermittelt, wie viele Conversions auf einer Website zu verzeichnen sind. Hierzu zählen beispielsweise Verkäufe, Newsletteranmeldungen oder auch die Anforderung weiterer Informationen zum Angebot. Mithilfe des Conversion Tags kann der Werbetreibende die Conversion einer bestimmten Werbemaßnahme zuordnen und so einerseits den Erfolg der Kampagne beurteilen, andererseits aber auch auf notwendige Änderungen in der Werbestrategie schließen.

Remarketing Tags

Remarketing Tags dienen dazu, um wiederkehrende User zu identifizieren. Dies ermöglicht es im Rahmen von Werbestrategien, diese Besucher noch gezielter anzusprechen und sie zu einer Conversion zu bewegen.

Container Tags

Sie sind die Basis des Tag Managements. Unter einem Container Tag versteht man eine Art Platzhalter-Code. Dieser muss nur einmal in die Website bzw. die jeweiligen Unterseiten integriert werden. Anschließend kann das Container Tag unterschiedlichste Werte annehmen. Dies lässt sich über das Tag Management verwalten. Je nachdem, welches Tag der Werbetreibende gerade als sinnvoll erachtet, kann er entsprechend reagieren und dieses automatisch ausrollen, ohne tatsächlich in den Quellcode der Seite eingreifen zu müssen.

Automatisierung durch Tag Management

Über das Tag Management kann bestimmt werden, welchen Inhalt das Container Tag annehmen soll. Dies läuft bei entsprechender Konfiguration sogar automatisch ab. So kann beispielsweise die aufgerufene URL ausgewertet werden. Enthält diese einen bestimmten Bestandteil, wird das zugehörige Tag ausgeliefert. Ein typisches Beispiel ist die Auswertung der URL auf das Erscheinen der „Vielen Dank für Ihre Bestellung“-Seite im Bestellprozess eines Onlineshops. Sie ist das Anzeichen für eine Conversion, die ein entsprechendes Conversion-Tag auslöst. Man arbeitet hier also mit hinterlegten Regeln, die auf der Basis verschiedener Ereignisse ein bestimmtes Tag auslösen. Oft sind diese Regeln deutlich komplizierter als nur die reine Auswertung von URLs. So können beispielsweise HTTP-Referrer, Variablen, String-Konstanten, Zufallszahlen und andere Ereignisse einbezogen werden.

Vorteile von Tag Management

Tag Management spielt im Online Marketing eine gewichtige Rolle. Durch die automatische Auslieferung der Tags mittels Regeln sparen sich Unternehmer enorm viel Zeit und damit auch Kosten, denn im Vergleich zur manuellen Änderung ist nur ein Bruchteil des Aufwands erforderlich. Zudem umgeht der Unternehmer damit die Problematik, dass er für jede Tag-Änderung einen IT-Spezialisten in Anspruch nehmen muss, die von Natur aus eher schlecht verfügbar sind. Die Container-Tags werden einmalig eingerichtet und können dann nach entsprechender Einarbeitung einfach über das Tag Management verwaltet und geändert werden. Dadurch macht man sich zugleich von IT-Releases unabhängig, die besonders in größeren Unternehmen häufig das Signal für Änderungen am Code der Website setzen. Als weitere Vorteile von Tag Management sind zu nennen:

  • Test der richtigen Funktion neu angelegter Tags über Live-System einfach möglich
  • Übersicht über alle Tags im Einsatz
  • Verfügbarkeit vorgefertigter Tags für viele Anbieter möglich, ohne coden zu müssen
  • Optimierung der Ladezeit

Google bietet für das Tag Management beispielsweise den Dienst Google Tag Manager an.

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