Google Dashboard

Das Google Dashboard ist ein Verwaltungstool für persönliche Daten, die von Google in Kombination mit häufig verwendeten Geräten eines Google-Account-Inhabers sowie verschiedenen Google Diensten gesammelt werden. Das Dashboard ist eine zentrale Übersicht, die einen Blick auf alle Accountdaten eines Nutzers erlaubt und die Verwaltung dieser Daten in einem bestimmten Rahmen ermöglicht. Es können Einstellungen für einzelne Google Dienste verändert und Kontoaktivitäten überprüft werden.

Allgemeine Informationen zum Thema

Google reagierte mit der Einführung des Dashboards auf die Kritik an dem Umgang des Unternehmens mit Nutzerdaten. Verbraucherschutzorganisationen, Datenschützer und verschiedene Medien kritisierten das Unternehmen aus Mountain View für dessen Speicherung von Daten, die potenziell eine Identifizierung von Personen und die Erstellung von Metaprofilen erlauben.[1] Das Dashboard stellt einen ersten Schritt in Richtung Transparenz und Nutzerkontrolle dar und soll zeigen, dass Google auf die Belange der Nutzer eingeht.

Insbesondere die Zusammenführung der Daten wurde kritisiert, aber auch Serverprotokolle, Webanfragen, Browserdaten und IP-Adressen werden auf Google's Servern gespeichert.[2] Google nutzt diese Daten nach eigenen Aussagen für die Verbesserung der Produkte. Damit geht allerdings auch die optimierte Auslieferung von interessenbasierten Werbeanzeigen einher, wenn Google-Nutzer in diesem Zusammenhang nicht den Opt-out verwenden.[3]

Funktionen des Google Dashboards

Um das Dashboard nutzen zu können, ist ein Google-Account erforderlich. Nach dem Login kann der Nutzer rechts oben den Navigationsreiter öffnen und dort auf Konto klicken. Unter Kontotools ist das Dashboard aufrufbar. Nun werden alle häufig benutzten Google Produkte und die mit dem Konto verbundenen Endgeräte angezeigt. Auch mobile Geräte sind hier ersichtlich.

Einstellungen verändern

Bei den Google-Diensten können einzelne Einstellungen wie Kontoverwaltung, Passwörter, Protokolle oder Datenschutz- sowie Privatsphäre-Eigenschaften verändert werden. Die Verfügbarkeit dieser Einstellungen ist vom gewählten Google-Produkt abhängig. So lässt sich beispielsweise der Suchverlauf löschen, der während einer Google-Sitzung mit einem beliebigen Browser gespeichert worden ist. Eine Auswahl an Google-Produkten, die im Dashboard angezeigt werden können sind folgende:

Je nach Nutzerverhalten können weitere Google Produkte im Dashboard angezeigt werden. Für einige dieser Produkte ist zudem der Verlauf der letzten 28 Tage abrufbar. So können die eigenen Nutzerprotokolle bei Konten, Suchverlauf, Youtube und Kalender betrachtet und gelöscht werden. Um Einstellungen zu verändern, wird das jeweilige Produkt angewählt. Anschließend erhält der Nutzer eine Übersicht über mögliche Einstellungen.

Verdächtige Kontoaktivitäten prüfen

Unter dem Menüreiter letzte Aktivitäten können verschiedene Faktoren überprüft werden. Anhand derer kann der Nutzer einschätzen, ob ein Zugriff durch Dritte auf das Google-Konto stattgefunden hat. Folgende Daten sind einsehbar:

  • Standort (Deutschland etc.)
  • Browser (Firefox, Chrome, Safari etc.)
  • Plattform (Windows, iOS, Android etc.)

Google blockiert einen Zugang, wenn das Endgerät und der Ort unbekannt sind, aber das Passwort richtig eingegeben wurde.[4] Wenn das Gmail-Postfach einen erheblich gesteigerten Versand an Emails aufweist, wird dies ebenfalls als verdächtige Kontoaktivität betrachtet. Insbesondere Email-Hacking soll damit erschwert werden. Als Konsequenz können die Sicherheitseinstellungen des Kontos verändert werden. Unter Umständen muss eine Kontowiederherstellung erfolgen, wenn es von Google gesperrt wurde.

Praxisbezug

Das Dashboard bietet eine praktische Übersicht über alle Daten, die mit den jeweiligen Produkten und dem verwendeten Konto zusammenhängen. Jedoch sind insbesondere sensible persönliche Daten, deren Sammeln von Datenschützern kritisiert wird, hier nicht einsehbar. Dazu gehören:

Diese und weitere Daten werden unter anderem zur gezielten Auslieferung von Werbeanzeigen verwendet. Sie werden, laut Google, ausschließlich auf Google-Servern gespeichert, sodass die Verknüpfung von Personen und Nutzerdaten nicht möglich ist.[5] Dies dient der Anonymisierung der Daten, verhindert jedoch gleichzeitig Transparenz hinsichtlich des Umgangs mit den Nutzerdaten.

Bedeutung für das Online Marketing

Im Google Dashboard sind Dienste wie Analytics, AdWords oder die Google Search Console nicht verknüpft. Sie werden zwar auch über den Google-Account angeboten, jedoch dient das Dashboard ausschließlich der Kontrolle und Verwaltung von Daten, die vom Nutzer nicht für kommerzielle Zwecke verwendet werden. Wer ein Dashboard für das Online Marketing nutzen möchte, greift auf andere Produkte aus dem Google-Portfolio zurück.

Einzelnachweise

  1. Google für neuen Umgang mit Nutzerdaten kritisiert welt.de. Abgerufen am 02.02.2015
  2. Was Google Dashboard wirklich bringt datenschutz-praxis.de. Abgerufen am 02.02.2015
  3. Google Gets Into Behavioral Targeting, Launches “Interest-Based Advertising” Beta searchengineland.com. Abgerufen am 02.02.2015
  4. Blocked sign in notification support.google.com. Abgerufen am 02.02.2015
  5. Dashboard-Daten support.google.com. Abgerufen am 02.02.2015

Weblinks

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