Like Button

Der Like Button (deutsch: Gefällt mir-Knopf) ist eine Anwendung des sozialen Netzwerkes Facebook. Mit ihr wird ganz allgemein die Zustimmung zu Beiträgen, Statusupdates oder Fanpages innerhalb des Netzwerkes signalisiert. Seit 2010 kann der Like Button auch auf externen Websites eingebunden werden. Er steht mittlerweile als Synonym für die Zustimmung zu Inhalten im Web und wird auch von anderen Netzwerken wie Google Plus, Twitter oder Instagram in veränderter Form verwendet.

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Allgemeine Informationen

Der Like Button ziert das Firmenlogo von Facebook im Menlo Park, Kalifornien. Etwas zu 'liken' bedeutet übersetzt, dass man etwas mag. Basierend auf den Redewendungen 'proper respect', kurz 'props' (Slang für Respekt), oder 'thumbs up' (deutsch: Daumen hoch) hat sich der Like Button mit der gesteigerten Nutzung des sozialen Netzwerkes fest etabliert. Selbst im allgemeinen Sprachgebrauch ist der Gefällt-mir-Button angekommen. Das gilt zumindest für eine junge Generation von Facebook-Nutzern, die 'gefällt mir' oder 'i like' sagen, wenn ihnen etwas besonders zusagt. Der Like Button hat in seiner noch jungen Geschichte viele Änderungen erfahren – grafisch wie auch technisch. So wurde er als Thumbs-up-Button eingeführt und 2011 von dem Like-Button abgelöst. In relativ regelmäßigen Abständen erhält der Like Button ein Redesign.[1]

Funktionen

Der Like Button basiert auf der Skriptsprache JavaScript. Mit einem kurzen Codeschnipsel kann er auf Webseiten eingebunden werden. Dabei ist allerdings der offizielle Code von Facebook zu verwenden, der auf den Hilfeseiten verfügbar ist. Facebook empfiehlt zudem eine Best-Practice, mit der Content einfach und leicht für Nutzer verfügbar sein soll.

Im Folgenden ist ein Beispiel für einen Codeschnipsel aufgeführt, welcher keinen Bezug zu einer konkreten Webseite bzw. einem Facebook-Profil besitzt. Diese Codezeilen würden auf der Startseite implementiert werden.[2]

 <div id="fb-root"></div>
 <script>(function(d, s, id) {
  var js, fjs = d.getElementsByTagName(s)[0];
  if (d.getElementById(id)) return;
  js = d.createElement(s); js.id = id;
  js.src = "//connect.facebook.net/de_DE/all.js#xfbml=1";
  fjs.parentNode.insertBefore(js, fjs);
 }(document, 'script', 'facebook-jssdk'));</script>

An der Stelle, wo der Like Button erscheinen soll, würde ein Code stehen, welcher auf die Social Plugins Seite von Facebook verweist.

Sobald jemand im Web auf den Like Button klickt, wird ein Signal an Facebook gesendet. Ist der Nutzer in dieser Zeit eingeloggt, erscheint eine Nachricht im Newsfeed/ Stream auf Facebook. Befreundete Nutzer sehen, dass der gelikte Content dieser Person gefällt. Dass Likes auf Webseiten angezeigt werden, geht auf die Open Graph Initiative von Facebook zurück. Demgemäß soll Surfen im Web sozialer werden, indem Freunde sehen, welcher Content dem Nutzer gefällt.

Innerhalb des Netzwerkes geschieht das Gleiche. Klickt ein Nutzer auf den Like Button einer Fanpage, eines bestimmten Beitrages oder eines Statusupdates eines Freundes, erscheint diese Aktivität zeitgleich im Newsfeed. Mit bestimmten Einstellungen lässt sich sogar verfolgen, was einzelne Freunde geliked haben. Ist ein Freund in der 'Enge Freunde' Liste oder sind bestimmte Einstellungen des persönlichen Profils des Freundes gegeben, sieht der Nutzer jegliche Aktivität auf Facebook.

Praxisbezug

Diese Praxis hat Facebook reichlich Kritik eingebracht. Insbesondere Datenschützer monieren, dass bei jedem Like persönliche Informationen übertragen würden. Zwar stimmt der Facebook-Nutzer bei Anmeldung eines Profils den Richtlinien des Netzwerkes zu, jedoch hat er keinerlei Kontrolle über seine Daten, wenn er auf den Like Button im Web klickt. Zudem hält sich Facebook bedeckt, was die Technologie dahinter angeht. Bekannt ist lediglich, wie die Codeschnipsel aussehen. Wie die Daten bei Facebook gespeichert und verarbeitet werden, ist unbekannt.

Vorsicht ist vor allem dann geboten, wenn Content von Quellen geliked wird, die nicht unbedingt vertrauenswürdig erscheinen. So können Webmaster und Seitenbetreiber mit wenigen Änderungen dafür sorgen, dass andere Inhalte plötzlich im Newsfeed als Empfehlungen erscheinen. Wenn Webseiten den Like-Button integrieren möchten, müssen sie deshalb nicht nur den offiziellen Code von Facebook verwenden. Vielmehr ist eine rechtliche Absicherungen notwendig. Im Impressum muss notiert sein, dass die Webseite den Like Button verwendet. Und auch, dass dadurch ggf. Daten an Facebook gesendet werden.[3]

Bedeutung für das SEO

Eine Zeit lang wurde gemutmaßt, dass die Anzahl von Likes auf Fanpages ein Rankingkriterium darstellen. Allerdings bestätigte Google dies nicht. Vielmehr sei die Nutzerinteraktion ein wichtiges Maß für gute Inhalte. Je mehr Interaktion, desto interessanter ist der Inhalt – so die einfache Regel, die Matt Cuts in einem Videobeitrag erläutert.[4]

Einzelnachweise

  1. Facebook schafft den Daumen ab. stern.de. Abgerufen am 13. März 2014.
  2. Like Button. developers.facebook.com. Abgerufen am 13. März 2014.
  3. Facebook und Datenschutz: Abmahnungen von Seitenbetreibern wegen Einbindung des Like-Buttons?. e-recht24.de. Abgerufen am 10. März 2014.
  4. Matt Cutts, Social Signals, Author Authority, Ranking Factors & Google Realtime. searchenginewatch.com. Abgerufen am 11. März 2014.

Weblinks

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