Mobile Shopping

Die Begriffe Mobile Shopping bezeichnen einen Verkaufs- und Einkaufsprozess von Gütern und Dienstleistungen, der ausschließlich mit mobilen Endgeräten wie Smartphones oder Tablets durchgeführt wird. Der Versandhändler oder Produzent bietet seine Produkte auf mobil optimierten Websites oder eigens erstellten Shopping Apps an. Der Kunde kann mit seinem mobilen Endgerät das Portfolio des Anbieters durchsuchen, um ein Produkt via mobilem Internet zu erwerben. Häufig verwendete Synonyme für die Begriffe Mobile Shopping sind Mobile Commerce oder M-Commerce.

Allgemeine Informationen zum Thema

Mobile Shopping ist eine Sonderform des Distanzhandels. Im Unterschied zum klassischen E-Commerce kommen keine stationären Pcs oder Laptops zum Einsatz, sondern Smartphones, Tablets und PDAs. Diese Art des Einkaufens nutzt mobile Endgeräte und drahtlose Kommunikations-Technologien, um ein Geschäft abzuschließen. Das mobile Internet, Wireless LAN sowie Bluetooth werden verwendet, um das Endgerät mit dem Service des Anbieters zu verbinden. Verkauft werden neben klassischen Handelsgütern auch Dienstleistungen.

Damit hängen wiederum Bereiche wie Mobile Payment und Mobile Beacon zusammen. Ersteres bezieht sich auf die Zahlungsabwicklungen im Mobile Shopping. Letzteres verbindet den stationären Handel mit den Möglichkeiten des Mobile Shoppings, indem zum Beispiel auf das Kaufverhalten eines Kunden abgestimmte Werbeanzeigen auf seinem mobilen Endgerät dargestellt werden.

Arten des Mobile Shopping

Das Mobile Shooping steht noch am Anfang seiner Entwicklung. Einerseits ist es als Diversifizierung des Portfolios zu betrachten, indem mobile Anwendungen einen von vielen Touch Points darstellen. Demnach ist Mobile Shopping ein integraler Bestandteil einer Multi-Channel-Strategie. Andererseits gibt es verschiedene Technologien, die einen mobilen Zugang zum Portfolio ermöglichen und teilweise das Geschäftsmodell bilden oder durch eine Verknüpfung von mobilen und stationären Lösungen ergänzen.

Mobile Shopping via App

Shopping Apps sind Anwenderprogramme, die dem Verkauf von Waren und Dienstleistungen gewidmet sind. Meist sind es Händler und Produzenten, die sich für diesen Verkaufskanal entscheiden. In jüngster Zeit entstehen jedoch auch vermehrt Shopping Apps, die unabhängige Informationen und spezielle Promotionen in Zusammenarbeit mit mehreren Partnern anbieten. Beispielsweise Kaufda, MeinProspekt, Google Shopper oder teilweise auch Amazon.[1] Bei der Erstellung einer Shopping App sind verschiedene Aspekte zu berücksichtigen – zum Beispiel eine übersichtliche Darstellung der Shopkategorien, Sicherheitsvorkehrungen oder eine einfache und intuitive Bedienung für die Nutzer.

Mobile Shopping via Website

Mobile Shopping kann ebenfalls über eine Website erfolgen. Dafür muss die Website allerdings mobil optimiert sein, um den Zugriff per Smartphone oder Tablet zu ermöglichen. Responsive Websites, Dynamic Serving und eine eigens erstellte mobile Website sind die zur Verfügung stehenden Möglichkeiten. Je nach Größe der Website und Budget ist die eine oder andere Möglichkeit am sinnvollsten.

Mobile Shopping via QR-Code

Barcodes und QR-Codes können bei dieser Art des mobile Shoppings mit dem Endgerät eingelesen werden. So erhalten Kunden Produktinformationen oder sie werden zu einem Onlineangebot weitergeleitet. QR-Codes verknüpfen den stationären mit dem elektronischen Handel auf besondere Weise. Interessiert sich ein Kunde für ein Angebot, das er offline vorfindet, kann er dieses mithilfe des mobilen Endgerätes online in Anspruch nehmen.

Mobile Shopping als Inbound Marketing

Apps, mobil erreichbare Websites und QR-Codes können als Inbound-Marketing-Strategie verwendet werden. Durch hilfreiche Informationen, Ratgeber oder Spiele können Nutzer auf Angebote, Marken und Unternehmen aufmerksam gemacht werden. Dabei steht nicht der Verkauf von Waren und Dienstleistungen im Vordergrund, sondern das Informationsbedürfnis des Kunden. Das Ziel ist es, Kunden bei ihrer Suche nach bestimmten Produkten oder Dienstleistungen zu unterstützen und sie an diesem mobilen Touch Point abzuholen. Guided Selling, Content Marketing und die Nutzung von geobasierten Daten sind Beispiele hierfür.

Bedeutung für das Mobile Marketing

Immer mehr Nutzer verwenden ihr mobiles Endgerät, um nach Produkten zu suchen. In Deutschland ist dieser Trend zwar noch nicht so populär wie in den USA.[2] Jedoch sind auch hier Zuwächse bei der mobilen Nutzung zu verzeichnen. Insbesondere in den Bereichen Sportartikel, Computer und Hardware sowie Bekleidung und Schuhe. Im Mobile Marketing sind diese Trends allerdings noch nicht angekommen. Unternehmen scheinen bei den Werbeausgaben im mobilen Bereich noch zu zögern. [3] Meist betragen die Werbebudgets für mobile Endgeräte lediglich ein Prozent der Gesamtausgaben.

Doch in Zukunft wird von vielen Branchenkennern ein Anstieg bei der mobilen Nutzung erwartet – entsprechend dürfte sich dies auf den Mediamix beim Marketing auswirken.[4] Dafür spricht auch die Strategie der Suchmaschine Google, die mit dem Mobile First Ansatz die Richtung für die kommenden Jahre bestimmt.[5] Demnach wird das Mobile Shopping ein integraler Bestandteil einer Omnichannel-Strategie sein.

Einzelnachweise

  1. 10 Mobile Shopping-Apps im Überblick t3n.de. Abgerufen am 03.08.2015
  2. Mobile Shopping Trends 2015: Deutsche nutzen Smartphones zum Kauf von Alltagsgegenständen nur selten yougov.de. Abgerufen am 03.08.2015
  3. AGOF facts & figures: Mobile Shopping auf dem Vormarsch agof.de. Abgerufen am 03.08.2015
  4. Mobile Nutzung 2014 – Gradmesser für die digitale Gesellschaft initiatived21.de. Abgerufen am 03.08.2015
  5. What Google’s Mobile-First Rules Mean For Your Marketing Strategy marketingland.com. Abgerufen am 03.08.2015

Weblinks

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